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	<title>Interview &#8211; risControl</title>
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	<description>Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation</description>
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	<title>Interview &#8211; risControl</title>
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	<item>
		<title>Versicherbarkeit neu denken</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/28/interview/versicherbarkeit-neu-denken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 04:25:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Naturkatastrophen nehmen zu, zugleich bleibt ein erheblicher Teil der möglichen Schäden in Österreich unversichert. Christian Freibauer, Geschäftsführer der Aon Austria GmbH und der Aon Holdings Austria GmbH, und Guido Hurtmanns, Geschäftsführer der Aon Austria GmbH und verantwortlich für den Rückversicherungsbereich in Österreich, erklären, welche Rolle moderne Naturgefahrenmodelle und Rückversicherungslösungen bei der Schließung dieser Schutzlücke spielen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Naturkatastrophen nehmen zu, zugleich bleibt ein erheblicher Teil der möglichen Schäden in Österreich unversichert. Christian Freibauer, Geschäftsführer der Aon Austria GmbH und der Aon Holdings Austria GmbH, und Guido Hurtmanns, Geschäftsführer der Aon Austria GmbH und verantwortlich für den Rückversicherungsbereich in Österreich, erklären, welche Rolle moderne Naturgefahrenmodelle und Rückversicherungslösungen bei der Schließung dieser Schutzlücke spielen können.</strong></p>
<p><strong>Naturkatastrophen treten häufiger auf und verursachen immer höhere Schäden. Welche Entwicklungen sind für den österreichischen Versicherungs- und Rückversicherungsmarkt derzeit besonders relevant?</strong></p>
<p>Christian Freibauer: Aus unserer Sicht sind derzeit drei Entwicklungen besonders relevant. Erstens steigen aufgrund des Klimawandels Häufigkeit und Intensität vieler Naturgefahren, insbesondere von Dürre, Hochwasser, Hagel, schweren Unwettern und Starkregen. Gleichzeitig nehmen Werte und Exponierungen in gefährdeten Regionen aufgrund makroökonomischer Veränderungen weiter zu, wodurch auch die potenziellen Schäden wachsen. Zweitens besteht in Österreich weiterhin eine erhebliche Schutzlücke. Viele Naturgefahrenrisiken sind nur eingeschränkt versicherbar oder durch niedrige Sublimits begrenzt, sodass ein großer Teil der wirtschaftlichen Schäden unversichert bleibt.</p>
<p>Drittens gewinnen Daten und Naturgefahrenmodelle unter Berücksichtigung des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Moderne Naturgefahrenmodelle ermöglichen heute eine deutlich präzisere Risikobewertung als noch vor wenigen Jahren. Aus Sicht von Aon liegt darin eine große Chance: Durch die Unterstützung des Underwritings mit Naturgefahrenmodellen können Risiken differenzierter bewertet und dadurch langfristig deutlich höhere Deckungssummen bis hin zur Vollversicherungssumme ermöglicht werden. Damit kann ein wesentlicher Beitrag zur Schließung des Protection Gap in Österreich geleistet werden.</p>
<p><strong>Aon hat die lokale Expertise in der Naturgefahrenmodellierung ausgebaut. Was können moderne Analyse- und Modellierungsmethoden konkret dazu beitragen, Naturgefahren besser einzuschätzen – und wo liegen ihre Grenzen?</strong></p>
<p>Guido Hurtmanns: Moderne Naturgefahrenmodelle ermöglichen heute eine wesentlich präzisere Bewertung von Hochwasser-, Erdbeben-, Sturm- oder Hagelrisiken – sowohl auf Einzelobjekt- als auch auf Portfolioebene. Sie kombinieren historische Schadeninformationen mit hochauflösenden Geodaten, Exponierungsanalysen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Klima- und Gefahrenwandel. Dadurch können Versicherer Risiken differenzierter bewerten, Kumulationen besser steuern und Risiken identifizieren, die bislang häufig pauschal oder konservativ eingeschätzt wurden.</p>
<p>Genau darin sehen wir einen wesentlichen Hebel zur Schließung der österreichischen Schutzlücke. Wenn Risiken besser verstanden werden, können sie vielfach auch umfassender versichert werden. Modelle bleiben jedoch Hilfsmittel und sind keine Kristallkugeln. Extreme Ereignisse, Veränderungen der Bebauung oder neue Schadenmuster lassen sich nie vollständig vorhersagen. Deshalb müssen Modellierung, lokale Marktkenntnis und Experteneinschätzung stets Hand in Hand gehen. Gleichzeitig bedürfen die Modelle einer permanenten Weiterentwicklung und Aktualisierung. Genau hier ist Aon mit der Impact-Forecasting-Einheit federführend, die sich auf die Entwicklung von Naturgefahrenmodellen spezialisiert hat.</p>
<p><strong>Welche Konsequenzen ergeben sich aus den steigenden Naturkatastrophenrisiken für die Rückversicherungsstrategien österreichischer Versicherer – etwa bei Kapazitäten, Selbstbehalten und der langfristigen Versicherbarkeit von Risiken?</strong></p>
<p>Christian Freibauer: Die steigenden Naturkatastrophenrisiken führen dazu, dass Versicherer ihre Rückversicherungsstrategien laufend weiterentwickeln müssen. Im Mittelpunkt stehen eine präzisere Steuerung von Kumulationsrisiken, die stärkere Nutzung moderner Analytik sowie eine regelmäßige Überprüfung von Selbstbehalten und Deckungsstrukturen. Gleichzeitig sehen wir derzeit weiterhin ausreichend Rückversicherungskapazität für gut analysierte und transparent dargestellte Risiken. Entscheidend wird daher zunehmend die Qualität der zugrunde liegenden Daten und Modelle.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_09">Lesen Sie mehr dazu in der risControl Print Ausgabe 09 2026.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>„So viel persönlich wie möglich“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/22/interview/so-viel-persoenlich-wie-moeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 14:10:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserer Serie stellen wir die Mitarbeiter des ÖBV-Partnervertriebs vor. Sie erzählen von ihrer Tätigkeit, der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihrem persönlichen Zugang zum Maklervertrieb. Diesmal im Gespräch: Manuel Felber, Partnerbetreuer für Wien, Niederösterreich Süd und das Burgenland Was bedeutet es für Sie, bei der ÖBV dabei zu sein? Für mich bedeutet es, ein aktiver [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer Serie stellen wir die Mitarbeiter des ÖBV-Partnervertriebs vor. Sie erzählen von ihrer Tätigkeit, der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihrem persönlichen Zugang zum Maklervertrieb. Diesmal im Gespräch: <a href="http://linkedin.com/in/manuel-felber-30a9ab1a0"><strong>Manuel Felber, Partnerbetreuer für Wien, Niederösterreich Süd und das Burgenland</strong></a></p>
<p><strong>Was bedeutet es für Sie, bei der ÖBV dabei zu sein?</strong><br />
Für mich bedeutet es, ein aktiver Werbeträger unseres Vereins und unserer Werte zu sein. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit tragen wir eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern. Es ist meine Aufgabe, die ÖBV im „Versicherungsdschungel“ klar zu positionieren, sichtbar zu machen und unsere Philosophie authentisch nach außen zu vertreten.</p>
<p><strong>Was ist Ihnen in Ihrer Tätigkeit besonders wichtig und wie unterstützen Sie Ihre Vertriebspartner<br />
</strong>Das Persönliche steht für mich klar im Mittelpunkt. Mein Leitsatz lautet: so viel persönlich wie möglich, so viel digital wie nötig. Vertrauen ist die Grundlage jeder erfolgreichen Zusammenarbeit – und dieses entsteht vor allem im direkten Austausch.</p>
<p>Genau diesen Ansatz lebe ich auch in der Unterstützung meiner Vertriebspartner. Ich begleite sie individuell, bin möglichst oft vor Ort und stehe als verlässlicher Ansprechpartner zur Verfügung. Mir ist wichtig, schnell erreichbar zu sein, praxisnahe Lösungen zu bieten und gemeinsam Strategien zu entwickeln. Digitale Tools nutze ich gezielt als Ergänzung, aber der persönliche Kontakt bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor.</p>
<p><strong>Wie würden Sie Ihre Tätigkeit beschreiben und welche Aspekte sind Ihnen besonders wichtig? </strong><br />
Meine Tätigkeit lässt sich schwer in eine klassische Rollenbeschreibung pressen – und genau das macht sie so spannend. Im Kern verstehe ich mich als ganzheitlicher Begleiter unserer Vertriebspartner: nah an der Praxis, mitten im Geschehen und gleichzeitig mit Blick auf übergreifende Themen und Entwicklungen.</p>
<p>Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit besteht darin, präsent zu sein – bei unseren Partnern vor Ort, im persönlichen Austausch und in konkreten Vertriebssituationen. Dabei geht es nicht nur um Produkte oder Zahlen, sondern vor allem um Menschen, Beziehungen und nachhaltigen Erfolg. Gleichzeitig bin ich auch in viele koordinierende und unterstützende Prozesse eingebunden, die im Hintergrund laufen, aber entscheidend für den gemeinsamen Erfolg sind.</p>
<p>Wichtig sind mir dabei vor allem Verlässlichkeit, Handschlagqualität und ein ehrlicher, offener Umgang. Ich sehe mich als Bindeglied zwischen Vertriebspartnern und Unternehmen – jemand, der zuhört, versteht und Lösungen schafft.</p>
<p>Wenn man es mit einem Augenzwinkern sagen möchte: Ich bin eine Art „Rundum-Betreuer“. Oder, wie ich es manchmal nenne – der „ÖBV Scatman“: flexibel, schnell und immer dort, wo ich gerade gebraucht werde.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/21/interview/nach-dem-hochwasser-ist-vor-dem-hochwasser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 04:40:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Hochwasser, Starkregen und Trockenperioden rücken zunehmend in den Fokus. Doch wie verändern sich die Risiken tatsächlich? Wie gut lassen sich Hochwässer heute vorhersagen, wo liegen die Grenzen technischer Schutzmaßnahmen und was kann Prävention leisten? Darüber sprach wir mit Univ.-Prof. DI Dr.techn. Dr.h.c.mult. Günter Blöschl, Hydrologe und Hochwasserforscher an der TU Wien. Ein besonderer Blick gilt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="isSelectedEnd">Hochwasser, Starkregen und Trockenperioden rücken zunehmend in den Fokus. Doch wie verändern sich die Risiken tatsächlich? Wie gut lassen sich Hochwässer heute vorhersagen, wo liegen die Grenzen technischer Schutzmaßnahmen und was kann Prävention leisten?</p>
<p class="isSelectedEnd">Darüber sprach wir mit Univ.-Prof. DI Dr.techn. Dr.h.c.mult. Günter Blöschl, Hydrologe und Hochwasserforscher an der TU Wien. Ein besonderer Blick gilt dabei einer Forschungsarbeit, die mittlerweile im renommierten Wissenschaftsjournal <em>Nature</em> veröffentlicht wurde. (Nachzulesen im risControl Print September Ausgabe).</p>
<p class="isSelectedEnd"><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_09">Eine Aussage, die besonders im Gedächtnis bleibt: „Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser.“</a></p>
<p class="FirstParagraph"><span lang="EN-US"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Stabil wachsen. Verantwortung übernehmen. Zukunft sichern.“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/16/interview/stabil-wachsen-verantwortung-uebernehmen-zukunft-sichern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2026 08:25:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[&#x1f50e; Aus der aktuellen risControl Print Ausgabe: Im Interview sprechen wir mit Thomas Ackerl, Vorstandsvorsitzender des muki Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit, über die Strategie „muki Auftrag 2030“, die Bedeutung des unabhängigen Vertriebs, Digitalisierung und den Einsatz künstlicher Intelligenz. Eine Aussage, die besonders im Gedächtnis bleibt: „KI ist Copilot, nicht Autopilot.“ Das gesamte Interview lesen Sie in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="isSelectedEnd"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f50e.png" alt="🔎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Aus der aktuellen risControl Print Ausgabe:</p>
<p class="isSelectedEnd">Im Interview sprechen wir mit <strong>Thomas Ackerl,</strong> Vorstandsvorsitzender des muki Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit, über die Strategie „muki Auftrag 2030“, die Bedeutung des unabhängigen Vertriebs, Digitalisierung und den Einsatz künstlicher Intelligenz.</p>
<p class="isSelectedEnd">Eine Aussage, die besonders im Gedächtnis bleibt: „KI ist Copilot, nicht Autopilot.“</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_09">Das gesamte Interview lesen Sie in der risControl Print Ausgabe September 2026</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Courtagevereinbarung</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/10/interview/neue-courtagevereinbarung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 13:42:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Courtagevereinbarungen sind das Fundament der Zusammenarbeit zwischen Versicherungsunternehmen und Versicherungsmakler. UNIQA hat sich mit dem Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten auf wesentliche Eckpunkte einer neuen Vereinbarung verständigt. Christian Voith, Leiter UNIQA Makler- und Partnervertrieb, erläutert, warum die neue Fassung mehr Transparenz bringt, welche Punkte für Maklerpartner besonders relevant sind und weshalb sie die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Courtagevereinbarungen sind das Fundament der Zusammenarbeit zwischen Versicherungsunternehmen und Versicherungsmakler. UNIQA hat sich mit dem Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten auf wesentliche Eckpunkte einer neuen Vereinbarung verständigt. Christian Voith, Leiter UNIQA Makler- und Partnervertrieb, erläutert, warum die neue Fassung mehr Transparenz bringt, welche Punkte für Maklerpartner besonders relevant sind und weshalb sie die Zusammenarbeit in der Praxis erleichtern kann.</p>
<p><em><strong>Warum braucht es eine neue Courtagevereinbarung?</strong></em></p>
<p>Christian Voith: Der Fachverband beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Ausgestaltung von Courtagevereinbarungen und UNIQA hat diesen Prozess von Beginn an begleitet. Entscheidend war für uns, eine zeitgemäße und praxistaugliche Grundlage für die Zusammenarbeit zu schaffen. Im fachlichen Austausch konnten zentrale Punkte der neuen Vertragsfassung gemeinsam geschärft und auf eine tragfähige Basis gestellt werden.</p>
<p><em><strong>Wo liegen die wichtigsten Änderungen aus Sicht der Makler?</strong></em></p>
<p>Ein zentraler Punkt ist die ausdrückliche Anerkennung bevollmächtigter Makler als Ansprechpartner in Vertrags- und Schadenangelegenheiten. Diese Rolle ist nun direkt in der Courtagevereinbarung verankert. Zudem werden bisherige Nebenabreden, insbesondere die 21-Tage-Regel, in den Hauptvertrag übernommen. Das schafft mehr Verbindlichkeit. Ergänzt wird die neue Fassung durch detailliertere Regelungen zu Courtageansprüchen, Rückverrechnungen und den Folgen einer Vertragsbeendigung. Für bereits vermittelte Verträge ist außerdem ein Schutz der bisherigen Courtagesätze vorgesehen.</p>
<p><em><strong>Auch regulatorisch hat sich das Umfeld stark verändert. Wie bildet die neue Vereinbarung diese Entwicklung ab?</strong></em></p>
<p>Die Vereinbarung wurde an die regulatorischen Entwicklungen der vergangenen Jahre angepasst. Anforderungen in den Bereichen Geldwäscheprävention, Datenschutz, Datensicherheit und Dokumentation sind nun ausdrücklich berücksichtigt. Damit wird klarer festgehalten, welche Standards in der Zusammenarbeit gelten und welche Anforderungen von beiden Seiten zu beachten sind.</p>
<p><em><strong>Was bedeutet das für die tägliche Zusammenarbeit mit Maklerpartnern?</strong></em></p>
<p>Vor allem mehr Klarheit. Die neue Courtagevereinbarung reduziert Interpretationsspielräume, beschreibt Zuständigkeiten genauer und macht Prozesse nachvollziehbarer. Für Maklerpartner bedeutet das mehr Planungssicherheit und eine verlässlichere Grundlage für die tägliche Zusammenarbeit mit UNIQA. Versicherungsmakler sind eine wesentliche Säule des österreichischen Versicherungsmarktes und für uns wichtige Geschäftspartner. Umso wichtiger ist es, zentrale Vertragsfragen gemeinsam zu klären und praxisnahe Lösungen zu verankern.</p>
<p><em><strong>Gilt die Verständigung mit dem Fachverband damit automatisch für alle Maklerunternehmen?</strong></em></p>
<p>Nein. Die Verständigung mit dem Fachverband gibt einen klaren Rahmen vor, ist für einzelne Versicherungsmaklerunternehmen aber nicht automatisch verbindlich. Die Courtagevereinbarung betrifft ausschließlich das Verhältnis zwischen Versicherungsmakler und UNIQA und wird weiterhin direkt zwischen den jeweiligen Vertragspartner abgeschlossen. Die rechtliche und wirtschaftliche Bewertung liegt daher bei den Vertragsparteien selbst.</p>
<p><em><strong>Vielen Dank!</strong></em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>300 Stellplätze unter Hagelschutznetzen</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/08/interview/300-stellplaetze-unter-hagelschutznetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 13:51:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[MO&#8216; Drive investiert am Standort Wien-Simmering in den Schutz von Kundenfahrzeugen und Flottenbeständen. Auf rund 6.000 m² Stellfläche stehen bis zu 300 Fahrzeuge unter Hagelschutznetzen und sind damit vor zusätzlichen Unwetterschäden geschützt. Wolfgang Weinberger, Geschäftsleiter MO‘ Drive: „Hagelrisiken gab es schon immer, aber sie nehmen an Intensität und Häufigkeit zu. Das stellt Fahrzeughalter und Flottenbetreiber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>MO&#8216; Drive investiert am Standort Wien-Simmering in den Schutz von Kundenfahrzeugen und Flottenbeständen. Auf rund 6.000 m² Stellfläche stehen bis zu 300 Fahrzeuge unter Hagelschutznetzen und sind damit vor zusätzlichen Unwetterschäden geschützt.</strong></em></p>
<p>Wolfgang Weinberger, Geschäftsleiter MO‘ Drive: „Hagelrisiken gab es schon immer, aber sie nehmen an Intensität und Häufigkeit zu. Das stellt Fahrzeughalter und Flottenbetreiber vor neue Herausforderungen. Dank der Investition in den großflächigen Hagelschutz am Standort Simmering sind die uns anvertrauten Autos vor zusätzlichen Schäden durch Hagelschlag geschützt.“ Das habe nicht nur haftungsrechtliche Gründe, sondern sei Teil der bei MO‘ Drive gelebten Nachhaltigkeitsstrategie.</p>
<p><strong>Nachhaltigkeit heißt auch Vorsorgen</strong></p>
<p>Weinberger: „Es geht um mehrere Motive. Wir sind eine hochfrequente Großwerkstatt mit der Herausforderung, bei Hagelwarnung zig Autos zu rangieren, die bei uns zur Schadenreparatur sind. Wir vermeiden Ursachendebatten bei Fahrzeugen, die wir zum Dellendrücken übernommen haben, sollte der Hagel während des Werkstattaufenthalts neuerlich zuschlagen. Schließlich bieten wir Flottenkunden hagelgeschützte Stellplätze für Autos, die bei uns auf Abruf abgestellt werden. Auch unsere eigenen Kunden-Ersatzfahrzeuge gehören dazu“, erläutert Weinberger die Hintergründe. Unterm Strich gehe es darum, durch den Hagelschutz der Stellflächen aufwändige Reparaturen mit Ersatzteilen, Lackierarbeiten und damit verbundene Ressourcenverbräuche zu vermeiden. Und das mit der Konsequenz, dass sowohl die Kosten als auch der ökologische Fußabdruck durch gezielte Vorsorge reduziert wird.</p>
<p><strong>Business Continuity für Flottenkunden</strong></p>
<p>MO‘ Drive hat langjährige Erfahrung als Dienstleister führender Leasing-, Mietwagen- und Car-Sharing-Unternehmen, die man mit Lagerlogistik und mehr unterstützt. Weinberger: „Der Schutz der stehenden Kundenflotte, die bei uns z.B. vor An- bzw. Abmeldung oder zum Ausgleich von Nachfrageschwankungen zwischengeparkt wird, ist für deren Geschäftsmodell kritisch.“ Ihre Lieferfähigkeit sei gerade nach verheerenden Umweltereignissen naturgemäß ein Muss. „Wir sorgen dafür, dass ihre eingestellten Autos auch nach einem massiven Hagelschlag rasch eingesetzt werden können, weil wir das Geschäftsmodell unserer Flottenkunden nachhaltig unterstützen“, schließt Weinberger.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mitgestaltung ausdrücklich erwünscht</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/07/interview/mitgestaltung-ausdruecklich-erwuenscht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 04:23:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=27706</guid>

					<description><![CDATA[In unserer Serie stellen wir die Mitarbeiter des ÖBV-Partnervertriebs vor. Sie erzählen von ihrer Tätigkeit, der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihrem persönlichen Zugang zum Maklervertrieb. Diesmal im Gespräch: Ilias Ayrancioglu, Zentrale Partnervertrieb Was ist Ihnen in Ihrer Tätigkeit besonders wichtig? Ich habe Freiraum für kreativen Input und bekomme Output von unseren internen Fachbereichen, denn Mitgestaltung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer Serie stellen wir die Mitarbeiter des ÖBV-Partnervertriebs vor. Sie erzählen von ihrer Tätigkeit, der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihrem persönlichen Zugang zum Maklervertrieb. Diesmal im Gespräch: Ilias Ayrancioglu, Zentrale Partnervertrieb</p>
<p><em><strong>Was ist Ihnen in Ihrer Tätigkeit besonders wichtig?</strong></em></p>
<p>Ich habe Freiraum für kreativen Input und bekomme Output von unseren internen Fachbereichen, denn Mitgestaltung bei diversen Themen ist in der ÖBV gewünscht. Bei meiner Tätigkeit lebe ich offene und transparente Kommunikation. Von unseren Vertriebspartnern und auch von den Führungskräften der ÖBV bekomme ich Wertschätzung und Anerkennung. Generell erhalte ich Vertrauen und Unterstützung und kann mich so in meiner Tätigkeit weiterentwickeln.</p>
<p><em><strong>Wie sehen Sie die Entwicklung des Maklervertriebes?</strong></em></p>
<p>In den letzten Jahren hat sich der Partnervertrieb sehr positiv entwickelt, geprägt durch den persönlichen Kontakt der Partnerbetreuer. Als Team treten wir auf Messen und Veranstaltungen als Einheit auf. Unsere Vertriebspartner schätzen unsere Produkte und Tarife und die Zusammenarbeit mit uns, denn in der ÖBV sind Entscheidungswege kurz und unkompliziert. Der persönliche Bezug, den wir leben, ist unseren Partnern sehr wichtig und wird geschätzt. Gerade in Zeiten der Digitalisierung ist das Persönliche ganz essentiell für den positiven Aufwärtstrend.</p>
<p><em><strong>Was bedeutet es für Sie bei der ÖBV dabei zu sein?</strong></em></p>
<p>Wir treten als Team auf und haben unseren Erfolg in der eigenen Hand – jedes Zahnrad trägt für den Erfolg unseres Bereichs Verantwortung und ist Teil davon. Die Möglichkeit, viele Themen und Ideen einzubringen sowie gewisse Bereiche mitzugestalten, ist Teil der Wertschätzung. Das Miteinander im gesamten Haus steht an erster Stelle und wird gewünscht – Dynamik und Antrieb sind spürbar.</p>
<p><em><strong>Vielen Dank für Ihre Zeit!</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Menschen hinter dem Partnervertrieb</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/24/interview/die-menschen-hinter-dem-partnervertrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 14:41:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=27537</guid>

					<description><![CDATA[Was bewegt die Menschen im ÖBV-Partnervertrieb? In kurzen Gesprächen geben sie Einblick in ihre tägliche Arbeit, die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihre Sicht auf die Entwicklung des Maklervertriebs. Den Anfang macht Martin Stempfl, Teamleiter Partnervertrieb. Was ist Ihnen in Ihrer Tätigkeit besonders wichtig? Für mich stehen Vertrauen, Verlässlichkeit und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Erfolgreicher [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was bewegt die Menschen im ÖBV-Partnervertrieb? In kurzen Gesprächen geben sie Einblick in ihre tägliche Arbeit, die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihre Sicht auf die Entwicklung des Maklervertriebs. Den Anfang macht Martin Stempfl, Teamleiter Partnervertrieb.</p>
<p><strong>Was ist Ihnen in Ihrer Tätigkeit besonders wichtig?</strong><br />
Für mich stehen Vertrauen, Verlässlichkeit und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Erfolgreicher Vertrieb entsteht dort, wo man einander auf Augenhöhe begegnet, offen kommuniziert und gemeinsam Lösungen entwickelt. Mir ist wichtig, für meine Vertriebspartner erreichbar zu sein, Herausforderungen rasch aufzugreifen und mit einer positiven, lösungsorientierten Haltung zu unterstützen. Jeder Kontakt ist eine Chance, Mehrwert zu schaffen und langfristige Beziehungen auf- und auszubauen.</p>
<p><strong>Wie sehen Sie die Entwicklung des Maklervertriebes?</strong><br />
Der Maklervertrieb entwickelt sich dynamischer denn je. Digitalisierung, veränderte Kundenerwartungen und steigende Anforderungen machen Flexibilität und Innovation zu entscheidenden Erfolgsfaktoren. Gleichzeitig bleibt eines unverändert: Persönlicher Service und Betreuung sind durch keine Technologie zu ersetzen. Die Zukunft liegt für mich in der Kombination aus modernen digitalen Prozessen und einer starken, persönlichen Partnerschaft.</p>
<p><strong>Was bedeutet es für Sie, bei der ÖBV dabei zu sein?</strong><br />
Teil der ÖBV zu sein bedeutet für mich, in einem Unternehmen zu arbeiten, das Stabilität, Handschlagqualität und nachhaltige Werte mit einem klaren Blick nach vorne verbindet. Besonders schätze ich das wertschätzende Miteinander und die Möglichkeit, gemeinsam mit engagierten , Kolleginnen, Kollegen und Vertriebspartnern etwas zu bewegen. Es motiviert mich, aktiv an der Weiterentwicklung mitzuwirken und jeden Tag einen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg zu leisten.</p>
<p><strong>Wie erleben Sie die Digitalisierung in den Arbeitsprozessen mit Ihren Vertriebspartnern?</strong><br />
Die Digitalisierung erleichtert viele Abläufe und schafft mehr Zeit für das Wesentliche: die persönliche Betreuung. Digitale Tools ermöglichen schnellere Prozesse, transparente Kommunikation und einen unkomplizierten Informationsaustausch. Für mich ist Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, das die Zusammenarbeit effizienter und einfacher macht.</p>
<p><strong>Wie unterstützen Sie Ihre Vertriebspartner?</strong><br />
Ich verstehe mich als verlässlichen Sparringspartner. Das bedeutet, schnell erreichbar zu sein, praxisnahe Lösungen anzubieten und auch in anspruchsvollen Situationen gemeinsam den besten Weg zu finden. Mein Ziel ist es, meinen Vertriebspartnern den Rücken freizuhalten, damit sie sich auf ihre Kundinnen und Kunden konzentrieren können.</p>
<p><strong>Wie würden Sie Ihre Tätigkeit beschreiben und welche Aspekte sind Ihnen besonders wichtig?</strong><br />
Meine Tätigkeit ist abwechslungsreich, kommunikativ und geprägt von Zusammenarbeit. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen und neue Chancen, gemeinsam erfolgreich zu sein. Besonders wichtig sind mir Offenheit, gegenseitiges Vertrauen und die Bereitschaft, Veränderungen aktiv mitzugestalten. Denn nachhaltiger Erfolg entsteht dann, wenn Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten und sich aufeinander verlassen können.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sichtbar werden, ohne sich zu verbiegen</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/20/interview/sichtbar-werden-ohne-sich-zu-verbiegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 07:45:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=27517</guid>

					<description><![CDATA[Susanne Kondziolka-Bloch ist Inhaberin und Geschäftsführerin der Friedrich W. Bloch GmbH und seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. 2009 übernahm sie nach dem Tod ihres Vaters das Familienunternehmen. Ihr Fokus liegt auf Familien und Kleinunternehmen, ihr persönliches Steckenpferd ist die Krankenversicherung. 2024 hat sie ihr Buch „Relaxt versichern“ im Goldegg Verlag veröffentlicht – [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://linkedin.com/in/susanne-kondziolka-bloch-184200158">Susanne Kondziolka-Bloch</a> ist Inhaberin und Geschäftsführerin der Friedrich W. Bloch GmbH und seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. 2009 übernahm sie nach dem Tod ihres Vaters das Familienunternehmen.</p>
<p>Ihr Fokus liegt auf Familien und Kleinunternehmen, ihr persönliches Steckenpferd ist die Krankenversicherung. 2024 hat sie ihr Buch „Relaxt versichern“ im Goldegg Verlag veröffentlicht – ein persönlicher Meilenstein, einerseits weil sie schon immer ein Buch schreiben wollte, andererseits weil es im Tagesgeschäft ein wirkungsvolles Marketinginstrument ist.</p>
<p><strong>Welche Herausforderungen sehen Sie als Frau, die beruflich im Versicherungs- und Finanzsektor tätig ist, und wie gehen Sie damit um?</strong></p>
<p>Die größte Herausforderung in dieser Branche war für mich persönlich in den ersten Jahren die Unterschätzung. Da fragten Kunden, ob „der Chef“ auch da sei, oder zahlreiche Branchenkollegen: „Bei wem arbeiten Sie?“ Als ob es undenkbar wäre, dass eine Frau selbst die Inhaberin eines Versicherungsmaklerbüros sein kann.</p>
<p>Das war frustrierend, aber auch motivierend. Heute hat sich das komplett gedreht. Man akzeptiert und respektiert mich als Expertin. Kompetenz setzt sich durch – egal, ob man Rock oder Anzug trägt.</p>
<p><strong>Wie bewerten Sie die aktuellen Entwicklungen in der Branche, und welche Rolle spielen Frauen in diesen Veränderungen?</strong></p>
<p>Zwei Entwicklungen beunruhigen mich derzeit. Zum einen werden immer mehr Maklerbetriebe von Großmaklern aufgekauft. Das ist traurig, weil damit der Individualismus unseres Gewerbes verloren zu gehen droht. Konzerne werden Umsatzzahlen einfordern, der einzelne Maklerbetrieb könnte dadurch stärker unter Druck geraten. Plötzlich zählt womöglich wieder nur der Abschluss, nicht die Beratung. Der Kunde könnte einmal mehr zum Opfer einer Servicewüste werden: Warteschleifen, Ticketsysteme, KI-Stimmen – und niemand kennt mehr seine Geschichte.</p>
<p>Zum anderen ist da die KI. Da kommt noch sehr viel auf uns zu, und grundsätzlich sehe ich das positiv. Viele Betriebe müssen sich digital aber noch ordentlich aufrüsten, sonst bleiben sie auf der Strecke. Selten hat der Satz „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ besser gepasst als jetzt. Und die Überalterung unserer Branche macht mir große Sorge – viele Kollegen haben weder Energie noch Know-how für diese Transformation und oft auch keine Nachfolgeregelung.</p>
<p>Welche Rolle Frauen dabei spielen? Ehrlich gesagt: noch eine zu kleine. Wir sind unterrepräsentiert, gerade in Führungspositionen. Aber genau deshalb müssen wir jetzt sichtbarer werden, uns vernetzen und Vorbilder sein. Damit die nächste Generation sieht: Es gibt Alternativen zu Konzernkarrieren und Umsatzdruck.</p>
<p><strong>Welche Schritte sind Ihrer Meinung nach notwendig, um mehr Frauen in Führungspositionen in der Versicherungs- und Finanzbranche zu sehen – vonseiten der Unternehmen, des Staates und der Frauen selbst?</strong></p>
<p>Unternehmen müssen Erfolg breiter definieren: nicht nur über Abschlusszahlen, sondern auch über Beratungsqualität, Kundenbindung und Weiterempfehlungen. Flexible Arbeitsmodelle sollten Standard sein – keine Extrawurst. Dazu braucht es Gehaltstransparenz. Der Staat ist gefordert, Karenzzeiten nicht zu Karriereknicks werden zu lassen, steuerliche Anreize für..</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_08_ee4f0af95813e5">Lesen Sie mehr in der aktuellen risControl August Print Ausgabe. </a></p>
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		<title>Ruhestandsplanung beginnt nicht erst mit dem Pensionsantritt</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/17/interview/ruhestandsplanung-beginnt-nicht-erst-mit-dem-pensionsantritt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 06:27:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=27495</guid>

					<description><![CDATA[Die steigende Lebenserwartung verändert die finanzielle Planung für den Ruhestand grundlegend. Christian Nuschele von Standard Life spricht im risControl über lange Pensionsphasen, den oft unterschätzten Liquiditätsbedarf im Alter und darüber, warum Berater stärker in Zahlungsströmen denken sollten. Die Lebenserwartung steigt, die Pensionsphase kann heute 25 oder sogar mehr als 30 Jahre dauern. Was bedeutet das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die steigende Lebenserwartung verändert die finanzielle Planung für den Ruhestand grundlegend. Christian Nuschele von Standard Life spricht im risControl über lange Pensionsphasen, den oft unterschätzten Liquiditätsbedarf im Alter und darüber, warum Berater stärker in Zahlungsströmen denken sollten.</strong></p>
<p><strong>Die Lebenserwartung steigt, die Pensionsphase kann heute 25 oder sogar mehr als 30 Jahre dauern. Was bedeutet das konkret für die Ruhestandsplanung?</strong></p>
<p>Der deutlichste Effekt ist, dass wir für die Pensionsphase mittlerweile über Zeiträume sprechen, die man früher als langfristiges Investieren bezeichnet hätte. Alles, was über zehn oder 15 Jahre hinausging, galt als wirklich langfristig. Heute reden wir im Ruhestand über 25 oder 30 Jahre. Das ist für viele Menschen schwer greifbar.</p>
<p>Gleichzeitig wird oft vergessen, dass auch in dieser Phase weiter investiert werden muss, um über diese lange Strecke zu kommen. Investieren heißt dabei auch: Produktivkapital, Aktien, volatilere, aber chancenorientiertere Kapitalanlagen. Denn am Ende wird man diese Chancen brauchen.</p>
<p><strong>Viele Menschen denken bei Altersvorsorge vor allem an den Vermögensaufbau. Wird die Frage, wie daraus später ein regelmäßiges Einkommen wird, noch zu wenig beleuchtet?</strong></p>
<p>Ja, eindeutig. Die Denkweise ist meist auf den Aufbau ausgerichtet. Wenn jemand über Altersvorsorge spricht, geht es in der Regel darum, welche Pension zu erwarten ist, welche Pensionslücke möglicherweise entsteht, und was getan werden muss, um diese Lücke bis zum Pensionsbeginn zu schließen.</p>
<p>Was danach kommt, wird zu wenig durchleuchtet: jene 25 oder 30 Jahre, in denen Inflation, veränderter Kapitalbedarf und veränderter Liquiditätsbedarf eine große Rolle spielen. Der Liquiditätsbedarf im Ruhestand verläuft nicht linear. Zu Beginn ist er oft hoch, weil viele Menschen aktiv sind, reisen möchten und sich Hobbys widmen. Später kann dieser Bedarf zunächst sinken, um im letzten Drittel wieder deutlich zu steigen – etwa durch Pflege- und Gesundheitskosten.</p>
<p><strong>Woran liegt das?</strong></p>
<p>Weil Altersvorsorgeplanung häufig darauf reduziert wird, dass zu Pensions- bzw. Rentenbeginn genug vorhanden sein soll. Aber dieses „genug“ hat viele Aspekte. Man muss antizipieren, wie das Leben verlaufen könnte, welche Pläne jemand hat, welche Mittel angespart wurden, wo diese investiert sind, wie liquide sie sind und wofür sie später gedacht sind.</p>
<p>Will ich das Geld verbrauchen? Will ich es vererben? Soll ein Teil vielleicht an Kinder oder Enkel gehen? Und wann wird welches Geld tatsächlich gebraucht? Genau hier kommt das Denken in unterschiedlichen Zahlungsströmen ins Spiel. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von Cashflow-Modeling: Wofür ist welches Geld da, wann wird es gebraucht und wie muss es investiert sein, damit der Plan aufgehen kann?</p>
<p><strong>Wann sollte man mit dieser Planung beginnen?</strong></p>
<p>Die eigentliche Altersvorsorgeplanung sollte aus meiner Sicht etwa zwischen 25 und 30 beginnen. Mit 18 geht es meist eher darum, ein Sparverhalten zu entwickeln und zu verstehen, dass nicht alles, was am Konto landet, sofort wieder ausgegeben werden sollte.</p>
<p>Wenn es auf die 50 zugeht, beginnt der Übergang von der Altersvorsorgeplanung in die Ruhestandsplanung. Dann sollte man Bilanz ziehen: Wie haben bisherige Sparpläne funktioniert? Wie haben sich Pensionsansprüche entwickelt? Was hat sich beruflich und familiär verändert? Und auch: Wie lange will ich arbeiten, wo will ich leben und welche finanziellen Mittel brauche ich dafür?</p>
<p>Mit 70 kann man auf die Höhe des Angesparten kaum noch großen Einfluss nehmen. Aber auch dann kann man noch darüber nachdenken, wie die nächsten 15 oder 20 Jahre finanziell gestaltet werden.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_08_ee4f0af95813e5">Lesen Sie hier das komplette Interview.</a></p>
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