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	<title>Interview &#8211; risControl</title>
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	<description>Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 03 Sep 2026 08:31:03 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Interview &#8211; risControl</title>
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	<item>
		<title>Mitgestaltung ausdrücklich erwünscht</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/07/interview/mitgestaltung-ausdruecklich-erwuenscht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 04:23:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserer Serie stellen wir die Mitarbeiter des ÖBV-Partnervertriebs vor. Sie erzählen von ihrer Tätigkeit, der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihrem persönlichen Zugang zum Maklervertrieb. Diesmal im Gespräch: Ilias Ayrancioglu, Zentrale Partnervertrieb Was ist Ihnen in Ihrer Tätigkeit besonders wichtig? Ich habe Freiraum für kreativen Input und bekomme Output von unseren internen Fachbereichen, denn Mitgestaltung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer Serie stellen wir die Mitarbeiter des ÖBV-Partnervertriebs vor. Sie erzählen von ihrer Tätigkeit, der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihrem persönlichen Zugang zum Maklervertrieb. Diesmal im Gespräch: Ilias Ayrancioglu, Zentrale Partnervertrieb</p>
<p><em><strong>Was ist Ihnen in Ihrer Tätigkeit besonders wichtig?</strong></em></p>
<p>Ich habe Freiraum für kreativen Input und bekomme Output von unseren internen Fachbereichen, denn Mitgestaltung bei diversen Themen ist in der ÖBV gewünscht. Bei meiner Tätigkeit lebe ich offene und transparente Kommunikation. Von unseren Vertriebspartnern und auch von den Führungskräften der ÖBV bekomme ich Wertschätzung und Anerkennung. Generell erhalte ich Vertrauen und Unterstützung und kann mich so in meiner Tätigkeit weiterentwickeln.</p>
<p><em><strong>Wie sehen Sie die Entwicklung des Maklervertriebes?</strong></em></p>
<p>In den letzten Jahren hat sich der Partnervertrieb sehr positiv entwickelt, geprägt durch den persönlichen Kontakt der Partnerbetreuer. Als Team treten wir auf Messen und Veranstaltungen als Einheit auf. Unsere Vertriebspartner schätzen unsere Produkte und Tarife und die Zusammenarbeit mit uns, denn in der ÖBV sind Entscheidungswege kurz und unkompliziert. Der persönliche Bezug, den wir leben, ist unseren Partnern sehr wichtig und wird geschätzt. Gerade in Zeiten der Digitalisierung ist das Persönliche ganz essentiell für den positiven Aufwärtstrend.</p>
<p><em><strong>Was bedeutet es für Sie bei der ÖBV dabei zu sein?</strong></em></p>
<p>Wir treten als Team auf und haben unseren Erfolg in der eigenen Hand – jedes Zahnrad trägt für den Erfolg unseres Bereichs Verantwortung und ist Teil davon. Die Möglichkeit, viele Themen und Ideen einzubringen sowie gewisse Bereiche mitzugestalten, ist Teil der Wertschätzung. Das Miteinander im gesamten Haus steht an erster Stelle und wird gewünscht – Dynamik und Antrieb sind spürbar.</p>
<p><em><strong>Vielen Dank für Ihre Zeit!</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Menschen hinter dem Partnervertrieb</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/24/interview/die-menschen-hinter-dem-partnervertrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 14:41:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Was bewegt die Menschen im ÖBV-Partnervertrieb? In kurzen Gesprächen geben sie Einblick in ihre tägliche Arbeit, die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihre Sicht auf die Entwicklung des Maklervertriebs. Den Anfang macht Martin Stempfl, Teamleiter Partnervertrieb. Was ist Ihnen in Ihrer Tätigkeit besonders wichtig? Für mich stehen Vertrauen, Verlässlichkeit und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Erfolgreicher [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was bewegt die Menschen im ÖBV-Partnervertrieb? In kurzen Gesprächen geben sie Einblick in ihre tägliche Arbeit, die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihre Sicht auf die Entwicklung des Maklervertriebs. Den Anfang macht Martin Stempfl, Teamleiter Partnervertrieb.</p>
<p><strong>Was ist Ihnen in Ihrer Tätigkeit besonders wichtig?</strong><br />
Für mich stehen Vertrauen, Verlässlichkeit und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Erfolgreicher Vertrieb entsteht dort, wo man einander auf Augenhöhe begegnet, offen kommuniziert und gemeinsam Lösungen entwickelt. Mir ist wichtig, für meine Vertriebspartner erreichbar zu sein, Herausforderungen rasch aufzugreifen und mit einer positiven, lösungsorientierten Haltung zu unterstützen. Jeder Kontakt ist eine Chance, Mehrwert zu schaffen und langfristige Beziehungen auf- und auszubauen.</p>
<p><strong>Wie sehen Sie die Entwicklung des Maklervertriebes?</strong><br />
Der Maklervertrieb entwickelt sich dynamischer denn je. Digitalisierung, veränderte Kundenerwartungen und steigende Anforderungen machen Flexibilität und Innovation zu entscheidenden Erfolgsfaktoren. Gleichzeitig bleibt eines unverändert: Persönlicher Service und Betreuung sind durch keine Technologie zu ersetzen. Die Zukunft liegt für mich in der Kombination aus modernen digitalen Prozessen und einer starken, persönlichen Partnerschaft.</p>
<p><strong>Was bedeutet es für Sie, bei der ÖBV dabei zu sein?</strong><br />
Teil der ÖBV zu sein bedeutet für mich, in einem Unternehmen zu arbeiten, das Stabilität, Handschlagqualität und nachhaltige Werte mit einem klaren Blick nach vorne verbindet. Besonders schätze ich das wertschätzende Miteinander und die Möglichkeit, gemeinsam mit engagierten , Kolleginnen, Kollegen und Vertriebspartnern etwas zu bewegen. Es motiviert mich, aktiv an der Weiterentwicklung mitzuwirken und jeden Tag einen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg zu leisten.</p>
<p><strong>Wie erleben Sie die Digitalisierung in den Arbeitsprozessen mit Ihren Vertriebspartnern?</strong><br />
Die Digitalisierung erleichtert viele Abläufe und schafft mehr Zeit für das Wesentliche: die persönliche Betreuung. Digitale Tools ermöglichen schnellere Prozesse, transparente Kommunikation und einen unkomplizierten Informationsaustausch. Für mich ist Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, das die Zusammenarbeit effizienter und einfacher macht.</p>
<p><strong>Wie unterstützen Sie Ihre Vertriebspartner?</strong><br />
Ich verstehe mich als verlässlichen Sparringspartner. Das bedeutet, schnell erreichbar zu sein, praxisnahe Lösungen anzubieten und auch in anspruchsvollen Situationen gemeinsam den besten Weg zu finden. Mein Ziel ist es, meinen Vertriebspartnern den Rücken freizuhalten, damit sie sich auf ihre Kundinnen und Kunden konzentrieren können.</p>
<p><strong>Wie würden Sie Ihre Tätigkeit beschreiben und welche Aspekte sind Ihnen besonders wichtig?</strong><br />
Meine Tätigkeit ist abwechslungsreich, kommunikativ und geprägt von Zusammenarbeit. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen und neue Chancen, gemeinsam erfolgreich zu sein. Besonders wichtig sind mir Offenheit, gegenseitiges Vertrauen und die Bereitschaft, Veränderungen aktiv mitzugestalten. Denn nachhaltiger Erfolg entsteht dann, wenn Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten und sich aufeinander verlassen können.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sichtbar werden, ohne sich zu verbiegen</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/20/interview/sichtbar-werden-ohne-sich-zu-verbiegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 07:45:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Susanne Kondziolka-Bloch ist Inhaberin und Geschäftsführerin der Friedrich W. Bloch GmbH und seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. 2009 übernahm sie nach dem Tod ihres Vaters das Familienunternehmen. Ihr Fokus liegt auf Familien und Kleinunternehmen, ihr persönliches Steckenpferd ist die Krankenversicherung. 2024 hat sie ihr Buch „Relaxt versichern“ im Goldegg Verlag veröffentlicht – [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://linkedin.com/in/susanne-kondziolka-bloch-184200158">Susanne Kondziolka-Bloch</a> ist Inhaberin und Geschäftsführerin der Friedrich W. Bloch GmbH und seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. 2009 übernahm sie nach dem Tod ihres Vaters das Familienunternehmen.</p>
<p>Ihr Fokus liegt auf Familien und Kleinunternehmen, ihr persönliches Steckenpferd ist die Krankenversicherung. 2024 hat sie ihr Buch „Relaxt versichern“ im Goldegg Verlag veröffentlicht – ein persönlicher Meilenstein, einerseits weil sie schon immer ein Buch schreiben wollte, andererseits weil es im Tagesgeschäft ein wirkungsvolles Marketinginstrument ist.</p>
<p><strong>Welche Herausforderungen sehen Sie als Frau, die beruflich im Versicherungs- und Finanzsektor tätig ist, und wie gehen Sie damit um?</strong></p>
<p>Die größte Herausforderung in dieser Branche war für mich persönlich in den ersten Jahren die Unterschätzung. Da fragten Kunden, ob „der Chef“ auch da sei, oder zahlreiche Branchenkollegen: „Bei wem arbeiten Sie?“ Als ob es undenkbar wäre, dass eine Frau selbst die Inhaberin eines Versicherungsmaklerbüros sein kann.</p>
<p>Das war frustrierend, aber auch motivierend. Heute hat sich das komplett gedreht. Man akzeptiert und respektiert mich als Expertin. Kompetenz setzt sich durch – egal, ob man Rock oder Anzug trägt.</p>
<p><strong>Wie bewerten Sie die aktuellen Entwicklungen in der Branche, und welche Rolle spielen Frauen in diesen Veränderungen?</strong></p>
<p>Zwei Entwicklungen beunruhigen mich derzeit. Zum einen werden immer mehr Maklerbetriebe von Großmaklern aufgekauft. Das ist traurig, weil damit der Individualismus unseres Gewerbes verloren zu gehen droht. Konzerne werden Umsatzzahlen einfordern, der einzelne Maklerbetrieb könnte dadurch stärker unter Druck geraten. Plötzlich zählt womöglich wieder nur der Abschluss, nicht die Beratung. Der Kunde könnte einmal mehr zum Opfer einer Servicewüste werden: Warteschleifen, Ticketsysteme, KI-Stimmen – und niemand kennt mehr seine Geschichte.</p>
<p>Zum anderen ist da die KI. Da kommt noch sehr viel auf uns zu, und grundsätzlich sehe ich das positiv. Viele Betriebe müssen sich digital aber noch ordentlich aufrüsten, sonst bleiben sie auf der Strecke. Selten hat der Satz „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ besser gepasst als jetzt. Und die Überalterung unserer Branche macht mir große Sorge – viele Kollegen haben weder Energie noch Know-how für diese Transformation und oft auch keine Nachfolgeregelung.</p>
<p>Welche Rolle Frauen dabei spielen? Ehrlich gesagt: noch eine zu kleine. Wir sind unterrepräsentiert, gerade in Führungspositionen. Aber genau deshalb müssen wir jetzt sichtbarer werden, uns vernetzen und Vorbilder sein. Damit die nächste Generation sieht: Es gibt Alternativen zu Konzernkarrieren und Umsatzdruck.</p>
<p><strong>Welche Schritte sind Ihrer Meinung nach notwendig, um mehr Frauen in Führungspositionen in der Versicherungs- und Finanzbranche zu sehen – vonseiten der Unternehmen, des Staates und der Frauen selbst?</strong></p>
<p>Unternehmen müssen Erfolg breiter definieren: nicht nur über Abschlusszahlen, sondern auch über Beratungsqualität, Kundenbindung und Weiterempfehlungen. Flexible Arbeitsmodelle sollten Standard sein – keine Extrawurst. Dazu braucht es Gehaltstransparenz. Der Staat ist gefordert, Karenzzeiten nicht zu Karriereknicks werden zu lassen, steuerliche Anreize für..</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_08_ee4f0af95813e5">Lesen Sie mehr in der aktuellen risControl August Print Ausgabe. </a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ruhestandsplanung beginnt nicht erst mit dem Pensionsantritt</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/17/interview/ruhestandsplanung-beginnt-nicht-erst-mit-dem-pensionsantritt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 06:27:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Die steigende Lebenserwartung verändert die finanzielle Planung für den Ruhestand grundlegend. Christian Nuschele von Standard Life spricht im risControl über lange Pensionsphasen, den oft unterschätzten Liquiditätsbedarf im Alter und darüber, warum Berater stärker in Zahlungsströmen denken sollten. Die Lebenserwartung steigt, die Pensionsphase kann heute 25 oder sogar mehr als 30 Jahre dauern. Was bedeutet das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die steigende Lebenserwartung verändert die finanzielle Planung für den Ruhestand grundlegend. Christian Nuschele von Standard Life spricht im risControl über lange Pensionsphasen, den oft unterschätzten Liquiditätsbedarf im Alter und darüber, warum Berater stärker in Zahlungsströmen denken sollten.</strong></p>
<p><strong>Die Lebenserwartung steigt, die Pensionsphase kann heute 25 oder sogar mehr als 30 Jahre dauern. Was bedeutet das konkret für die Ruhestandsplanung?</strong></p>
<p>Der deutlichste Effekt ist, dass wir für die Pensionsphase mittlerweile über Zeiträume sprechen, die man früher als langfristiges Investieren bezeichnet hätte. Alles, was über zehn oder 15 Jahre hinausging, galt als wirklich langfristig. Heute reden wir im Ruhestand über 25 oder 30 Jahre. Das ist für viele Menschen schwer greifbar.</p>
<p>Gleichzeitig wird oft vergessen, dass auch in dieser Phase weiter investiert werden muss, um über diese lange Strecke zu kommen. Investieren heißt dabei auch: Produktivkapital, Aktien, volatilere, aber chancenorientiertere Kapitalanlagen. Denn am Ende wird man diese Chancen brauchen.</p>
<p><strong>Viele Menschen denken bei Altersvorsorge vor allem an den Vermögensaufbau. Wird die Frage, wie daraus später ein regelmäßiges Einkommen wird, noch zu wenig beleuchtet?</strong></p>
<p>Ja, eindeutig. Die Denkweise ist meist auf den Aufbau ausgerichtet. Wenn jemand über Altersvorsorge spricht, geht es in der Regel darum, welche Pension zu erwarten ist, welche Pensionslücke möglicherweise entsteht, und was getan werden muss, um diese Lücke bis zum Pensionsbeginn zu schließen.</p>
<p>Was danach kommt, wird zu wenig durchleuchtet: jene 25 oder 30 Jahre, in denen Inflation, veränderter Kapitalbedarf und veränderter Liquiditätsbedarf eine große Rolle spielen. Der Liquiditätsbedarf im Ruhestand verläuft nicht linear. Zu Beginn ist er oft hoch, weil viele Menschen aktiv sind, reisen möchten und sich Hobbys widmen. Später kann dieser Bedarf zunächst sinken, um im letzten Drittel wieder deutlich zu steigen – etwa durch Pflege- und Gesundheitskosten.</p>
<p><strong>Woran liegt das?</strong></p>
<p>Weil Altersvorsorgeplanung häufig darauf reduziert wird, dass zu Pensions- bzw. Rentenbeginn genug vorhanden sein soll. Aber dieses „genug“ hat viele Aspekte. Man muss antizipieren, wie das Leben verlaufen könnte, welche Pläne jemand hat, welche Mittel angespart wurden, wo diese investiert sind, wie liquide sie sind und wofür sie später gedacht sind.</p>
<p>Will ich das Geld verbrauchen? Will ich es vererben? Soll ein Teil vielleicht an Kinder oder Enkel gehen? Und wann wird welches Geld tatsächlich gebraucht? Genau hier kommt das Denken in unterschiedlichen Zahlungsströmen ins Spiel. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von Cashflow-Modeling: Wofür ist welches Geld da, wann wird es gebraucht und wie muss es investiert sein, damit der Plan aufgehen kann?</p>
<p><strong>Wann sollte man mit dieser Planung beginnen?</strong></p>
<p>Die eigentliche Altersvorsorgeplanung sollte aus meiner Sicht etwa zwischen 25 und 30 beginnen. Mit 18 geht es meist eher darum, ein Sparverhalten zu entwickeln und zu verstehen, dass nicht alles, was am Konto landet, sofort wieder ausgegeben werden sollte.</p>
<p>Wenn es auf die 50 zugeht, beginnt der Übergang von der Altersvorsorgeplanung in die Ruhestandsplanung. Dann sollte man Bilanz ziehen: Wie haben bisherige Sparpläne funktioniert? Wie haben sich Pensionsansprüche entwickelt? Was hat sich beruflich und familiär verändert? Und auch: Wie lange will ich arbeiten, wo will ich leben und welche finanziellen Mittel brauche ich dafür?</p>
<p>Mit 70 kann man auf die Höhe des Angesparten kaum noch großen Einfluss nehmen. Aber auch dann kann man noch darüber nachdenken, wie die nächsten 15 oder 20 Jahre finanziell gestaltet werden.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_08_ee4f0af95813e5">Lesen Sie hier das komplette Interview.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/13/interview/die-wahrheit-ist-den-menschen-zumutbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2026 08:44:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[In der aktuellen risControl Print Ausgabe (August 2026) sprechen wir mit DI Georg Daurer, Vorstand der BONUS Pensionskassen AG, über Reformbedarf in der zweiten Säule, mehr Transparenz in der Altersvorsorge und Nachhaltigkeit zwischen Verantwortung und Performance. Die Bundesregierung will die betriebliche Altersvorsorge stärken. Für Georg Daurer ist der politische Grundgedanke richtig, die Umsetzung aber noch nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der aktuellen risControl Print Ausgabe (August 2026) sprechen wir mit DI <a href="http://linkedin.com/in/georg-daurer-2b03449a">Georg Daurer,</a> Vorstand der BONUS Pensionskassen AG, über Reformbedarf in der zweiten Säule, mehr Transparenz in der Altersvorsorge und Nachhaltigkeit zwischen Verantwortung und Performance.</strong></p>
<p>Die Bundesregierung will die betriebliche Altersvorsorge stärken. Für Georg Daurer ist der politische Grundgedanke richtig, die Umsetzung aber noch nicht konsequent genug. Im Gespräch erklärt der Vorstand der BONUS Pensionskassen AG, warum die zweite Säule früher ansetzen muss, weshalb Transparenz über alle Vorsorgebausteine entscheidend ist und warum Nachhaltigkeit in der Veranlagung immer auch mit Performance vereinbar sein muss.</p>
<p><strong>risControl:</strong> Hat die Regierung erkannt, dass im Pensionssystem Handlungsbedarf besteht?</p>
<p><strong>Georg Daurer:</strong> Ja, grundsätzlich hat die Regierung erkannt, dass etwas getan werden muss. Der Gedanke ist richtig, die Umsetzung ist aus meiner Sicht aber noch nicht ausreichend. In der ersten Säule wird es langfristig um eine faktische Erhöhung des Pensionsalters gehen. Viele Menschen stellen sich ohnehin bereits darauf ein, länger arbeiten zu müssen.</p>
<p>Auch in der zweiten Säule gibt es Reformbedarf, insbesondere bei der Abfertigung neu beziehungsweise beim BMSVG. Dass man nach mehr als 20 Jahren feststellt, dass die ursprüngliche Konstruktion nicht optimal war, kommt spät. Entscheidend ist jetzt, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.</p>
<p><strong>risControl:</strong> Was müsste bei der zweiten Säule anders laufen?</p>
<p><strong>Daurer:</strong> Es geht darum, von Beginn an Kapital aufzubauen, aus dem später tatsächlich eine zusätzliche Pension entstehen kann. Kleine Beiträge brauchen lange Zeiträume, bis daraus ein Kapitalstock entsteht, der groß genug ist, um eine spürbare Pensionsleistung zu finanzieren. Das dauert 20 Jahre oder länger.</p>
<p>Deshalb müsste stärker in Richtung Vorsorge gedacht werden. Wenn Kapital erst spät pensionsorientiert veranlagt wird, ist viel Potenzial verloren. Je früher begonnen wird, desto eher kann daraus eine echte Zusatzpension entstehen.</p>
<p><strong>risControl:</strong> Wie kann man Arbeitnehmer stärker für die betriebliche Altersvorsorge sensibilisieren?</p>
<p><strong>Daurer:</strong> In Österreich ist die Haltung stark verbreitet, dass der Staat es schon richten wird. Diese Mentalität muss sich ändern. Der Bürger sollte mehr Freiheit bekommen, aber auch mehr Verantwortung übernehmen können.</p>
<p>Gleichzeitig braucht es konkrete Maßnahmen. Die Lohnnebenkosten sollten gesenkt werden, während die Beiträge zur betrieblichen Vorsorge schrittweise erhöht werden könnten. Die derzeitigen 1,53 Prozent stammen aus der Einführungsphase des Modells Anfang der 2000er-Jahre. Aus heutiger Sicht ist das zu wenig. Eine Möglichkeit wäre, bei Kollektivvertragserhöhungen einige Basispunkte zusätzlich für die Vorsorge vorzusehen.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_08_ee4f0af95813e5">Lesen Sie hier mehr dazu! </a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Man soll sich selber etwas zutrauen“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/06/interview/man-soll-sich-selber-etwas-zutrauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 08:13:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=27432</guid>

					<description><![CDATA[Vom Front Office zur Unternehmerin: Michaela Schneeberger spricht über die Übernahme von EFM St. Kathrein, den Rückhalt im Netzwerk und den Mut, mit 43 Jahren noch einmal neu zu beginnen. Manchmal ist die mögliche Nachfolgerin längst im Unternehmen. Sie kennt die Kunden, die Abläufe und den Betrieb – nur sieht sie sich selbst noch nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom Front Office zur Unternehmerin: Michaela Schneeberger spricht über die Übernahme von EFM St. Kathrein, den Rückhalt im Netzwerk und den Mut, mit 43 Jahren noch einmal neu zu beginnen.</strong></p>
<p>Manchmal ist die mögliche Nachfolgerin längst im Unternehmen. Sie kennt die Kunden, die Abläufe und den Betrieb – nur sieht sie sich selbst noch nicht als Unternehmerin.</p>
<p>So war es auch bei Michaela Schneeberger. Seit 2009 arbeitete sie im Front Office von EFM St. Kathrein. Als Franz Ziegerhofer seine Pension plante, wurde ihr angeboten, den Betrieb zu übernehmen. EFM begleitete die Übergabe und war bereit, auch das wirtschaftliche Risiko mitzutragen: Sollte die Übernahme wider Erwarten nicht funktionieren, sollten für Schneeberger daraus keine Schulden entstehen.</p>
<p>Trotz dieses Rückhalts blieb die Entscheidung groß. Sie absolvierte mit 43 Jahren die Ausbildung zur akademischen Versicherungsmaklerin, übernahm 2021 den Standort und führt ihn heute gemeinsam mit zwei Mitarbeiterinnen. Fünf Jahre später sagt sie: „Ich würde es auf alle Fälle wieder tun.“</p>
<p><strong>Frau Schneeberger, was ging Ihnen durch den Kopf, als Ihnen angeboten wurde, den Betrieb zu übernehmen?</strong></p>
<p>Ich habe viele schlaflose Nächte gehabt, bis ich mich auch dank meines familiären Rückhalts wirklich dazu entschlossen habe. Es ging ja doch um eine große Summe. Ich musste mir genau überlegen, ob ich das finanziell stemmen kann und ob ich mir diesen Schritt zutraue.</p>
<p>Ich habe den Betrieb, die Kunden und die Abläufe sehr gut gekannt. Trotzdem ist es etwas anderes, ob man angestellt ist oder plötzlich selbst die gesamte Verantwortung übernimmt.</p>
<p><strong>EFM war bereit, auch das wirtschaftliche Risiko mitzutragen. Wie wichtig war dieser Rückhalt?</strong></p>
<p>Das war natürlich sehr wichtig. Ich bin nicht völlig allein dagestanden. Es hat Unterstützung gegeben, auch bei den ganzen Übergabeformalitäten und beim Zahlungsplan.</p>
<p>Gleichzeitig habe ich die Zahlen des Unternehmens gekannt. Es wäre also schon überraschend gewesen, wenn es nicht funktioniert hätte. Ich hatte die Kunden bereits viele Jahre betreut und kannte das EFM-System sehr gut. Dadurch war das Risiko für mich überschaubarer.</p>
<p><strong>Sie haben mit 43 Jahren noch einmal eine umfassende Ausbildung begonnen. Mussten Sie sich dazu überwinden?</strong></p>
<p>Je älter man ist, desto weniger leicht tut man sich beim Lernen als in jungen Jahren. Aber man kann wieder lernen zu lernen.</p>
<p>Ich glaube, wenn man es wirklich will, kann man es in jedem Alter schaffen. Das Alter ist definitiv kein Hindernis. Man muss einfach offen für neue Sachen sein.</p>
<p>Es gibt immer wieder Systemänderungen und Neuerungen. Jetzt kommt auch die künstliche Intelligenz zu uns ins Haus beziehungsweise ist schon da. Man darf sich vor dem Ganzen nicht verschließen, sondern muss mitgehen und für Neues offen sein.</p>
<p>Lesen Sie mehr in der risControl  August Print Ausgabe.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unternehmensschutz Cyber</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/07/15/interview/unternehmensschutz-cyber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 08:12:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=27246</guid>

					<description><![CDATA[Cyberrisiken haben sich in den vergangenen Jahren von einem IT‑Randthema zu einem zentralen Management‑ und Geschäftsrisiko entwickelt. Mit dem neuen Produkt „UNIQA Unternehmensschutz Cyber“ reagiert UNIQA auf die steigende Bedrohungslage und die veränderten Marktanforderungen. risControl sprach mit Andreas Wimmer, Leiter Financial Lines / Cyber bei UNIQA, über aktuelle Cybertrends und die strategische Bedeutung des neuen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Cyberrisiken haben sich in den vergangenen Jahren von einem IT‑Randthema zu einem zentralen Management‑ und Geschäftsrisiko entwickelt. Mit dem neuen Produkt „UNIQA Unternehmensschutz Cyber“ reagiert UNIQA auf die steigende Bedrohungslage und die veränderten Marktanforderungen. <strong>risControl </strong>sprach mit <a href="http://linkedin.com/in/andreas-wimmer-51732b5">Andreas Wimmer, Leiter Financial Lines / Cyber bei UNIQA</a>, über aktuelle Cybertrends und die strategische Bedeutung des neuen Produkts.</p>
<p><strong>Cybercrime verzeichnet seit Jahren steigende Fallzahlen. Wie beurteilen Sie die aktuelle Bedrohungslage für österreichische Unternehmen?</strong></p>
<p>Andreas Wimmer: Die Cybercrime‑Statistiken zeigen eine klare Zuspitzung der Lage. Allein 2024 wurden in Österreich über 62.000 Cybercrime‑Delikte angezeigt und mehr als ein Drittel der österreichischen Unternehmen hatte finanzielle Schäden aufgrund eines Cyberangriffs. Auch laut des aktuellen Emerging Risk Reports der UNIQA, aber auch anderen globalen Erhebungen unserer Wettbewerber und Makler, zählen Cyberattacken zu den größten Bedrohungen für Firmen, noch vor Unwetterkatastrophen und politischen bzw. makroökonomischen Entwicklungen. Besonders Angriffe, die durch Künstliche Intelligenz noch präziser und schwerer erkennbar werden, gelten als zunehmend schwer beherrschbar. Diese Entwicklung wird auch durch aktuelle Studien bestätigt: Laut KPMG Cybersecurity-Studie 2026 sind Cyberangriffe auf heimische Unternehmen in den letzten zwölf Monaten von einem bereits hohen Niveau weiter gestiegen. Eine weitere Erkenntnis des Reports: Künstliche Intelligenz spielt mittlerweile eine große Rolle. Cyberangriffe sind deutlich professioneller, schneller und schwerer zu erkennen. Jeder 8. Cyberangriff war erfolgreich und überwand die Sicherheitsbarrieren der Unternehmen. Die Auswirkungen sind meist folgenschwer: So führten 30 Prozent dieser Cyberangriffe zu einem länger andauernden Unternehmensstillstand.</p>
<p>Damit ist klar: Cyberrisiken zählen heute zu den größten operativen und finanziellen Geschäftsrisiken und betreffen Unternehmen jeder Größe – unabhängig von Branche oder IT‑Reifegrad.</p>
<p><strong>Warum hat sich UNIQA gerade jetzt für die Einführung eines neuen Cyberprodukts entschieden?</strong></p>
<p>Wimmer: Weil sich sowohl die Bedrohungslage als auch die Erwartungen der Unternehmen fundamental verändert haben. Cyberangriffe sind heute hochgradig professionalisiert, verursachen erhebliche Folgekosten und erfordern im Ernstfall sofortige, koordinierte Maßnahmen. Mit dem UNIQA Unternehmensschutz Cyber setzen wir einen gezielten Schritt, um Firmen nicht nur finanziell abzusichern, sondern sie im Schadenfall aktiv zu unterstützen.</p>
<p><strong>Was ist das zentrale Leistungsversprechen des Unternehmensschutz Cyber?</strong></p>
<p>Wimmer: Wir bieten die Absicherung von Eigen‑ und Drittschäden nach einem Cyberangriff oder Datenschutzvorfall sowie aktive Unterstützung durch Krisenmanagement, Soforthilfe – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche – und Beratung durch renommierte Partner. Cyberversicherung verstehen wir nicht als reine Kostenerstattung, sondern als integriertes Risikomanagement‑Instrument.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_07">Lesen Sie mehr in der risControl Juli Print Ausgabe.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Interessenvertretung, die wirkt</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/07/14/interview/interessenvertretung-die-wirkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 07:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=27242</guid>

					<description><![CDATA[Zum 25-jährigen Bestehen des Fachverbands Finanzdienstleister zieht KommR Mag. Hannes Dolzer, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich, Bilanz. Im Gespräch geht es nicht nur um das, was sichtbar umgesetzt wurde, sondern auch um jene Maßnahmen, die verhindert, entschärft oder praxistauglich gestaltet werden konnten. Gerade darin sieht Dolzer einen wesentlichen Teil erfolgreicher Interessenvertretung: „Man [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum 25-jährigen Bestehen des Fachverbands Finanzdienstleister zieht KommR Mag. Hannes Dolzer, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich, Bilanz. Im Gespräch geht es nicht nur um das, was sichtbar umgesetzt wurde, sondern auch um jene Maßnahmen, die verhindert, entschärft oder praxistauglich gestaltet werden konnten. Gerade darin sieht Dolzer einen wesentlichen Teil erfolgreicher Interessenvertretung: „Man sieht oft erst auf den zweiten Blick, was geleistet wurde, wenn etwas nicht gekommen ist.“</p>
<p><strong>25 Jahre Fachverband Finanzdienstleister – welches Resümee ziehen Sie?</strong></p>
<p>Für mich ist wesentlich, dass es in den vergangenen Jahren keine wirklich disruptiven Eingriffe gegeben hat, die ganze Geschäftsmodelle infrage gestellt hätten. Natürlich gab es Erschwernisse, vor allem im Bereich Organisation, Dokumentation und Regulierung. Aber es ist gelungen, vieles so zu gestalten, dass die Betriebe weiterhin arbeiten können.</p>
<p>Wenn man auf die Entwicklung zurückblickt, waren die Einführung der Weiterbildungsverpflichtung und der Versicherungspflicht einschneidende Schritte. Das war damals auch eine Reaktion auf die Entwicklungen rund um die Finanzkrise. Seither hat sich die Branche stark professionalisiert. Gleichzeitig ist es aber immer gelungen, überzogene oder nicht praxistaugliche Maßnahmen abzuwehren.</p>
<p><strong>Was meinen Sie konkret?</strong></p>
<p>Ein Beispiel ist das Thema Provisionsverbote. Es gab immer wieder politische und regulatorische Überlegungen in diese Richtung. Ein generelles Provisionsverbot hätte viele Betriebe massiv getroffen und auch den Zugang breiter Kundenschichten zu einer Beratung erschwert. Dass es in dieser Form nicht gekommen ist, ist ein wesentlicher Erfolg.</p>
<p>Ähnliches gilt für andere Eingriffe, etwa die Verpflichtung, bestimmte Tätigkeiten nur mehr in einer bestimmten Rechtsform, etwa als Kapitalgesellschaft, ausüben zu müssen. Auch solche Überlegungen konnten wir abwenden. Das ist für die Betriebe unmittelbar relevant, auch wenn es oft nicht so wahrgenommen wird.</p>
<p><strong>Wird diese Arbeit aus Ihrer Sicht zu wenig gesehen?</strong></p>
<p>Ja, das ist sicher ein Punkt. Wenn etwas verhindert oder entschärft wird, merkt man es im Alltag oft nicht. Dann entsteht manchmal der Eindruck, es sei nichts passiert. Dabei stecken hinter vielen Ergebnissen jahrelange Arbeit, viele Gespräche und sehr viel Abstimmung.</p>
<p>Wir müssen künftig noch klarer kommunizieren, was gefordert war und was am Ende tatsächlich gekommen ist. Es reicht nicht zu sagen: „Wir haben etwas erreicht.“ Man muss auch erklären: „Das wäre geplant gewesen, und das konnten wir verhindern oder praxistauglich verändern.“ Genau das wollen wir stärker sichtbar machen.</p>
<p><strong>Wo ist das besonders gut gelungen?</strong></p>
<p>Ein sehr positives Beispiel war das Wertpapierfirmengesetz. In das Gesetz ist vieles eingeflossen, was wir eingebracht haben. Das war ein Fall, bei dem wir sagen können: Die Gestaltung ist wirklich gut gelungen. Besonders wichtig war etwa die Möglichkeit, dass Wertpapierunternehmen unter bestimmten Voraussetzungen Kundengelder halten dürfen. Das ist für die Praxis ein wesentlicher Punkt. L<a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_07">esen Sie mehr in der risControl Juli 2026 Ausgabe. </a></p>
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		<title>Wenn Risiken keine Landesgrenzen kennen</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/06/22/interview/wenn-risiken-keine-landesgrenzen-kennen-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 04:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Michael Sturmlechner, MBA, ist Geschäftsführer von Aon Österreich. Aon zählt zu den führenden globalen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen und unterstützt Unternehmen bei Risiko-, Versicherungs- und Vorsorgethemen. In mehr als 120 Ländern verbindet Aon internationale Expertise mit lokaler Marktkenntnis; in Österreich ist das Unternehmen mit rund 330 Kollegen an acht Standorten vertreten. Im Gespräch mit risControl spricht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://linkedin.com/in/michael-sturmlechner-03601390">Michael Sturmlechner</a>, MBA, ist Geschäftsführer von <a href="https://www.aon.com/austria">Aon Österreich</a>. Aon zählt zu den führenden globalen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen und unterstützt Unternehmen bei Risiko-, Versicherungs- und Vorsorgethemen. In mehr als 120 Ländern verbindet Aon internationale Expertise mit lokaler Marktkenntnis; in Österreich ist das Unternehmen mit rund 330 Kollegen an acht Standorten vertreten. Im Gespräch mit risControl spricht Sturmlechner über multinationale Risikostrukturen, Cyber- und Vertrauensschadenrisiken sowie die Frage, warum zentrale Steuerung und lokale Umsetzung für international tätige Unternehmen immer wichtiger werden</p>
<p><strong><em>Österreichische Unternehmen sind international stark vernetzt. Wo sehen Sie derzeit die größten Risiken für multinationale Unternehmen?</em></strong></p>
<p><strong>Michael Sturmlechner, AON:</strong> Man muss das aus meiner Sicht zweigeteilt sehen. Einerseits beschäftigen unsere Kunden aktuell Themen, auf die der klassische Versicherungs- und Beratermarktmarkt nur schwer Antworten geben kann: Zollpolitik, Geopolitik, Lieferketten, kriegerische Auseinandersetzungen, unsicherere Absatzmärkte oder auch die Rohstoffverfügbarkeit. Das sind aktuell unternehmerische Risiken, welchen mit wohl durchdachten und gezielten Unternehmensstrategien begegnet werden muss. Und darin ist die österreichische Unternehmenslandschaft enorm kreativ und resilient. Andererseits steigt gerade deshalb der Beratungsbedarf dort, wo Risikoabwälzung und Risikoberatung wirken können – etwa in den Bereichen internationaler Sach-/BU Lösungen, internationalen Haftpflichtlösungen, D&amp;O-Deckungen, Transportlösungen, bedarfsgerechten Cyberschutz und auch Modellen zur Finanzierung von Eigentragungen. AON ist in über 125 Ländern mit eigenen Kolleginnen und Kollegen vertreten. Dadurch begleiten wir Kunden aus Österreich heraus weltweit und steuern sogenannten Versicherungs-Programme zentral.</p>
<p><strong><em>Was bedeutet diese internationale Begleitung konkret?</em></strong></p>
<p><strong>Michael Sturmlechner, AON:</strong> Für international tätige Unternehmen ist oft entscheidend, dass Versicherungsschutz nicht in jedem Land isoliert betrachtet wird. Das Headquarter möchte den Überblick behalten und gleichzeitig sicherstellen, dass lokale Anforderungen erfüllt werden. Wenn etwa in China, den USA oder Asien eine Polizze angepasst werden muss oder ein Schaden eintritt, braucht es Ansprechpartner vor Ort, aber eine zentrale Steuerung aus Österreich. Genau diese Verbindung aus lokaler Präsenz und zentraler Koordination ist in der Praxis wesentlich. So können Entscheidungen schneller getroffen, Schäden effizient begleitet und Versicherungslösungen länderspezifisch umgesetzt werden. Darauf legen unsere Kunden zurecht größten Wert und dies macht unsere Profession aus.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_06"><b>Lesen Sie mehr in der aktuellen risControl Print Ausgabe 06 2026 </b></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Die Zukunft der Vermittlung beginnt jetzt“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/06/17/interview/die-zukunft-der-vermittlung-beginnt-jetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 07:30:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=26955</guid>

					<description><![CDATA[Die Versicherungsbranche verändert sich rasant. Digitalisierung, steigende Kundenanforderungen, Regulatorik und wachsender Effizienzdruck stellen Vermittler täglich vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig entstehen dadurch enorme Chancen für jene, die moderne Beratung mit digitalen Lösungen verbinden. Im Gespräch mit risControl erklärt Arno Slepice, warum Vermittler heute mehr denn je digitale Unterstützung brauchen, welche Möglichkeiten moderne Beratungsplattformen bieten und warum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Versicherungsbranche verändert sich rasant. Digitalisierung, steigende Kundenanforderungen, Regulatorik und wachsender Effizienzdruck stellen Vermittler täglich vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig entstehen dadurch enorme Chancen für jene, die moderne Beratung mit digitalen Lösungen verbinden.</p>
<p>Im Gespräch mit risControl erklärt Arno Slepice, warum Vermittler heute mehr denn je digitale Unterstützung brauchen, welche Möglichkeiten moderne Beratungsplattformen bieten und warum vermittlernetzwerk.at bewusst sowohl Privatkunden- als auch Firmenkundenberatung unterstützt.</p>
<p><strong>Herr Slepice, was war die ursprüngliche Idee hinter vermittlernetzwerk.at?</strong></p>
<p>Die Grundidee war relativ einfach: Wir wollten eine Plattform schaffen, die Vermittlern im Alltag tatsächlich hilft. Viele Vermittler kämpfen heute mit enormem Zeitaufwand für Beratung, Dokumentation, Recherche, Kundenkommunikation und Weiterbildung. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Kunden ständig. Wir wollten deshalb moderne Werkzeuge entwickeln, die Vermittler entlasten und gleichzeitig die Beratungsqualität verbessern. Wichtig war uns dabei, dass die Plattform praxisnah bleibt. Keine komplizierte IT-Lösung, sondern ein System, das Vermittler sofort nutzen können und das echten Mehrwert liefert.</p>
<p><strong>Was unterscheidet vermittlernetzwerk.at von anderen Plattformen?</strong></p>
<p>Viele Systeme konzentrieren sich primär auf Verwaltung oder Vergleichsprozesse. Unser Fokus liegt stärker auf Beratung, Kundenkommunikation und digitaler Unterstützung im Vertrieb.</p>
<p>Wir wollen Vermittlern helfen, moderner aufzutreten, professioneller zu beraten und gleichzeitig effizienter zu arbeiten.</p>
<p>Dabei decken wir bewusst sowohl die Privatkundenberatung als auch die Firmenkundenberatung ab. Genau diese Kombination macht die Plattform besonders spannend.</p>
<p>Ein Vermittler soll mit einer einzigen Plattform möglichst viele Bereiche seines Beratungsalltags professionell unterstützen können.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_06">Lesen Sie mehr in der aktuellen risControl Print Ausgabe 06 2026 </a></p>
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