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	<title>Interview &#8211; risControl</title>
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	<description>Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation</description>
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	<title>Interview &#8211; risControl</title>
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	<item>
		<title>Unternehmensschutz Cyber</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/07/15/interview/unternehmensschutz-cyber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 08:12:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Cyberrisiken haben sich in den vergangenen Jahren von einem IT‑Randthema zu einem zentralen Management‑ und Geschäftsrisiko entwickelt. Mit dem neuen Produkt „UNIQA Unternehmensschutz Cyber“ reagiert UNIQA auf die steigende Bedrohungslage und die veränderten Marktanforderungen. risControl sprach mit Andreas Wimmer, Leiter Financial Lines / Cyber bei UNIQA, über aktuelle Cybertrends und die strategische Bedeutung des neuen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Cyberrisiken haben sich in den vergangenen Jahren von einem IT‑Randthema zu einem zentralen Management‑ und Geschäftsrisiko entwickelt. Mit dem neuen Produkt „UNIQA Unternehmensschutz Cyber“ reagiert UNIQA auf die steigende Bedrohungslage und die veränderten Marktanforderungen. <strong>risControl </strong>sprach mit <a href="http://linkedin.com/in/andreas-wimmer-51732b5">Andreas Wimmer, Leiter Financial Lines / Cyber bei UNIQA</a>, über aktuelle Cybertrends und die strategische Bedeutung des neuen Produkts.</p>
<p><strong>Cybercrime verzeichnet seit Jahren steigende Fallzahlen. Wie beurteilen Sie die aktuelle Bedrohungslage für österreichische Unternehmen?</strong></p>
<p>Andreas Wimmer: Die Cybercrime‑Statistiken zeigen eine klare Zuspitzung der Lage. Allein 2024 wurden in Österreich über 62.000 Cybercrime‑Delikte angezeigt und mehr als ein Drittel der österreichischen Unternehmen hatte finanzielle Schäden aufgrund eines Cyberangriffs. Auch laut des aktuellen Emerging Risk Reports der UNIQA, aber auch anderen globalen Erhebungen unserer Wettbewerber und Makler, zählen Cyberattacken zu den größten Bedrohungen für Firmen, noch vor Unwetterkatastrophen und politischen bzw. makroökonomischen Entwicklungen. Besonders Angriffe, die durch Künstliche Intelligenz noch präziser und schwerer erkennbar werden, gelten als zunehmend schwer beherrschbar. Diese Entwicklung wird auch durch aktuelle Studien bestätigt: Laut KPMG Cybersecurity-Studie 2026 sind Cyberangriffe auf heimische Unternehmen in den letzten zwölf Monaten von einem bereits hohen Niveau weiter gestiegen. Eine weitere Erkenntnis des Reports: Künstliche Intelligenz spielt mittlerweile eine große Rolle. Cyberangriffe sind deutlich professioneller, schneller und schwerer zu erkennen. Jeder 8. Cyberangriff war erfolgreich und überwand die Sicherheitsbarrieren der Unternehmen. Die Auswirkungen sind meist folgenschwer: So führten 30 Prozent dieser Cyberangriffe zu einem länger andauernden Unternehmensstillstand.</p>
<p>Damit ist klar: Cyberrisiken zählen heute zu den größten operativen und finanziellen Geschäftsrisiken und betreffen Unternehmen jeder Größe – unabhängig von Branche oder IT‑Reifegrad.</p>
<p><strong>Warum hat sich UNIQA gerade jetzt für die Einführung eines neuen Cyberprodukts entschieden?</strong></p>
<p>Wimmer: Weil sich sowohl die Bedrohungslage als auch die Erwartungen der Unternehmen fundamental verändert haben. Cyberangriffe sind heute hochgradig professionalisiert, verursachen erhebliche Folgekosten und erfordern im Ernstfall sofortige, koordinierte Maßnahmen. Mit dem UNIQA Unternehmensschutz Cyber setzen wir einen gezielten Schritt, um Firmen nicht nur finanziell abzusichern, sondern sie im Schadenfall aktiv zu unterstützen.</p>
<p><strong>Was ist das zentrale Leistungsversprechen des Unternehmensschutz Cyber?</strong></p>
<p>Wimmer: Wir bieten die Absicherung von Eigen‑ und Drittschäden nach einem Cyberangriff oder Datenschutzvorfall sowie aktive Unterstützung durch Krisenmanagement, Soforthilfe – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche – und Beratung durch renommierte Partner. Cyberversicherung verstehen wir nicht als reine Kostenerstattung, sondern als integriertes Risikomanagement‑Instrument.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_07">Lesen Sie mehr in der risControl Juli Print Ausgabe.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Interessenvertretung, die wirkt</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/07/14/interview/interessenvertretung-die-wirkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 07:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum 25-jährigen Bestehen des Fachverbands Finanzdienstleister zieht KommR Mag. Hannes Dolzer, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich, Bilanz. Im Gespräch geht es nicht nur um das, was sichtbar umgesetzt wurde, sondern auch um jene Maßnahmen, die verhindert, entschärft oder praxistauglich gestaltet werden konnten. Gerade darin sieht Dolzer einen wesentlichen Teil erfolgreicher Interessenvertretung: „Man [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum 25-jährigen Bestehen des Fachverbands Finanzdienstleister zieht KommR Mag. Hannes Dolzer, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich, Bilanz. Im Gespräch geht es nicht nur um das, was sichtbar umgesetzt wurde, sondern auch um jene Maßnahmen, die verhindert, entschärft oder praxistauglich gestaltet werden konnten. Gerade darin sieht Dolzer einen wesentlichen Teil erfolgreicher Interessenvertretung: „Man sieht oft erst auf den zweiten Blick, was geleistet wurde, wenn etwas nicht gekommen ist.“</p>
<p><strong>25 Jahre Fachverband Finanzdienstleister – welches Resümee ziehen Sie?</strong></p>
<p>Für mich ist wesentlich, dass es in den vergangenen Jahren keine wirklich disruptiven Eingriffe gegeben hat, die ganze Geschäftsmodelle infrage gestellt hätten. Natürlich gab es Erschwernisse, vor allem im Bereich Organisation, Dokumentation und Regulierung. Aber es ist gelungen, vieles so zu gestalten, dass die Betriebe weiterhin arbeiten können.</p>
<p>Wenn man auf die Entwicklung zurückblickt, waren die Einführung der Weiterbildungsverpflichtung und der Versicherungspflicht einschneidende Schritte. Das war damals auch eine Reaktion auf die Entwicklungen rund um die Finanzkrise. Seither hat sich die Branche stark professionalisiert. Gleichzeitig ist es aber immer gelungen, überzogene oder nicht praxistaugliche Maßnahmen abzuwehren.</p>
<p><strong>Was meinen Sie konkret?</strong></p>
<p>Ein Beispiel ist das Thema Provisionsverbote. Es gab immer wieder politische und regulatorische Überlegungen in diese Richtung. Ein generelles Provisionsverbot hätte viele Betriebe massiv getroffen und auch den Zugang breiter Kundenschichten zu einer Beratung erschwert. Dass es in dieser Form nicht gekommen ist, ist ein wesentlicher Erfolg.</p>
<p>Ähnliches gilt für andere Eingriffe, etwa die Verpflichtung, bestimmte Tätigkeiten nur mehr in einer bestimmten Rechtsform, etwa als Kapitalgesellschaft, ausüben zu müssen. Auch solche Überlegungen konnten wir abwenden. Das ist für die Betriebe unmittelbar relevant, auch wenn es oft nicht so wahrgenommen wird.</p>
<p><strong>Wird diese Arbeit aus Ihrer Sicht zu wenig gesehen?</strong></p>
<p>Ja, das ist sicher ein Punkt. Wenn etwas verhindert oder entschärft wird, merkt man es im Alltag oft nicht. Dann entsteht manchmal der Eindruck, es sei nichts passiert. Dabei stecken hinter vielen Ergebnissen jahrelange Arbeit, viele Gespräche und sehr viel Abstimmung.</p>
<p>Wir müssen künftig noch klarer kommunizieren, was gefordert war und was am Ende tatsächlich gekommen ist. Es reicht nicht zu sagen: „Wir haben etwas erreicht.“ Man muss auch erklären: „Das wäre geplant gewesen, und das konnten wir verhindern oder praxistauglich verändern.“ Genau das wollen wir stärker sichtbar machen.</p>
<p><strong>Wo ist das besonders gut gelungen?</strong></p>
<p>Ein sehr positives Beispiel war das Wertpapierfirmengesetz. In das Gesetz ist vieles eingeflossen, was wir eingebracht haben. Das war ein Fall, bei dem wir sagen können: Die Gestaltung ist wirklich gut gelungen. Besonders wichtig war etwa die Möglichkeit, dass Wertpapierunternehmen unter bestimmten Voraussetzungen Kundengelder halten dürfen. Das ist für die Praxis ein wesentlicher Punkt. L<a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_07">esen Sie mehr in der risControl Juli 2026 Ausgabe. </a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wenn Risiken keine Landesgrenzen kennen</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/06/22/interview/wenn-risiken-keine-landesgrenzen-kennen-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 04:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Michael Sturmlechner, MBA, ist Geschäftsführer von Aon Österreich. Aon zählt zu den führenden globalen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen und unterstützt Unternehmen bei Risiko-, Versicherungs- und Vorsorgethemen. In mehr als 120 Ländern verbindet Aon internationale Expertise mit lokaler Marktkenntnis; in Österreich ist das Unternehmen mit rund 330 Kollegen an acht Standorten vertreten. Im Gespräch mit risControl spricht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://linkedin.com/in/michael-sturmlechner-03601390">Michael Sturmlechner</a>, MBA, ist Geschäftsführer von <a href="https://www.aon.com/austria">Aon Österreich</a>. Aon zählt zu den führenden globalen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen und unterstützt Unternehmen bei Risiko-, Versicherungs- und Vorsorgethemen. In mehr als 120 Ländern verbindet Aon internationale Expertise mit lokaler Marktkenntnis; in Österreich ist das Unternehmen mit rund 330 Kollegen an acht Standorten vertreten. Im Gespräch mit risControl spricht Sturmlechner über multinationale Risikostrukturen, Cyber- und Vertrauensschadenrisiken sowie die Frage, warum zentrale Steuerung und lokale Umsetzung für international tätige Unternehmen immer wichtiger werden</p>
<p><strong><em>Österreichische Unternehmen sind international stark vernetzt. Wo sehen Sie derzeit die größten Risiken für multinationale Unternehmen?</em></strong></p>
<p><strong>Michael Sturmlechner, AON:</strong> Man muss das aus meiner Sicht zweigeteilt sehen. Einerseits beschäftigen unsere Kunden aktuell Themen, auf die der klassische Versicherungs- und Beratermarktmarkt nur schwer Antworten geben kann: Zollpolitik, Geopolitik, Lieferketten, kriegerische Auseinandersetzungen, unsicherere Absatzmärkte oder auch die Rohstoffverfügbarkeit. Das sind aktuell unternehmerische Risiken, welchen mit wohl durchdachten und gezielten Unternehmensstrategien begegnet werden muss. Und darin ist die österreichische Unternehmenslandschaft enorm kreativ und resilient. Andererseits steigt gerade deshalb der Beratungsbedarf dort, wo Risikoabwälzung und Risikoberatung wirken können – etwa in den Bereichen internationaler Sach-/BU Lösungen, internationalen Haftpflichtlösungen, D&amp;O-Deckungen, Transportlösungen, bedarfsgerechten Cyberschutz und auch Modellen zur Finanzierung von Eigentragungen. AON ist in über 125 Ländern mit eigenen Kolleginnen und Kollegen vertreten. Dadurch begleiten wir Kunden aus Österreich heraus weltweit und steuern sogenannten Versicherungs-Programme zentral.</p>
<p><strong><em>Was bedeutet diese internationale Begleitung konkret?</em></strong></p>
<p><strong>Michael Sturmlechner, AON:</strong> Für international tätige Unternehmen ist oft entscheidend, dass Versicherungsschutz nicht in jedem Land isoliert betrachtet wird. Das Headquarter möchte den Überblick behalten und gleichzeitig sicherstellen, dass lokale Anforderungen erfüllt werden. Wenn etwa in China, den USA oder Asien eine Polizze angepasst werden muss oder ein Schaden eintritt, braucht es Ansprechpartner vor Ort, aber eine zentrale Steuerung aus Österreich. Genau diese Verbindung aus lokaler Präsenz und zentraler Koordination ist in der Praxis wesentlich. So können Entscheidungen schneller getroffen, Schäden effizient begleitet und Versicherungslösungen länderspezifisch umgesetzt werden. Darauf legen unsere Kunden zurecht größten Wert und dies macht unsere Profession aus.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_06"><b>Lesen Sie mehr in der aktuellen risControl Print Ausgabe 06 2026 </b></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Die Zukunft der Vermittlung beginnt jetzt“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/06/17/interview/die-zukunft-der-vermittlung-beginnt-jetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 07:30:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Versicherungsbranche verändert sich rasant. Digitalisierung, steigende Kundenanforderungen, Regulatorik und wachsender Effizienzdruck stellen Vermittler täglich vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig entstehen dadurch enorme Chancen für jene, die moderne Beratung mit digitalen Lösungen verbinden. Im Gespräch mit risControl erklärt Arno Slepice, warum Vermittler heute mehr denn je digitale Unterstützung brauchen, welche Möglichkeiten moderne Beratungsplattformen bieten und warum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Versicherungsbranche verändert sich rasant. Digitalisierung, steigende Kundenanforderungen, Regulatorik und wachsender Effizienzdruck stellen Vermittler täglich vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig entstehen dadurch enorme Chancen für jene, die moderne Beratung mit digitalen Lösungen verbinden.</p>
<p>Im Gespräch mit risControl erklärt Arno Slepice, warum Vermittler heute mehr denn je digitale Unterstützung brauchen, welche Möglichkeiten moderne Beratungsplattformen bieten und warum vermittlernetzwerk.at bewusst sowohl Privatkunden- als auch Firmenkundenberatung unterstützt.</p>
<p><strong>Herr Slepice, was war die ursprüngliche Idee hinter vermittlernetzwerk.at?</strong></p>
<p>Die Grundidee war relativ einfach: Wir wollten eine Plattform schaffen, die Vermittlern im Alltag tatsächlich hilft. Viele Vermittler kämpfen heute mit enormem Zeitaufwand für Beratung, Dokumentation, Recherche, Kundenkommunikation und Weiterbildung. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Kunden ständig. Wir wollten deshalb moderne Werkzeuge entwickeln, die Vermittler entlasten und gleichzeitig die Beratungsqualität verbessern. Wichtig war uns dabei, dass die Plattform praxisnah bleibt. Keine komplizierte IT-Lösung, sondern ein System, das Vermittler sofort nutzen können und das echten Mehrwert liefert.</p>
<p><strong>Was unterscheidet vermittlernetzwerk.at von anderen Plattformen?</strong></p>
<p>Viele Systeme konzentrieren sich primär auf Verwaltung oder Vergleichsprozesse. Unser Fokus liegt stärker auf Beratung, Kundenkommunikation und digitaler Unterstützung im Vertrieb.</p>
<p>Wir wollen Vermittlern helfen, moderner aufzutreten, professioneller zu beraten und gleichzeitig effizienter zu arbeiten.</p>
<p>Dabei decken wir bewusst sowohl die Privatkundenberatung als auch die Firmenkundenberatung ab. Genau diese Kombination macht die Plattform besonders spannend.</p>
<p>Ein Vermittler soll mit einer einzigen Plattform möglichst viele Bereiche seines Beratungsalltags professionell unterstützen können.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_06">Lesen Sie mehr in der aktuellen risControl Print Ausgabe 06 2026 </a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn Risiken keine Landesgrenzen kennen</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/06/09/interview/wenn-risiken-keine-landesgrenzen-kennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 14:39:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=26887</guid>

					<description><![CDATA[Michael Sturmlechner, MBA, ist Geschäftsführer von Aon Österreich. Aon zählt zu den führenden globalen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen und unterstützt Unternehmen bei Risiko-, Versicherungs- und Vorsorgethemen. In mehr als 120 Ländern verbindet Aon internationale Expertise mit lokaler Marktkenntnis; in Österreich ist das Unternehmen mit rund 330 Kollegen an acht Standorten vertreten. Im Gespräch mit risControl spricht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Michael Sturmlechner, MBA, ist Geschäftsführer von Aon Österreich. Aon zählt zu den führenden globalen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen und unterstützt Unternehmen bei Risiko-, Versicherungs- und Vorsorgethemen. In mehr als 120 Ländern verbindet Aon internationale Expertise mit lokaler Marktkenntnis; in Österreich ist das Unternehmen mit rund 330 Kollegen an acht Standorten vertreten. Im Gespräch mit risControl spricht Sturmlechner über multinationale Risikostrukturen, Cyber- und Vertrauensschadenrisiken sowie die Frage, warum zentrale Steuerung und lokale Umsetzung für international tätige Unternehmen immer wichtiger werden</p>
<p><strong>risControl:</strong> Österreichische Unternehmen sind international stark vernetzt. Wo sehen Sie derzeit die größten Risiken für multinationale Unternehmen?</p>
<p><strong>Michael Sturmlechner, AON:</strong> Man muss das aus meiner Sicht zweigeteilt sehen. Einerseits beschäftigen unsere Kunden aktuell Themen, auf die der klassische Versicherungs- und Beratermarktmarkt nur schwer Antworten geben kann: Zollpolitik, Geopolitik, Lieferketten, kriegerische Auseinandersetzungen, unsicherere Absatzmärkte oder auch die Rohstoffverfügbarkeit. Das sind aktuell unternehmerische Risiken, welchen mit wohl durchdachten und gezielten Unternehmensstrategien begegnet werden muss. Und darin ist die österreichische Unternehmenslandschaft enorm kreativ und resilient. Andererseits steigt gerade deshalb der Beratungsbedarf dort, wo Risikoabwälzung und Risikoberatung wirken können – etwa in den Bereichen internationaler Sach-/BU Lösungen, internationalen Haftpflichtlösungen, D&amp;O-Deckungen, Transportlösungen, bedarfsgerechten Cyberschutz und auch Modellen zur Finanzierung von Eigentragungen. AON ist in über 125 Ländern mit eigenen Kolleginnen und Kollegen vertreten. Dadurch begleiten wir Kunden aus Österreich heraus weltweit und steuern sogenannten Versicherungs-Programme zentral.</p>
<p><strong>risControl:</strong> Was bedeutet diese internationale Begleitung konkret?</p>
<p><strong>Michael Sturmlechner, AON:</strong> Für international tätige Unternehmen ist oft entscheidend, dass Versicherungsschutz nicht in jedem Land isoliert betrachtet wird. Das Headquarter möchte den Überblick behalten und gleichzeitig sicherstellen, dass lokale Anforderungen erfüllt werden. Wenn etwa in China, den USA oder Asien eine Polizze angepasst werden muss oder ein Schaden eintritt, braucht es Ansprechpartner vor Ort, aber eine zentrale Steuerung aus Österreich. Genau diese Verbindung aus lokaler Präsenz und zentraler Koordination ist in der Praxis wesentlich. So können Entscheidungen schneller getroffen, Schäden effizient begleitet und Versicherungslösungen länderspezifisch umgesetzt werden. Darauf legen unsere Kunden zurecht größten Wert und dies macht unsere Profession aus.</p>
<p><strong>risControl:</strong> Wie lassen sich solche Risiken für Geschäftsführung und Vorstand betriebswirtschaftlich greifbar machen?</p>
<p><strong>Michael Sturmlechner, AON:</strong> Zunächst muss man die sehr unterschiedlichen und länderspezifischen Rahmenbedingungen verstehen. In China gilt etwa „Cash before Cover“: Die Prämie muss bezahlt sein, bevor Deckung besteht. In anderen Ländern ist entscheidend, ob Versicherungsschutz aus dem Ausland – also in unserem Fall von einem Versicherer aus Österreich heraus – zulässig ist oder ob eine lokale Polizze zwingend notwendig wird. Man spricht hier von admitted- und non-admitted-Ländern. Solche rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen sind die Basis jeder Risikoberatung. Erst dann lässt sich beurteilen, welche Lösung wirtschaftlich sinnvoll ist.</p>
<p>Lesen Sie mehr in der nächsten Print Ausgabe von risControl.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Wachstum, Transformation und Human Touch</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/05/19/interview/zwischen-wachstum-transformation-und-human-touch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 12:37:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=26700</guid>

					<description><![CDATA[Jochen Zöschg führt seit Oktober 2025 die Europäische Reiseversicherung und Europ Assistance in Österreich. Im Gespräch mit risControl spricht er über Wachstum in einem reifen Markt, die stärkere Verzahnung von Versicherung und Assistance, den Ausbau des Vermittlergeschäfts und darüber, warum im Notfall trotz aller Digitalisierung der Mensch den Unterschied macht. Sie verantworten sowohl die Europäische [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://linkedin.com/in/jochen-zoeschg-b36b3827">Jochen Zöschg</a> führt seit Oktober 2025 die Europäische Reiseversicherung und Europ Assistance in Österreich. Im Gespräch mit risControl spricht er über Wachstum in einem reifen Markt, die stärkere Verzahnung von Versicherung und Assistance, den Ausbau des Vermittlergeschäfts und darüber, warum im Notfall trotz aller Digitalisierung der Mensch den Unterschied macht.</strong></p>
<p><strong>Sie verantworten sowohl die Europäische Reiseversicherung als auch Europ Assistance in Österreich. Was macht dieses Zusammenspiel aus Versicherung und Assistance so besonders?</strong><br />
Für mich sind das zwei Säulen, die gemeinsam eine Einheit bilden. Auf der einen Seite steht der Versicherer, der das finanzielle Risiko einer Reise abdeckt. Auf der anderen Seite steht der Assisteur, der hilft, wenn tatsächlich etwas passiert. Genau dieses Zusammenspiel macht unser Leistungsversprechen aus.<br />
In der Assistance gilt im Notfall ganz klar: Helfen geht vor. Natürlich wird auch geprüft, was gedeckt ist und was nicht. Aber zuerst geht es darum, einem Menschen in einer Ausnahmesituation zu helfen. Dafür haben wir ein weltweites Netzwerk, auf das wir zurückgreifen können. Dazu kommen Leistungen wie Telemedizin, die rasch Orientierung und Zugang zu medizinischer Versorgung schaffen. Gemeinsam mit der Versicherungssäule ist das für mich die Stärke dieses Modells.</p>
<p><strong>Was waren Ihre wichtigsten Prioritäten in den ersten 100 Tagen?</strong><br />
Mein erster Zugang war, die Menschen und damit das Unternehmen kennenzulernen. Ich habe mit allen rund 200 Mitarbeitern persönlich gesprochen, weil ich ein Gefühl dafür bekommen wollte, wie es dem Unternehmen geht und was uns in diesen beiden Säulen ausmacht.<br />
Der zweite Schwerpunkt war für mich die Touristik. Die Versicherungswirtschaft kannte ich, dort bringe ich Erfahrung und Netzwerk mit. Die Touristik war für mich neu, deshalb wollte ich die Entscheidungsträger dieser Branche kennenlernen.<br />
Und drittens ging es darum, mein Netzwerk in der Gruppe aufzubauen. Österreich ist Teil einer internationalen Organisation. Wenn man darin erfolgreich sein will, muss man die Dynamiken verstehen und sich entsprechend positionieren.</p>
<p><strong>Welche Prioritäten haben sich daraus abgeleitet?</strong><br />
Im Kern sind es drei Themen: Business, Transformation und People.<br />
Erstens geht es ums Geschäft. Wir sind Marktführer und wollen auf dieser Basis weiterwachsen und unser Geschäftsmodell in Österreich konsequent weiterentwickeln.<br />
Zweitens sind wir in einer Transformation – technisch, strukturell und auch kulturell. Wir wachsen in Österreich stärker zusammen und rücken zugleich näher an die internationale Gruppe heran. Das betrifft Prozesse, Systeme und Plattformen, bringt uns aber auch Zugang zu internationalem Know-how.<br />
Und drittens geht es um die Menschen.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_05">Lesen Sie mehr in der risControl Print Ausgabe 05 2026.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Staffelübergabe</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/04/13/interview/staffeluebergabe-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 09:05:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=26301</guid>

					<description><![CDATA[Christoph Bachlechner hat mit 1. April die Verantwortung für den Partnervertrieb der Wiener Städtischen von Gerhard Heine übernommen. Im Gespräch blicken beide auf Veränderungen im Vertrieb, die gewachsene Bedeutung regulatorischer Vorgaben und die Frage, was im Maklergeschäft trotz Digitalisierung, KI und neuer Prozesse unverändert geblieben ist: persönlicher Kontakt, Verlässlichkeit und Nähe zum Markt. Herr Heine, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Christoph Bachlechner hat mit 1. April die Verantwortung für den Partnervertrieb der Wiener Städtischen von Gerhard Heine übernommen. Im Gespräch blicken beide auf Veränderungen im Vertrieb, die gewachsene Bedeutung regulatorischer Vorgaben und die Frage, was im Maklergeschäft trotz Digitalisierung, KI und neuer Prozesse unverändert geblieben ist: persönlicher Kontakt, Verlässlichkeit und Nähe zum Markt.</p>
<p><strong>Herr Heine, was hat sich in Ihrer Zeit als Vertriebschef mit Blick auf Makler und Vermittler verändert, und was ist erstaunlich stabil geblieben?</strong></p>
<p><strong>Gerhard Heine:</strong><br />
Erstaunlich stabil geblieben ist zunächst einmal die Vermittlerschaft selbst. Viele, mit denen ich vor 35, eigentlich fast 38 Jahren zu tun hatte, sind bis heute in der Branche tätig. Insofern hat sich im Kern gar nicht so viel verändert. Was man aber schon sagen muss: Es ist sehr wenig Nachwuchs nachgekommen. Das ist mit ein Grund, warum die Szene heute insgesamt älter geworden ist.</p>
<p>Deutlich verändert haben sich hingegen die Rahmenbedingungen. In meinen Anfängen hatte ein Lebensantrag eine Vorder- und eine Rückseite. Heute ist die dazugehörige Dokumentation deutlich umfangreicher. Das ist Ausdruck der veränderten Regulatorik. Sie hat sicher zur Transparenz beigetragen, ist in manchen Bereichen aber auch sehr umfangreich geworden.</p>
<p>Was trotz aller Digitalisierung, KI und Chatbots unverändert geblieben ist, ist der persönliche Kontakt. Versicherung ist und bleibt ein Geschäft, in dem das gesprochene Wort, Vertrauen und Nähe eine große Rolle spielen. Deshalb ist es für uns auch so wichtig, mit unseren Landesdirektionen und unseren Partnerbetreuern in jedem Bundesland vor Ort vertreten zu sein.</p>
<p><strong>Welche Entscheidungen würden Sie heute wieder genauso treffen – und welche anders?</strong></p>
<p><strong>Gerhard Heine:</strong><br />
Definitiv dieselbe Entscheidung wie im Jahr 1988, in den Partnervertrieb zu wechseln. Dieser Job fordert und fördert einen gleichermaßen. Ich habe keinen Tag bereut, im Vertrieb tätig zu sein. Gravierende Fehlentscheidungen sehe ich rückblickend nicht – natürlich entscheidet man mit 30 Jahren Erfahrung anders als zu Beginn, aber im Großen und Ganzen stehe ich zu diesem Weg.</p>
<p><strong>Herr Bachlechner, Sie haben den Partnervertrieb von Gerhard Heine übernommen. Was ist Ihr Anspruch an die ersten 100 Tage?</strong></p>
<p><strong>Christoph Bachlechner:</strong><br />
Mein Ziel ist Kontinuität mit eigener Handschrift. Ich möchte den erfolgreichen Weg von Gerhard Heine weiterführen, aber klare Akzente setzen. Mein großes Anliegen ist die Partnerschaft auf Augenhöhe – intern wie extern. Ich werde in den ersten 100 Tagen intensiv das Gespräch mit unseren Partnern suchen, um strategische Initiativen auszubauen und auch neue Partner für uns zu gewinnen.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_04">Lesen Sie mehr in der April Print Ausgabe von risControl </a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Nähe ist unsere DNA – Digitalisierung unser Werkzeug“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/02/26/interview/naehe-ist-unsere-dna-digitalisierung-unser-werkzeug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 04:46:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=25787</guid>

					<description><![CDATA[Naturgefahren, steigende Regulierung und wachsende Erwartungen an Tempo und Transparenz verändern den Versicherungsmarkt spürbar. Die NV setzt dabei auf eine klare Linie: Der Kunde steht im Mittelpunkt – und die strategischen Leitplanken reichen von „Kunden begeistern“ über „Digitalisierung vorantreiben“ bis „Kultur stärken“. Generaldirektor Stefan Jauk spricht über die größten Risiko- und Ergebnistreiber, eine konsequente, aber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Naturgefahren, steigende Regulierung und wachsende Erwartungen an Tempo und Transparenz verändern den Versicherungsmarkt spürbar. Die NV setzt dabei auf eine klare Linie: Der Kunde steht im Mittelpunkt – und die strategischen Leitplanken reichen von „Kunden begeistern“ über „Digitalisierung vorantreiben“ bis „Kultur stärken“. Generaldirektor Stefan Jauk spricht über die größten Risiko- und Ergebnistreiber, eine konsequente, aber faire Zeichnungspolitik und den Wunsch nach proportionaler Regulierung. Vertriebsvorstand Stefan Wukovitsch, seit 1.1.2026 für die Vertriebsagenden verantwortlich, betont Qualität und Geschwindigkeit in der Zusammenarbeit mit Maklern und Partnern. Wie gelingt der Spagat zwischen gelebter Nähe vor Ort und digitalen Abschluss- und Servicestrecken – und welche gemeinsamen Prioritäten setzt der Vorstand für 2026?</strong></em></p>
<p><em><strong> </strong></em><strong>Generaldirektor Mag. Stefan Jauk, s</strong><strong>ie führen die NV seit 2021 als Generaldirektor – was hat sich seither in Ihrer strategischen Prioritätenliste am stärksten verschoben?</strong></p>
<p>Bei all meinen Entscheidungen und Handlungen steht der Kunde im Mittelpunkt, dies ist ein Grundsatz, der in der Vergangenheit an oberster Stelle stand und auch in Zukunft unsere Ausrichtung prägen wird. Im Rahmen unseres Strategieprozesses 2026, den wir 2021 gestartet haben, haben wir drei Säulen definiert: “Kunden begeistern”, “Digitalisierung vorantreiben” und “Kultur stärken”. Wir haben seitdem eine Vielzahl an Projekten und Maßnahmen verabschiedet und diese konsequent umgesetzt. Die Ergebnisse spüren unsere Kunden und unsere Mitarbeiter teilweise bereits. Die Prioritäten verschieben sich laufend, aber wir orientieren uns immer an den Bedürfnissen der Kunden.</p>
<p><strong>In welchen Sparten sehen Sie derzeit die größten Risiko- und Ergebnishebel (z. B. Naturgefahren, Kfz, Gewerbe) – und wie reagiert die NV in der Zeichnungspolitik?</strong></p>
<p>Jauk: Der größte Risiko- und Ergebnistreiber liegt aktuell klar bei den Naturgefahren – das Hochwasser 2024 hat dies deutlich gezeigt. Wir als NV waren mit rund 16.000 Einzelschäden mit einem Schadenvolumen von rund 90 Millionen Euro betroffen.  Schadenhäufigkeit und Intensität nehmen zu, Schadenszenarien werden komplexer und schwerer kalkulierbar. Unsere Antwort ist eine konsequente, aber faire Zeichnungspolitik: risikoadäquate Prämien, klare Bedingungen und laufende Anpassungen. Insbesondere im Gewerbe‑ und KMU‑Geschäft bieten wir lösungsorientierte, passgenaue Deckungskonzepte. Für Makler ist Transparenz entscheidend – sie müssen klar erkennen können, welche Risiken wir tragen können.</p>
<p><strong>Wo sehen Sie aktuell den größten Regulierungs- bzw. Aufsichts-Impact auf mittelgroße Versicherer – und was wünschen Sie sich an Rahmenbedingungen?</strong></p>
<p>Jauk: Regulierung ist wichtig und richtig, aber Überregulierung führt zu einer nicht zielführenden Komplexität und einem massiven Kostenauftrieb im Geschäft. Der größte Einfluss kommt aktuell aus den steigenden Transparenz- und Dokumentationspflichten sowie einer dichteren aufsichtsrechtlichen Kontrolle zentraler Prozesse. Für mittelgroße Versicherer bedeutet das einen erheblichen organisatorischen Mehraufwand.</p>
<p>Ich wünsche mir eine proportionale Regulierung, die Größe und Komplexität berücksichtigt. So können regionale Versicherer ihre Stärken ausspielen:  Qualität, individuelle Lösungen und schnelle Entscheidungen vor Ort.</p>
<p><strong>Vertriebsvorstand Mag. (FH) Stefan Wukovitsch, S</strong><strong>ie wurden im Herbst in den Vorstand berufen und übernahmen per 1.1.2026 die Vertriebsagenden – welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?</strong></p>
<p>Wukovitsch: Mir sind zwei Dinge besonders wichtig: eine hohe Qualität und Geschwindigkeit in der Kooperation mit unseren Vertriebspartnern. Dies erreichen wir durch klar strukturierte, verlässliche Vertriebsprozesse und kompetente Ansprechpartner in der NV. Makler und Kooperationspartner sollen erleben, dass die NV erreichbar, entscheidungsstark und lösungsorientiert agiert und sich kontinuierlich verbessert.  Wir entwickeln unsere internen Abläufe laufend weiter, um einfacher, schneller und konsistenter zu werden.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_02_2026">Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen risControl Print Ausgabe Februar 2026.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Revolution des Makler-Business</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/02/23/interview/revolution-des-makler-business/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 13:43:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=25784</guid>

					<description><![CDATA[Die seit zwei Jahrzehnten erfolgreiche Abwicklungsplattform ARISECUR erweitert Ihr Geschäftsmodell. Wir haben mit Andreas Büttner, Geschäftsführer der ARISECUR GmbH, darüber gesprochen. Was war der ausschlaggebende Punkt, jetzt den nächsten Schritt zu setzen?  Andreas Büttner: ARISECUR ist seit dem Jahr 2006 als Abwicklungsplattform für Vermittler in Österreich tätig. In dieser Zeit hat sich der Markt deutlich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Die seit zwei Jahrzehnten erfolgreiche Abwicklungsplattform ARISECUR erweitert Ihr Geschäftsmodell. Wir haben mit Andreas Büttner, Geschäftsführer der ARISECUR GmbH, darüber gesprochen.</strong></em></p>
<p><strong>Was war der ausschlaggebende Punkt, jetzt den nächsten Schritt zu setzen? </strong></p>
<p>Andreas Büttner: ARISECUR ist seit dem Jahr 2006 als Abwicklungsplattform für Vermittler in Österreich tätig. In dieser Zeit hat sich der Markt deutlich verändert. Der Großteil der österreichischen Versicherungsmakler ab einem bestimmten Umsatzvolumen bevorzugt heute Direktvereinbarungen mit Versicherungsunternehmen.</p>
<p>Gleichzeitig sind die Anforderungen an Digitalisierung, Automatisierung und Datenqualität massiv gestiegen. Daten- und Dokumentenverarbeitung sind komplexer denn je. Makler benötigen daher einen Partner, der diese Services professionell und effizient übernimmt – auch dann, wenn sie bewusst auf Direktvereinbarungen setzen. Genau diese Marktlücke adressieren wir jetzt.</p>
<p><strong>Was steckt hinter der Ergänzung beziehungsweise dem neuen Modell?</strong></p>
<p>In Österreich gibt es aktuell rund 3.970 aktive Mitglieder im Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten. ARISECUR arbeitet derzeit mit rund 950 Vermittlerbetrieben zusammen.</p>
<p>Viele Maklerbetriebe mit Direktvereinbarungen benötigen weiterhin die Unabhängigkeit und Flexibilität eines leistungsfähigen Verwaltungssystems, möchten aber gleichzeitig nicht auf die Effizienz, Skalierbarkeit und Servicequalität eines starken Netzwerks verzichten. Daraus ergab sich die konsequente Weiterentwicklung unseres Angebots: ergänzend zur reinen Abwicklungsplattform, einer Service- und Einkaufsgemeinschaft für Makler mit Direktvereinbarungen.</p>
<p><strong>Für welche Vermittlungsmodelle ist das Plattformmodell weiterhin das beste Fit – und für wen ist das neue Modell besonders interessant?</strong></p>
<p>Während unser klassisches Plattformmodell auf Partner mit ein bis drei Mitarbeitern und auf Vertriebe jeder Größe ausgerichtet ist, haben wir mit dem ARISECUR Service Modell eine Lösung für kapitalstarke und bestandsprägende Unternehmen mit einem jährlichen Provisionsumsatz von bis zu EUR 250.000 geschaffen. Wir richten uns damit gezielt an etablierte Betriebe mit komplexen Strukturen, die unsere technologische Infrastruktur als Beschleuniger nutzen wollen, während sie ihre gewachsenen Direktanbindungen und ihre unternehmerische Autonomie vollständig wahren.</p>
<p><strong>Was genau verstehen Sie unter Datenservices für Versicherungsmakler mit Direktvereinbarungen, was wird angeboten und welche Module sind verfügbar bzw.  buchbar?</strong></p>
<p>Unter Datenservices verstehen wir die vollautomatisierte, standardisierte und qualitätsgesicherte Verarbeitung sämtlicher Bestands- und Bewegungsdaten aus Direktvereinbarungen.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_02_2026">Lesen Sie mehr in der aktuellen Print Ausgabe von risControl. </a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Lösungen entstehen am Markt, nicht am Reißbrett“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/02/23/interview/loesungen-entstehen-am-markt-nicht-am-reissbrett/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 04:38:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=25781</guid>

					<description><![CDATA[Vom CFO zum CEO: René Unger  hat das Steuer bei Zurich Österreich übernommen. Wer jedoch einen reinen Fokus auf Bilanzen erwartet, wird überrascht sein. Im Interview spricht er darüber, warum für ihn hinter jeder Kennzahl ein Mensch steht, wie er analytische Stärke mit Empathie verknüpfen will und weshalb eine lebendige Fehlerkultur der Schlüssel für die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vom CFO zum CEO: René Unger  hat das Steuer bei Zurich Österreich übernommen. Wer jedoch einen reinen Fokus auf Bilanzen erwartet, wird überrascht sein. Im Interview spricht er darüber, warum für ihn hinter jeder Kennzahl ein Mensch steht, wie er analytische Stärke mit Empathie verknüpfen will und weshalb eine lebendige Fehlerkultur der Schlüssel für die künftige Weiterentwicklung des Unternehmens ist. Ein Gespräch über Kontinuität, neue Handschriften und den Mut, Risiken aktiv zu gestalten.</em></p>
<p>Sie übernehmen das Steuer von Luciano Cirinà, der eine globale Rolle im Konzern einnimmt. Welche drei Akzente Ihrer Vorgänger-Ära wollen Sie unbedingt beibehalten, und wo werden wir eine neue ‚Handschrift Unger‘ sehen?</p>
<p><em>Ganz zentral war und ist die Marktnähe: wir wollen mit unseren Mitarbeitenden und Maklerbetreuern vor Ort sein. Auch unseren Kundenfokus werde ich natürlich beibehalten: Unsere Kundinnen und Kunden sowie unsere Vertriebspartner stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Ihr Vertrauen ist unser wichtigstes Gut. Ein weiterer Eckpfeiler unseres Erfolgs ist unsere offene und unterstützende Unternehmenskultur. Die Zusammenarbeit über Bereiche hinweg und ein gemeinsamer Spirit machen uns stark. In der Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartner ist uns die Zusammenarbeit auf Augenhöhe wichtig.</em></p>
<p><em>Wo ich künftig noch stärker einen Akzent setzen möchte: Ich bin überzeugt davon, dass eine lebendige Fehlerkultur ganz zentral für die Weiterentwicklung ist. Sowohl persönlich für den einzelnen Menschen, aber auch für eine Organisation. Ich möchte daher daran arbeiten, dass wir ein Umfeld schaffen, in dem Mitarbeitende noch offener über Fehler sprechen können. Nur so lernen wir miteinander und voneinander und werden jeden Tag besser.</em></p>
<p>Vom CFO zum CEO: Sie kennen die Zahlen der Zurich Österreich als ehemaliger CFO in- und auswendig. Wie hilft Ihnen dieser ‚Zahlen-Blick‘ dabei, die emotionalen Themen wie Marke und Kundenbindung neu zu bewerten?</p>
<p><em>Ja, als ehemaliger CFO kenne ich die Zahlen und Fakten sehr genau. Dieses Wissen ist für mich eine wertvolle Grundlage. Es hilft, Chancen und Risken realistisch einzuschätzen und unternehmerisch kluge Entscheidungen zu treffen. Doch gerade bei emotionalen Themen wie Marke und Kundenbindung ist es wichtig, den Blick zu erweitern. Zahlen zeigen Trends und Ergebnisse, aber hinter jedem Wert stehen Menschen: unsere Kundinnen und Kunden, unsere Vertriebspartner sowie unsere Mitarbeitenden. Für mich bedeutet der Wechsel vom CFO zum CEO daher auch, die Zahlen mit den Emotionen und Erwartungen unserer Zielgruppen zu verbinden. Es gilt, Zuhören und Empathie mit analytischer Stärke zu verknüpfen. Nachhaltiger Erfolg entsteht, wenn Herz und Verstand Hand in Hand gehen. Eine starke Marke spielt da eine ganz wesentliche Rolle. Sie ist das Fundament für das Vertrauen von Kundinnen und Kunden, Partnern und Mitarbeitenden. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt.</em></p>
<p>Welche Sparten im österreichischen Markt bieten aktuell das größte Potenzial, um die Profitabilität weiter zu steigern, ohne das Risiko zu erhöhen?</p>
<p><em>Ich denke, das Wichtigste ist eine klare und breite Differenzierung im Portfolio. Das verschafft uns die nötige Flexibilität, um Chancen zu nutzen und uns auf unterschiedliche Anforderungen einzustellen. Geschäftsmöglichkeiten ganz ohne Risiko sind selten und letztendlich ist das Managen von Risken ja auch unser Kerngeschäft. Darin liegt unsere Stärke: Wir gehen verantwortungsvoll mit Risken um, analysieren sie sorgfältig und entwickeln gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden passende Absicherungsstrategien. Nachhaltiger Geschäftserfolg entsteht, wenn wir Risken nicht ausblenden, sondern sie aktiv gestalten und managen. Ein Thema, in dem ich tatsächlich viel Potenzial sehe, ist die Vorsorge. Wir haben im letzten Jahr damit begonnen, hier gezielt Frauen anzusprechen, weil diese in Österreich eine deutlich größere Vorsorgelücke haben im Vergleich zu Männern. Auch in den Lösungen zur betrieblichen Altersvorsorge gibt es weiterhin viel Potenzial. Das staatliche Pensionssystem steht unter Druck, daher kommt der ergänzenden betrieblichen Vorsorge eine wichtige Rolle zu. Für Unternehmen bietet sie zudem ein entscheidendes Potenzial zur Mitarbeiterbindung.</em></p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_02_2026">Lesen Sie mehr in der Februar Print Ausgabe von risControl. </a></p>
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