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	<title>Kommentar &#8211; risControl</title>
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	<description>Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation</description>
	<lastBuildDate>Mon, 17 Aug 2026 06:38:15 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Kommentar &#8211; risControl</title>
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	<item>
		<title>Neue Euro-Banknoten: Beethoven oder Bienenfresser?</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/17/kommentar/neue-euro-banknoten-beethoven-oder-bienenfresser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 06:38:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Europäische Zentralbank EZB gestaltet nach 20 Jahren die Euro-Banknoten neu. Sie sollen sicherer, nachhaltiger, zugänglicher, inklusiver und für alle Europäer ansprechender werden. Aktuell lädt die EZB alle EU-Bürger ein, über die zehn Gestaltungsentwürfe abzustimmen. Gründliche Vorbereitung Bereits Ende November 2023 wählte der EZB-Rat zwei mögliche Themen für die neugestalteten Euro-Banknoten aus: „Europäische Kultur“ und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Zentralbank EZB gestaltet nach 20 Jahren die Euro-Banknoten neu. Sie sollen sicherer, nachhaltiger, zugänglicher, inklusiver und für alle Europäer ansprechender werden. Aktuell lädt die EZB alle EU-Bürger ein, über die zehn Gestaltungsentwürfe abzustimmen.</p>
<p><strong>Gründliche Vorbereitung</strong></p>
<p>Bereits Ende November 2023 wählte der EZB-Rat zwei mögliche Themen für die neugestalteten Euro-Banknoten aus: „Europäische Kultur“ und „Flüsse und Vögel“. Nach einem Design-Wettbewerb sowie den Berichten einer Themen- und Motivberatungsgruppe erfolgte im Januar 2025 die Auswahl der zugehörigen Motive.</p>
<p><strong>Europäische Kultur</strong></p>
<p>Europas reiches kulturelles Erbe und seine dynamische Kultur- und Kreativszene soll die gemeinsame europäische Identität stärken. In diesem Sinne finden wir in dieser Motivserie unter anderem Maria Callas und Straßenkünstler (5 Euro), Ludwig van Beethoven und einen Kinderchor (10 Euro) sowie Leonardo da Vinci und Streetart (100 Euro).</p>
<p><strong>Flüsse und Vögel</strong></p>
<p>Flüsse und Vögel kennen keine Grenzen. Sie stehen für die Freiheit und Einheit der Menschen in Europa und symbolisieren unsere Naturverbundenheit. Zugehörige Motive sind Gebirgsquelle und Mauerläufer mit dem EU-Parlament (5 Euro), Flusstal und Bienenfresser mit der EZB (20 Euro) sowie Meereslandschaft mit Basstölpel und EU-Rechnungshof.</p>
<p>Die endgültige Entscheidung über das Aussehen der neuen Banknotenserie dürfte gegen Ende 2026 fallen. Dann beginnen Entwicklung und Herstellung der Banknoten. Es werden allerdings noch mehrere Jahre vergehen, bis wir die ersten neuen Banknoten in unseren Händen halten können, schreibt die EZB. Gut Ding braucht eben Weile.</p>
<p>Falls Sie an der Online-Umfrage teilnehmen möchten, hier der Link zur Umfrage:</p>
<p><a href="https://surveys.ecb.europa.eu/10b/neweuro/">https://surveys.ecb.europa.eu/10b/neweuro/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Biometrie wird neu vermessen</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/13/kommentar/biometrie-wird-neu-vermessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2026 09:29:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Die aktuelle Ausgabe von risControl widmet sich im Hauptthema der biometrischen Absicherung. Berufsunfähigkeit, schwere Erkrankungen, Pflege, Ableben und Einkommensausfälle zählen zu den Risiken, die eine finanzielle Planung grundlegend verändern können. Gleichzeitig eröffnen medizinischer Fortschritt und eine genauere Datenauswertung neue Möglichkeiten – werfen aber auch Fragen nach Versicherbarkeit, Verantwortung und dem Schutz sensibler Informationen auf. In [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="isSelectedEnd">Die aktuelle Ausgabe von risControl widmet sich im Hauptthema der biometrischen Absicherung. Berufsunfähigkeit, schwere Erkrankungen, Pflege, Ableben und Einkommensausfälle zählen zu den Risiken, die eine finanzielle Planung grundlegend verändern können. Gleichzeitig eröffnen medizinischer Fortschritt und eine genauere Datenauswertung neue Möglichkeiten – werfen aber auch Fragen nach Versicherbarkeit, Verantwortung und dem Schutz sensibler Informationen auf.</p>
<p>In seinem Beitrag „Biometrie wird neu vermessen“ beleuchtet <a href="http://linkedin.com/in/rené-schachinger-537bba130">René Schachinger</a> das Spannungsfeld zwischen besserer Vorsorge und dem gläsernen Kunden. Er zeigt, warum Biometrie kein Randthema der Beratung sein darf und weshalb sich die Zukunft dieses Bereichs nicht allein an präziseren Risikomodellen entscheiden wird. Entscheidend ist, ob Daten tatsächlich zu besserer Absicherung führen – oder lediglich zu einer genaueren Selektion.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_08_ee4f0af95813e5">Lesen Sie hier mehr! </a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aus für irreführende Umweltaussagen</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/05/kommentar/aus-fuer-irrefuehrende-umweltaussagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 13:01:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Greenwashing ist der EU schon lange ein Dorn im Auge. Daher schiebt die europäische EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumer for the Green Transition) irreführenden „grünen“ Marketingaussagen einen Riegel vor. Diese EU-Richtlinie wurde Ende Juli 2026 im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb UWG in nationales Recht übernommen und ist ab 27. September 2026 anzuwenden. Aus für grüne Werbelügen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Greenwashing ist der EU schon lange ein Dorn im Auge. Daher schiebt die europäische EmpCo-Richtlinie (<em>Empowering Consumer for the Green Transition</em>) irreführenden „grünen“ Marketingaussagen einen Riegel vor. Diese EU-Richtlinie wurde Ende Juli 2026 im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb UWG in nationales Recht übernommen und ist ab 27. September 2026 anzuwenden.</p>
<p><strong>Aus für grüne Werbelügen</strong></p>
<p>Grundsätzlich sind irreführende Werbeaussagen gegenüber Konsumenten bereits heute verboten. Mit dem novellierten UWG werden nun alle Arten von freiwilligen Umweltaussagen über künftige Umweltleistungen gegenüber Verbrauchern – Texte, Bilder, Grafiken und Symbole wie Etiketten, Marken- und Firmennamen sowie Produktbezeichnungen – gezielt strenger reglementiert.</p>
<p>Umweltaussagen gelten künftig als irreführend, wenn sie (verkürzt gesagt) nicht klar und objektiv sowie öffentlich überprüfbar sind. Darunter fallen auch Aussagen, wonach Produkte, Dienstleistungen oder Unternehmen positive oder keine Auswirkungen auf die Umwelt haben oder im Vergleich zu anderen weniger umweltschädlich sind.</p>
<p>Nachhaltigkeitssiegel, also freiwillige Gütezeichen oder Ähnliches, sind nur mehr zulässig, wenn sie auf einem Zertifizierungssystem basieren, das es Dritten ermöglicht, die getätigten Aussagen zu überprüfen.</p>
<p><strong>Keine Schonfrist für Dienstleistungen</strong></p>
<p>Das Gesetz sieht eine Übergangsregelung vor. Bezüglich Waren können zivilrechtliche Ansprüche wegen Verstößen bis drei Jahre nach Inkrafttreten des neuen UWG nur dann geltend gemacht werden, wenn die betroffenen Waren nach dem 27. September 2026 in Verkehr gebracht worden sind. Diese Schonfrist gilt aber nicht für Dienstleistungen. Nachhaltig gesinnte Finanzdienstleister sollten also ihre Firmenlogos, Internetseiten und Werbetexte auf eventuell irreführende Umweltaussagen hin prüfen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Fortsetzung der Zinswende vertagt</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/03/kommentar/fortsetzung-der-zinswende-vertagt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 11:11:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Der EZB-Rat ließ am 23. Juli alle drei Leitzinsen unverändert. Der Einlagenzins bleibt nach der Anhebung im Juni bei 2,25 %, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,40 % und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,65 %. Auf den ersten Blick ist das nachvollziehbar: Die Inflation im Euroraum sank von 3,2 % im Mai auf 2,8 % im Juni, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der EZB-Rat ließ am 23. Juli alle drei Leitzinsen unverändert. Der Einlagenzins bleibt nach der Anhebung im Juni bei 2,25 %, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,40 % und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,65 %. Auf den ersten Blick ist das nachvollziehbar: Die Inflation im Euroraum sank von 3,2 % im Mai auf 2,8 % im Juni, die Nahrungsmittelteuerung von 1,9 auf 1,5 %. Doch Geldpolitik muss vorausblicken – und genau hier wirkt die EZB zu zögerlich.</p>
<p><strong>Abwarten trotz Warnsignalen</strong></p>
<p>Die Notenbank räumt selbst ein, dass die inflationären Folgen des Energieschocks noch nicht vollständig sichtbar sind und die Risiken nach oben weisen. Bemerkenswert offen sagte Lagarde – in deutscher Übersetzung: „Wäre es nur eine Frage der Besorgnis, hätten wir die Zinsen angehoben.“ Einige Ratsmitglieder stellten im Juli die Frage, ob eine Zinserhöhung erwogen werden sollte. Der EZB-Rat entschied sich jedoch einstimmig für unveränderte Leitzinsen. Dieses Warten ist riskant. Am Sitzungstag notierte Brent-Öl wieder um 100 USD je Barrel. Lagarde bezeichnete die jüngsten Entwicklungen als alarmierend. Für die September-Sitzung hat die EZB vertiefte Analysen zu den Öl- und Gaspreisen angefordert. Zugleich warnt sie, dass länger anhaltend hohe Energiepreise über indirekte und Zweitrundeneffekte die Inflation verbreitern können.</p>
<p><strong>Neuer Druck vom Acker</strong></p>
<p>Noch ist die Nahrungsmittelinflation im Euroraum moderat. An den Weltmärkten entstehen jedoch neue Risiken. Der FAO-Nahrungsmittelpreisindex sank im Juni zwar um 0,3 %, doch Pflanzenöle verteuerten sich binnen eines Monats um 3,8 % und binnen eines Jahres um 23,3 %. Fleisch erreichte ein Rekordhoch und lag 4,0 % über dem Vorjahr; Reis wurde im Juni um 3,2 % teurer.</p>
<p>Hinzu kommt El Niño. Die FAO erwartet das Wetterphänomen bis Anfang 2027 und warnt vor Trockenheit in Teilen Afrikas, Asiens und Mittelamerikas. Die globale Weizenernte soll 2026 um 4,3 % auf 806,5 Mio. Tonnen sinken. Höhere Energie- und Betriebsmittelkosten könnten den Effekt verschärfen. Die EZB selbst warnt, dass Hitzewellen und Extremwetter Nahrungsmittel stärker verteuern könnten als erwartet.</p>
<p><strong>50 Basispunkte als Risiko</strong></p>
<p>Die nächste Zinsentscheidung fällt am 10. September in Berlin. Der Markt rechnete zuletzt nahezu vollständig mit einer Erhöhung um 25 Basispunkte und mit einem weiteren Schritt bis Jahresende. Sollten Öl, Gas und Agrarpreise gleichzeitig anziehen und die nächsten Inflationsdaten überraschen, könnte die EZB jedoch unter Zugzwang geraten. Eine Anhebung um 50 Basispunkte ist nicht das Basisszenario, aber ein ernst zu nehmendes Risiko.</p>
<p>Die EZB will datenabhängig handeln. Wer aber erst reagiert, wenn der Preisschock in allen Statistiken angekommen ist, läuft den Daten hinterher. Ein vorsorglicher kleiner Schritt im Juli wäre glaubwürdig gewesen. Sollte es erforderlich sein, dem entfalteten Gefahrenpotenzial im September hektisch nachzusteuern, könnte dies Stoff für kritische Debatten werden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Grüne“ Finanzprodukte: Überarbeitung zieht sich</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/07/06/kommentar/gruene-finanzprodukte-ueberarbeitung-zieht-sich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 13:10:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 10. März 2021 definiert die EU-Offenlegungsverordnung (Sustainable Finance Disclosure Regulation SFDR) nachhaltige Finanzprodukte gemäß Artikel 8 und 9. Besonders gelungen sind diese Definition nicht, daher hat sie die EU-Kommission bereits 2023 einem Review unterzogen. Seit November 2025 legen Vorschläge für neue Produktklassifizierungen vor, die der EU-Rat am 24. Juni 2026 als Grundlage für seine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 10. März 2021 definiert die EU-Offenlegungsverordnung (<em>Sustainable Finance Disclosure Regulation SFDR</em>) nachhaltige Finanzprodukte gemäß Artikel 8 und 9. Besonders gelungen sind diese Definition nicht, daher hat sie die EU-Kommission bereits 2023 einem Review unterzogen. Seit November 2025 legen Vorschläge für neue Produktklassifizierungen vor, die der EU-Rat am 24. Juni 2026 als Grundlage für seine Verhandlungen mit dem EU-Parlament festlegt. Eilig hat es augenscheinlich niemand.</p>
<p>Ziel der Überarbeitung ist es, den Verwaltungsaufwand zu verringern und Anlegern zu helfen, nachhaltige Finanzprodukte besser zu verstehen und zu vergleichen. Die EU erhofft sich, dass Investitionen besser auf Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und andere strategische politische Ziele der Union ausgerichtet werden.</p>
<p>„Durch die Aktualisierung und Vereinfachung der geltenden Vorschriften werden die Finanzmarktteilnehmer in der Lage sein, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen klarer zu kommunizieren und das Vertrauen der Anleger zu gewinnen. Anleger werden nachhaltige Finanzprodukte leichter verstehen und vergleichen können.“, meint Makis Keravnos, Finanzminister der Republik Zypern.</p>
<p>Drei neue Kategorien von Finanzprodukten soll es zukünftig geben:</p>
<ul>
<li>„<strong>nachhaltig</strong>“: Produkte, die zu Nachhaltigkeitszielen beitragen, wie etwa Investitionen in Unternehmen, die bereits hohe Standards erfüllen</li>
<li>„<strong>Transition</strong>“: Produkte, die Investitionen in Unternehmen lenken, die zwar noch nicht nachhaltig sind, sich aber auf einem glaubwürdigen Weg dorthin befinden</li>
<li><strong>ESG-Basis</strong>: alle Produkte, die zwar ESG-Ansätze integrieren, aber die Kriterien der Kategorien „nachhaltig“ oder „Übergang“ nicht erfüllen</li>
</ul>
<p>Diese Kategorien sollen die derzeit bestehenden Artikel 8/9-Produkte ersetzen, die laut EU-Rat nachweislich zu „Greenwashing“ geführt haben. Unbeantwortet bleibt unter anderem die Frage, wie heutige Artikel 8/9-Produkte umklassifiziert werden sollen. Zu hoffen bleibt weiteres, dass der europäische Gesetzgeber auch die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen rechtzeitig überarbeitet, denn sonst entsteht noch mehr Chaos.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EU-Rat will PEPP wiederbeleben</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/06/30/kommentar/eu-rat-will-pepp-wiederbeleben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 14:30:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Pan-European Personal Pension Product PEPP ist ein 2019 eingeführtes, EU-weites freiwilliges Altersvorsorgeprodukt, das bestehende staatliche und betriebliche Rentensysteme sowie nationale private Altersvorsorgesysteme ergänzen kann. Oder besser gesagt ergänzen sollte. Denn das von der Politik ersonnene Produkt fristet aufgrund mehrerer Konstruktionsfehler ein veritables Schattendasein. Die EIOPA (EU-Versicherungsaufsicht) kennt auf ihrer Internetseite gerade einmal zwei (!) [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Pan-European Personal Pension Product PEPP ist ein 2019 eingeführtes, EU-weites freiwilliges Altersvorsorgeprodukt, das bestehende staatliche und betriebliche Rentensysteme sowie nationale private Altersvorsorgesysteme ergänzen kann. Oder besser gesagt ergänzen sollte. Denn das von der Politik ersonnene Produkt fristet aufgrund mehrerer Konstruktionsfehler ein veritables Schattendasein. Die EIOPA (EU-Versicherungsaufsicht) kennt auf ihrer Internetseite gerade einmal zwei (!) Anbieter von PEPP-Produkten.</p>
<p><strong>Wiederbelebung</strong></p>
<p>In einer Pressemitteilung vom 24. Juni 2026 teilt der EU-Rat mit, dass er PEPP mit einer Überprüfung der Rahmenbedingungen PEPP für Sparer attraktiver, zugänglicher und einfacher gestalten möchte. Bestehende Anforderungen und Gestaltungsmerkmale, die die Akzeptanz des PEPP bisher behindert haben, sollen beseitigt werden. Das hohe Maß an Verbraucherschutz soll gewährleistet bleiben. „Bei richtiger Nutzung haben EU-weite Altersvorsorgesysteme das Potenzial, die Anlagemöglichkeiten für den Ruhestand zu erweitern und gleichzeitig Kapital in die breitere, produktive Wirtschaft zu lenken.“, gibt sich <em>Makis Keravnos</em>, Finanzminister der Republik Zypern, überzeugt.</p>
<p><strong>Konstruktionsfehler beseitigen</strong></p>
<p>Bei Basis-PEPP soll die Pflicht zum Anbieten einer Anlageberatung aufgehoben werden, Beratungen sollen nur mehr auf Wunsch der Kunden erfolgen. Dies sei entscheidend, um Basis-PEPPs zu reinen Ausführungsgeschäften zu machen, die online vertrieben werden können. Fruchtet diese Idee, könnten PEPP zur starken Konkurrenz klassischer Pensionsvorsorge-Berater werden. Die Gebühren-Obergrenze von 1 % p.a. soll aufgehoben werden, da sie derzeit die wirtschaftliche Rentabilität für Anbieter – und die Attraktivität für den Versicherungsvertrieb – massiv einschränkt. Weiters sollen Anlegebeschränkungen aufgeweicht werden, um Basis-PEPP flexibler zu machen.</p>
<p><strong>Geduld gefragt</strong></p>
<p>Die Überarbeitung der lebenden Leiche PEPP zieht sich seit Jahren wie Kaugummi dahin. Erst 2027 soll es das überarbeitete PEPP geben. Ob sich Anbieter, Anleger und Vermittler dann mehr dafür interessieren als in der Vergangenheit, bleibt abzuwarten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Beamtenfußball mit Compliance-Overlay</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/06/22/kommentar/beamtenfussball-mit-compliance-overlay/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 12:51:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Compliance-Wahn hat nun auch die Fußball-Weltmeisterschaft heimgesucht. Was früher als globales Hochamt des Sports galt, wirkt zunehmend wie ein hochreguliertes Eventprodukt, bei dem Risiko, Emotion und Spontaneität systematisch herausgefiltert werden. Aus einst spannenden, actiongeladenen Spielen werden gezähmte Partien, die streckenweise mehr an eine Mischung aus Golf und Schach erinnern als an ein Turnier, das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Compliance-Wahn hat nun auch die Fußball-Weltmeisterschaft heimgesucht. Was früher als globales Hochamt des Sports galt, wirkt zunehmend wie ein hochreguliertes Eventprodukt, bei dem Risiko, Emotion und Spontaneität systematisch herausgefiltert werden. Aus einst spannenden, actiongeladenen Spielen werden gezähmte Partien, die streckenweise mehr an eine Mischung aus Golf und Schach erinnern als an ein Turnier, das die Welt elektrisieren soll.</p>
<p>Natürlich braucht Fußball Regeln. Ohne Regeln gibt es kein Spiel, sondern Willkür. Doch der Unterschied zwischen notwendiger Ordnung und erstickender Regelverwaltung ist inzwischen deutlich spürbar. Videoüberprüfungen, technische Linienkontrollen, Handspielanalysen, Disziplinarvorgaben, Trinkpausen und minutiös durchgeplante Eventabläufe sollen Fairness, Sicherheit und Transparenz erhöhen. In der Praxis entsteht aber häufig das Gegenteil dessen, was Fußball groß gemacht hat: weniger Spielfluss, weniger Instinkt, weniger unmittelbare Emotion.</p>
<p>Diese WM wirkt streckenweise wie Beamtenfußball mit Compliance-Overlay: technisch korrekt, minutiös überwacht, aber emotional ausgedünnt. Was als Fairness verkauft wird, nimmt dem Spiel zunehmend Tempo, Risiko und Seele. Statt Spielfluss dominiert Regelverwaltung. Statt Instinktentscheidung herrscht VAR-Absicherung. Statt Rhythmus gibt es Unterbrechungen. Statt Emotion folgt Disziplinarkontrolle. Statt Turnierdrama bekommt man Eventmanagement. Und statt Fußballseele bleibt eine Hochglanzproduktion, die sich selbst wichtiger nimmt als das Spiel.</p>
<p>Der Fußball wird dadurch nicht automatisch gerechter, sondern oft nur steriler. Denn Gerechtigkeit im Sport besteht nicht allein darin, jede Millimeterentscheidung technisch nachzuverfolgen. Sie lebt auch davon, dass ein Spiel atmet, dass sich Dynamik entwickeln kann, dass Fehler Teil des Dramas bleiben und dass Spieler, Fans und Schiedsrichter nicht zu permanent überwachten Funktionsträgern degradiert werden. Wenn jede Emotion unter Verdacht steht und jede strittige Szene in eine technische Prüfsequenz mündet, verliert der Sport seine archaische Kraft.</p>
<p>Früher hatte eine Weltmeisterschaft etwas Unmittelbares: Druck, Lärm, Fehler, Streit, Triumph, Tränen, Publikum, Chaos. Genau daraus entstand ihre Magie. Heute wirkt vieles wie ein Produkt, das von Juristen, Sicherheitsabteilungen, TV-Regie, Sponsoren und Regelhütern gleichzeitig sterilisiert wurde. Das Ergebnis ist zwar formal kontrollierter, aber nicht zwingend besser. Ein Fußballspiel ist kein Compliance-Handbuch. Es ist ein Wettkampf mit Körper, Wille, Mut, Risiko und emotionaler Entladung.</p>
<p>Besonders problematisch ist, dass der globale Spitzenfußball damit immer stärker in eine Sphäre der Überinszenierung rückt. Die Spieler verdienen Millionen, bewegen sich aber zunehmend in einem Korsett aus taktischer Vorsicht, medialer Überwachung und Regelangst. Der Fan sieht keine Helden im Ausnahmezustand mehr, sondern hochbezahlte Akteure in einem verwalteten System. Das mag für Sponsoren und Funktionäre kalkulierbarer sein, für die emotionale Bindung an den Sport ist es Gift.</p>
<p>Umso mehr fällt auf, dass regionale Spiele oft mehr Kraft entfalten als globale Großereignisse. Bei Vereinen wie FC Wacker Innsbruck, SK Rapid oder der WSG Tirol ist nicht alles perfekt, aber es ist lebendig. Dort gibt es weniger Weltmarketing, aber mehr echten Ärger, echten Stolz und echte Rivalität. Der Fußball braucht nicht noch mehr Kontrolle, sondern wieder mehr Puls. Sonst bleibt von der Weltmeisterschaft am Ende nur ein korrekt abgewickeltes Spektakel ohne inneres Gewicht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EZB unter Zugzwang</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/06/18/kommentar/ezb-unter-zugzwang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 07:58:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Die EZB-Leitzinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte bei allen drei Leitzinsen war für den 11. Juni allgemein erwartet worden. Nachdem Eurostat am 2. Juni einen Anstieg der vorläufigen Inflationsrate des Euroraums von April auf Mai von 3,0 auf 3,2 % veröffentlichte, stieg der 3-Monats-Euribor seit Monatsbeginn bis zur EZB-Entscheidung am 11. Juni von 2,245 auf 2,401 %. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="isselectedend"><span style="font-size: 11.0pt;,sans-serif;color: black">Die EZB-Leitzinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte bei allen drei Leitzinsen war für den 11. Juni allgemein erwartet worden. Nachdem Eurostat am 2. Juni einen Anstieg der vorläufigen Inflationsrate des Euroraums von April auf Mai von 3,0 auf 3,2 % veröffentlichte, stieg der 3-Monats-Euribor seit Monatsbeginn bis zur EZB-Entscheidung am 11. Juni von 2,245 auf 2,401 %. Somit preist er bereits die nächste Leitzinsanhebung ein, zumal die Volkswirte des Eurosystems gegenüber März ihre Inflationsprognosen anhoben:</span></p>
<p class="isselectedend"><span style="font-size: 11.0pt;,sans-serif;color: black">Im Basisszenario der neuen Projektionen wurden die Inflationsprognosen für 2026 und 2027 um 0,4 bzw. 0,3 Prozentpunkte auf 3,0 bzw. 2,3 % angehoben, während die BIP-Wachstumsprognosen für den Euroraum um jeweils 0,1 Prozentpunkte auf 0,8 bzw. 1,2 % nach unten revidiert wurden. Der Trend geht in Richtung Stagflation. Der Preisdruck nimmt zu und Zweitrundeneffekte werden mit der Dauer des Irankriegs und anhaltend hohen Energiepreisen zunehmend wahrscheinlicher. Zudem schmälern höhere Energiepreise die Realeinkommen und der Krieg belastet das Vertrauen der Wirtschaft.</span></p>
<p class="isselectedend"><b><span style="font-size: 11.0pt;,sans-serif;color: black">Noch zwei weitere Leitzinsanhebungen eingepreist</span></b></p>
<p class="isselectedend"><span style="font-size: 11.0pt;,sans-serif;color: black">Die EZB steht somit in einem Spannungsfeld zwischen ihrem Stabilitätsziel einer mittelfristigen Inflationsrate von 2 % und der Rücksichtnahme auf eine sich abschwächende Konjunktur. Doch vorerst ist Inflationsbekämpfung angesagt, zumal die EZB in der Erklärung ihrer Leitzinsanhebung von folgendem Szenario ausging: „Durch den Anstieg der Energiepreise wird sich die Inflation im Laufe des Sommers weiter erhöhen und bis in die erste Jahreshälfte 2027 deutlich über dem Zielwert halten. Dieser Energiepreisanstieg wird sich auch auf die Inflation bei Nahrungsmitteln, Waren und Dienstleistungen auswirken.“ Erst in der zweiten Jahreshälfte 2027 sollte die Inflation, gestützt durch fallende Energiepreise und eine langsamere Erhöhung anderer Preise, wieder zum Zielwert zurückkehren. Abgeleitet aus den Futures-Daten sollte der 3-Monats-Euribor bis Juni 2027 einen Peak von 2,74 % erreichen (Quelle: econforecasting.com). Das würde bis dahin noch zwei weitere Leitzinsanhebungen implizieren. Danach wird ein mehrjähriges Zinsplateau eingepreist, was allerdings auch eine gewisse Verunsicherung der Marktteilnehmer durch unberechenbare geopolitische Szenarien widerspiegelt.</span></p>
<p class="isselectedend"><span style="font-size: 11.0pt;,sans-serif;color: black">Auch die geldpolitischen Entscheidungsträger der EZB sind im aktuellen Umfeld mit ihren Aussagen vorsichtig. Nicht umsonst wiederholte EZB-Präsidentin Christine Lagarde in der Pressekonferenz zur Leitzinsentscheidung vom 11. Juni folgende Aussage bezüglich weiterer Maßnahmen: „Die Festlegung des angemessenen geldpolitischen Kurses wird von der Datenlage abhängen und von Sitzung zu Sitzung erfolgen. Unsere Zinsbeschlüsse werden auf unserer Beurteilung der Inflationsaussichten und der damit verbundenen Risiken, vor dem Hintergrund aktueller Wirtschafts- und Finanzdaten, sowie der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation und der Stärke der geldpolitischen Transmission basieren. Wir legen uns nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest.“</span></p>
<p><strong><span style="font-size: 11.0pt;,sans-serif;color: black">Fazit:</span></strong><span style="font-size: 11.0pt;,sans-serif;color: black"><br />
Die EZB bleibt wegen steigender Inflation und geopolitischer Risiken auf Straffungskurs, obwohl sich die Konjunktur abschwächt. Doch wohin die kurz- und langfristigen Zinsen bis 2027 tatsächlich gehen werden, kristallisiert sich erst als Reaktion auf die weitere Geopolitik und zukünftige Wirtschaftsdaten heraus.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nachfolge sichern, Werte erhalten: Wie die Betriebsübergabe für Versicherungsvermittler gelingt.</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/06/18/kommentar/nachfolge-sichern-werte-erhalten-wie-die-betriebsuebergabe-fuer-versicherungsvermittler-gelingt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 07:33:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Versicherungsbranche steht seit Jahren vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits nimmt das Durchschnittsalter der Vermittler stetig zu, andererseits gestaltet sich die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs immer schwieriger. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig und vorausschauend mit dem Thema Betriebsübergabe auseinanderzusetzen. Nur so lässt sich ein geeigneter Nachfolger finden und diesen gut bei den Kunden einführen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Versicherungsbranche steht seit Jahren vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits nimmt das <strong>Durchschnittsalter der Vermittler stetig zu</strong>, andererseits gestaltet sich die <strong>Suche nach</strong> <strong>qualifiziertem Nachwuchs immer schwieriger. </strong>Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig und vorausschauend mit dem Thema Betriebsübergabe auseinanderzusetzen. Nur so lässt sich ein geeigneter Nachfolger finden und diesen gut bei den Kunden einführen, damit möglichst viele Bestandskunden erhalten bleiben – ein Faktor, der sich letztlich auch positiv auf den Verkaufswert des Unternehmens auswirkt.</p>
<p><strong>Gibt es ein Erfolgsrezept für eine gelungene Übergabe?</strong> Wahrscheinlich nicht. Sehr wohl gibt es bestimmte Faktoren, die eine erfolgreiche Nachfolge deutlich begünstigen. Darüber informiert Sie dieser Fachbeitrag und erklärt die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen, die es dabei zu beachten gilt. Insbesondere die <strong>Unterschiede zwischen Agenten und Maklern</strong> spielen im Nachfolgeprozess eine zentrale Rolle.</p>
<p><strong>Betriebsübergabe frühzeitig planen</strong></p>
<p>Eine Betriebsübergabe ist kein spontaner Akt, sondern ein sorgfältig zu planender, strategischer Prozess. Wer frühzeitig damit beginnt – idealerweise <strong>drei bis fünf Jahre</strong> vor dem geplanten Ausstieg – schafft die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Übergang und erhöht den Verkaufspreis.</p>
<p>Schon früh sollten <strong>zentrale Fragen geklärt</strong> werden. Dazu gehört, wer den Betrieb künftig übernehmen soll – ob ein Familienmitglied, ein Mitarbeiter oder ein externer Interessent. Ebenso wichtig ist die Überlegung, ob und in welchem Umfang externe Experten wie Steuerberater oder spezialisierte Rechtsanwälte eingebunden werden. Ein weiterer entscheidender Punkt ist die <strong>strukturierte Einarbeitung des Nachfolgers</strong>, damit Wissen, Erfahrung und Unternehmenskultur erhalten bleiben. Nicht zuletzt stellt sich die Frage, wie bestehende Kunden langfristig an den Betrieb gebunden werden können, also dem Nachfolger treu bleiben.</p>
<p><strong>Tipp: Eine offene und frühzeitige Kommunikation</strong> mit Kunden, Geschäftspartnern und relevanten Stakeholdern schafft Vertrauen und verhindert unangenehme Überraschungen. Besonders für Agenten gilt: Der Versicherer sollte so früh wie möglich in den Übergabeprozess eingebunden werden, um alle vertraglichen und organisatorischen Aspekte optimal abzustimmen.</p>
<p><strong>Regelmäßige Frage: Sind das nicht meine Kunden? </strong></p>
<p>Eine Frage, die im Rahmen der Betriebsnachfolge immer wieder gestellt wird, lautet: „Lassen sich Kunden überhaupt weitergeben oder sogar „vererben“? Die Realität ist nüchtern, aber wichtig zu verstehen: Grundsätzlich gehört der Kunde niemandem. Dennoch haben Makler in der Praxis deutlich bessere Möglichkeiten als Agenten, ihren Kundenbestand im Zuge einer Übergabe weiterzugeben. Der Grund dafür liegt in den juristischen Unterschieden zwischen beiden Vermittlerformen.</p>
<p><strong>Für Agenten gilt,</strong> dass der Kundenbestand rechtlich dem Versicherer zuzuordnen ist. Eine Übergabe an einen Nachfolger ist daher <strong>nur mit ausdrücklicher Zustimmung der jeweiligen Versicherung </strong>möglich und sollte in jedem Fall schriftlich fixiert werden. Hintergrund ist, dass der Agent gemäß § 43 ff VersVG im Auftrag des Versicherers handelt. Die Kunden werden somit Vertragspartner des Versicherers und nicht des Agenten selbst. Infolgedessen kann ein Agent seinen Kundenbestand ohne Einverständnis der Versicherer weder verkaufen, noch vererben oder anderweitig übertragen.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_06">Lesen Sie mehr in der aktuellen risControl Print Ausgabe 06 2026</a></p>
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			</item>
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		<title>Solvency II: Mehr Spielraum für Versicherer</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/06/08/kommentar/solvency-ii-mehr-spielraum-fuer-versicherer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 03:40:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Die neuen Solvency-II-Regeln treten am 30. Jänner 2027 offiziell in Kraft. Das neue Rahmenwerk könnte Aktienallokation, Kapitaleffizienz sowie Investitionen in öffentliche und private Märkte deutlich verbessern, wie James Budenberg, Senior Director – Strategic Insurance Group bei Aberdeen Investments, in einer Analyse schreibt. Ein zentraler Punkt der Reform ist die Reduktion der notwendigen Rückstellungen für Versicherungsverträge. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neuen Solvency-II-Regeln treten am 30. Jänner 2027 offiziell in Kraft. Das neue Rahmenwerk könnte Aktienallokation, Kapitaleffizienz sowie Investitionen in öffentliche und private Märkte deutlich verbessern, wie James Budenberg, Senior Director – Strategic Insurance Group bei Aberdeen Investments, in einer Analyse schreibt.</p>
<p>Ein zentraler Punkt der Reform ist die Reduktion der notwendigen Rückstellungen für Versicherungsverträge. Der regulatorische Kapitalkostensatz zur Berechnung dieser Risikomarge sinkt von 6,0 auf 4,75 Prozent. Zudem reduziert ein Abschmelzungsfaktor bei langlebigen Verträgen, etwa Lebensversicherungen, die künftige Risikorückstellung. „Es werden EU-weit geschätzte Milliardenbeträge an Eigenkapital frei, die direkt investiert werden können“, schreibt Budenberg.</p>
<p>Auch für langfristige Aktieninvestments, sogenannte Long-Term Equity Investments (LTEI), gibt es Neuerungen. Bisher ging der günstige Risikopuffer von 22 Prozent verloren, sobald eine Aktie verkauft wurde. Ab Jänner 2027 können Fondsmanager flexibler umschichten, während der niedrigere Kapitalpuffer grundsätzlich erhalten bleibt. Bis dahin müssen Gesellschaften in der Standardformel rund 39 Prozent Eigenkapital für börsennotierte Aktien und 49 Prozent für Private Equity vorhalten.</p>
<p><strong>Versicherer begrüßen Änderungen</strong></p>
<p>„Eine geringere Kapitalunterlegung kann langfristige Aktieninvestments und ausgewählte Private-Equity-Exposures relativ attraktiver machen. Daraus folgt aber keine automatische oder gar kurzfristige Umschichtung des Portfolios“, erklärt die Vienna Insurance Group in einer Stellungnahme gegenüber risControl. Die Reform könne den Versicherern zusätzliche Handlungsspielräume eröffnen, „die potenziell auch langfristig positive Auswirkungen auf Ertragschancen und Kapitaleffizienz haben können“, heißt es weiter.</p>
<p>Auch Generali begrüßt auf Anfrage die verbesserten Rahmenbedingungen für Long-Term Equity Investments. „Die reduzierte Eigenkapitalunterlegung kann den effizienten Einsatz von Kapital fördern und dazu beitragen, Aktien- und Private-Market-Investitionen weiter zu attraktiveren.“ Mittelfristig erwartet Generali positive Impulse für Kapitalrenditen und die Eigenkapitalrendite im europäischen Versicherungssektor.</p>
<p>Kurt Svoboda, CFO der UNIQA, begrüßt die Maßnahmen zur Erhöhung der Kapitaleffizienz und die Unterstützung langfristiger Investitionen – insbesondere in produktive Realwerte. „Wir werden die sich aus den Reformen ergebenden Spielräume im Rahmen unserer Strategie berücksichtigen.“ Dank eines internen Solvency-II-Modells für Marktrisiken sei das Unternehmen von Änderungen an der Standardformel jedoch unabhängig.</p>
<p>&nbsp;</p>
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