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	<title>Kommentar &#8211; risControl</title>
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	<description>Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation</description>
	<lastBuildDate>Mon, 12 Oct 2026 16:41:07 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Kommentar &#8211; risControl</title>
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	<item>
		<title>Behörde warnt vor abrupter Kurskorrektur</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/10/13/kommentar/behoerde-warnt-vor-abrupter-kurskorrektur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 07:39:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA legt in ihrem Risikoüberwachungsbericht 2026 die wichtigsten Risiken und Schwachstellen an den EU-Finanzmärkten dar. Anhaltende geopolitische und wirtschaftliche Schwachstellen werden laut der Behörde durch den starken Optimismus der Anleger überdeckt. Performance trotz Krisen Die Aktienmärkte verzeichneten nach dem Ausbruch des Nahostkonflikts starke Einbrüche, doch die Kurse haben sich seitdem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA legt in ihrem Risikoüberwachungsbericht 2026 die wichtigsten Risiken und Schwachstellen an den EU-Finanzmärkten dar. Anhaltende geopolitische und wirtschaftliche Schwachstellen werden laut der Behörde durch den starken Optimismus der Anleger überdeckt.</p>
<p><strong>Performance trotz Krisen</strong></p>
<p>Die Aktienmärkte verzeichneten nach dem Ausbruch des Nahostkonflikts starke Einbrüche, doch die Kurse haben sich seitdem wieder auf das Niveau vor dem Konflikt oder darüber erholt. Die hohen Bewertungen erhöhen jedoch das Risiko abrupter Korrekturen. An den Anleihemärkten kommen Bedenken hinsichtlich der Rolle von Anleihen als sicherer Hafen auf.</p>
<p><strong>Einfluss von Neo-Brokern</strong></p>
<p>Digitale Plattformen erleichtern Privatanlegern den Zugang zu den Finanzmärkten, beeinflussen aber auch das Anlegerverhalten. Einerseits bevorzugen viele Anleger passive Produkte für langfristige Anlagen, während dieselben Plattformen auch den kurzfristigen oder spekulativen Handel ermöglichen. Darüber hinaus könnten Social-Media-Inhalte und Gamification-Elemente auf digitalen Plattformen zu uninformierten oder impulsiven Anlageentscheidungen führen.</p>
<p><strong>Risiko plötzlicher Marktkorrekturen</strong></p>
<p>Allgemein seien die Märkte zwar weiterhin widerstandsfähig, überzogene Bewertungen im Technologiesektor und verschärfte geopolitische Spannungen stellen diese Widerstandsfähigkeit jedoch vor eine Bewährungsprobe, meint die ESMA. Dazu gesellen sich die anhaltende Inflation sowie das schwächere Wirtschaftswachstum.</p>
<p>Die starke Performance im Technologie- und KI-Sektoren trägt laut ESMA dazu bei, den Anlegeroptimismus und die Bewertungen an den Finanzmärkten aufrechtzuerhalten. Sollten sich wirtschaftliche Risiken aber materialisieren oder sich die Anlegerstimmung abrupt ändern, erhöhe sich auch das Risiko plötzlicher Marktkorrekturen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nachhaltigkeitswerbung unter neuen Regeln</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/10/12/kommentar/nachhaltigkeitswerbung-unter-neuen-regeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 16:29:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein papierarmes Büro, digitale Beratung oder ein nachhaltiges Versicherungsprodukt: Auch im Versicherungsvertrieb spielen Umweltargumente eine Rolle. Wer damit wirbt, muss seit 27. September 2026 strengere Regeln beachten. Österreich hat die entsprechenden Vorgaben der EU-Richtlinie EmpCo im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) umgesetzt. Ziel ist es, Verbraucher besser vor irreführenden Umweltversprechen zu schützen. Das betrifft [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein papierarmes Büro, digitale Beratung oder ein nachhaltiges Versicherungsprodukt: Auch im Versicherungsvertrieb spielen Umweltargumente eine Rolle. Wer damit wirbt, muss seit 27. September 2026 strengere Regeln beachten. Österreich hat die entsprechenden Vorgaben der EU-Richtlinie EmpCo im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) umgesetzt. Ziel ist es, Verbraucher besser vor irreführenden Umweltversprechen zu schützen. Das betrifft auch Makler und Agenten. Denn die Regeln erfassen nicht nur Aussagen zu Produkten, sondern auch Werbung für die eigene Dienstleistung oder das Unternehmen. Wer auf seiner Website, in Social Media oder in Broschüren Umweltvorteile hervorhebt, sollte daher prüfen, was genau versprochen wird und worauf die Aussage beruht.</p>
<p><strong>Weniger Papier macht noch kein grünes Unternehmen</strong></p>
<p>Begriffe wie „grün“ oder „umweltfreundlich“ lassen viel Raum für Interpretation. Werden sie nicht auf demselben Medium klar und deutlich konkretisiert, braucht es dafür eine anerkannte hervorragende Umweltleistung. Ein einzelner Vorteil darf außerdem nicht als Umweltleistung des gesamten Unternehmens dargestellt werden. Auf ein Vermittlerbüro übertragen heißt das: Wer weniger Papier verwendet, kann diesen Vorteil benennen. Daraus allein lässt sich aber nicht ableiten, dass der gesamte Betrieb „umweltfreundlich“ ist. Auch bei Nachhaltigkeitssiegeln genügt ein selbst gestaltetes grünes Zeichen nicht. Solche Siegel müssen auf einem entsprechenden Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlichen Stellen festgesetzt worden sein. Ebenso sind Aussagen zur Klimaneutralität eines Produkts oder einer Dienstleistung unzulässig, wenn sie auf dem Ausgleich von Emissionen durch CO₂-Kompensation außerhalb der Wertschöpfungskette beruhen. Für Vermittler lohnt sich damit ein Blick auf die bestehenden Werbetexte. Je konkreter beschrieben wird, was tatsächlich umweltfreundlicher ist, desto nachvollziehbarer wird die Aussage auch für die Kunden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Börsenboom ohne IPO-Boom</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/10/07/kommentar/boersenboom-ohne-ipo-boom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 09:07:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Rekordkurse, neue Listings und ein weltweites Emissionsvolumen auf Rekordniveau: Auf den ersten Blick scheint der IPO-Markt zurück zu sein. Doch die Zahlen erzählen eine differenziertere Geschichte. An der Wiener Börse gab es 2026 bislang vier Neuzugänge, zuletzt BIOGENA Good Vibes im direct market plus. Gleichzeitig erreichte der ATX inklusive Dividenden Ende September ein neues Allzeithoch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rekordkurse, neue Listings und ein weltweites Emissionsvolumen auf Rekordniveau: Auf den ersten Blick scheint der IPO-Markt zurück zu sein. Doch die Zahlen erzählen eine differenziertere Geschichte. An der Wiener Börse gab es 2026 bislang vier Neuzugänge, zuletzt BIOGENA Good Vibes im direct market plus. Gleichzeitig erreichte der ATX inklusive Dividenden Ende September ein neues Allzeithoch und lag seit Jahresbeginn mehr als 30 % im Plus. Was fehlt, ist dennoch der klassische große Börsengang eines österreichischen Unternehmens im geregelten Markt.</p>
<p>Auch international ist das Comeback weniger breit, als es die Milliardenbeträge vermuten lassen. Im dritten Quartal wagten laut EY 367 Unternehmen den Gang an die Börse, gegenüber 374 im Vorjahresquartal. Das Emissionsvolumen sprang dagegen um 79 Prozent auf 93,3 Milliarden US Dollar. In den ersten neun Monaten ging die Zahl der IPOs sogar von 922 auf 888 zurück, während das platzierte Volumen mit 287,5 Milliarden US Dollar  (+151 % im Jahresvergleich) einen Rekord erreichte. Einige wenige Großtransaktionen prägen damit das Gesamtbild. Besonders deutlich zeigt sich das in den USA: Die Zahl der Börsengänge fiel im dritten Quartal von 65 auf 24, das Volumen stieg dennoch um 122 Prozent auf 35 Milliarden US Dollar.</p>
<p><strong>Kapital sucht Größe und Story</strong></p>
<p>Das ist kein Widerspruch, sondern ein Hinweis auf einen selektiveren Markt. Geld ist vorhanden, konzentriert sich aber auf größere Unternehmen mit Wachstum und überzeugender Equity Story. Besonders gefragt bleiben Technologie, KI-Infrastruktur, Energie und Verteidigung. Für kleinere und mittlere Unternehmen bedeutet das: Ein freundliches Börsenumfeld allein reicht nicht. Entscheidend sind Bewertung, Liquidität, Governance und die Frage, ob sich genügend internationale Investoren mobilisieren lassen.</p>
<p>Das erklärt auch, warum österreichische Wachstumsunternehmen mitunter größere ausländische Börsenplätze wählen. ASTA Energy ging im Jänner in Frankfurt an die Börse, INNIO Jenbacher im Juni an die Nasdaq. Größere Börsen können einen breiteren institutionellen Investorenkreis, mehr Vergleichsunternehmen aus derselben Branche und eine höhere Liquidität bieten. Gerade für Industrie- und Technologiewerte kann das attraktiv sein.</p>
<p>Das bedeutet allerdings nicht, dass Wien zu klein wäre. Mit dem seit Juli als EU-KMU-Wachstumsmarkt registrierten direct market plus versucht die Wiener Börse, die Einstiegshürden für kleinere Emittenten zu senken. BIOGENA zeigt, dass sich auch über diesen Weg privates Kapital mobilisieren lässt.</p>
<p>Der entscheidende Test steht daher noch aus. Rekordkurse und hohe Handelsumsätze schaffen ein günstiges Umfeld, doch ein nachhaltiger IPO-Aufschwung beginnt erst dann, wenn wieder mehr Unternehmen tatsächlich Eigenkapital über die Börse aufnehmen und nicht nur einzelne Großemissionen die Statistik nach oben ziehen. Wien hat dafür derzeit bessere Voraussetzungen als in den vergangenen Jahren. Ob daraus eine belastbare Pipeline wird, hängt jedoch weniger vom ATX-Rekord als von der Börsenreife der Bereitschaft der Eigentümer ab, Kapitalmarkt und Wachstum dauerhaft miteinander zu verbinden.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verschärfte Regeln für „grün“ und „nachhaltig“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/21/kommentar/verschaerfte-regeln-fuer-gruen-und-nachhaltig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 17:18:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Ab 27. September 2026 sind die neuen, von der EU drastisch verschärften Regeln für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbrauchern anzuwenden. Allgemeine Umweltaussagen, wie „grün“, „nachhaltig“ und „umweltfreundlich“, sind verboten, wenn ihnen keine anerkannte hervorragende Umweltleistung zugrunde liegt. Nachhaltigkeitssiegel dürfen nur mehr verwendet werden, wenn sie auf einem unabhängigen Zertifizierungssystem beruhen (wie z.B. das FNG-Siegel) oder [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab 27. September 2026 sind die neuen, von der EU drastisch verschärften Regeln für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbrauchern anzuwenden. Allgemeine Umweltaussagen, wie „grün“, „nachhaltig“ und „umweltfreundlich“, sind verboten, wenn ihnen keine anerkannte hervorragende Umweltleistung zugrunde liegt. Nachhaltigkeitssiegel dürfen nur mehr verwendet werden, wenn sie auf einem unabhängigen Zertifizierungssystem beruhen (wie z.B. das FNG-Siegel) oder von staatlichen Stellen vergeben werden (wie z.B. das Österreichische Umweltzeichen).</p>
<p><strong>Auch Finanzberater betroffen</strong></p>
<p>Umfasst von den neuen Bestimmungen der Empowering Consumers-Richtlinie EmpCo, die im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb UWG national umgesetzt wurden, sind sämtliche Wirtschaftsbereiche – also auch die Finanzdienstleistung. Ziel ist es, Verbraucher vor unzutreffenden Umweltaussagen, sprich Greenwashing, zu schützen, sodass diese verantwortungs- und umweltbewusste Kaufentscheidungen treffen können.</p>
<p><strong>Fremde und eigene Aussagen prüfen!</strong></p>
<p>Für Finanzberater sind einerseits jene Umweltaussagen relevant, die Produktpartner über ihre Versicherungsprodukte, Investmentfonds, ETFs usw. treffen. Werden solche Aussagen z.B. für Beratungsgespräche oder die eigene Werbung übernommen, sollte vorher geprüft werden, ob die Produktinformationen den neuen Bestimmungen entsprechen.</p>
<p>Die neuen Regeln gelten andererseits auch für eigene, selbst formulierte oder von Dritten übernommene Aussagen, die Finanzberatern an ihre Privatkunden kommunizieren. Betroffen sind alle Arten der Kommunikation wie z.B. Internetseiten und Newsletter, Social Media-Beiträge, gedruckte Broschüren und Präsentationen sowie die Beratungsdokumentation.</p>
<p><strong>Aus für fragwürdiges „grünes“ Marketing</strong></p>
<p>Die EmpCo-Bestimmungen werden zahlreiche, rein aus Marketinggründen erfundene grüne und nachhaltige „Gütesiegel“ vom Markt verschwinden lassen, nicht nur in der Finanzdienstleistung, sondern insbesondere auch bei Lebensmitteln und Textilien. Finanzberatern sollten ihre eigene Kommunikation (Internetseite usw.) nach „grünen“ Aussagen durchforsten und sie an die neuen Regeln anpassen – oder entfernen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zinsschritt ohne Schockwirkung</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/16/kommentar/zinsschritt-ohne-schockwirkung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2026 06:16:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Der große Paukenschlag blieb am 10. September aus. Der 3-Monats-Euribor ist bereits im Vorfeld vom 1. Juli bis 9. September von 2,245 auf 2,626 % gestiegen. Die Europäische Zentralbank erhöhte alle drei Leitzinsen um 25 Basispunkte. Der maßgebliche Einlagensatz steigt damit auf 2,50 %. Der Schritt war an den Märkten weitgehend eingepreist und löste daher [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der große Paukenschlag blieb am 10. September aus. Der 3-Monats-Euribor ist bereits im Vorfeld vom 1. Juli bis 9. September von 2,245 auf 2,626 % gestiegen. Die Europäische Zentralbank erhöhte alle drei Leitzinsen um 25 Basispunkte. Der maßgebliche Einlagensatz steigt damit auf 2,50 %. Der Schritt war an den Märkten weitgehend eingepreist und löste daher kaum nennenswerte Marktreaktionen aus.</p>
<p>Die Begründung der EZB ist dennoch klar: „Die Inflation dürfte für einen längeren Zeitraum deutlich über unserem Zielwert bleiben.“ Im August beschleunigte sich die Teuerung im Euroraum von 2,9 auf vorläufig 3,3 %. Die neuen Projektionen zeigen für 2026 ein BIP-Wachstum von 0,9 %, für 2027 von 1,4 % und für 2028 von 1,5 %. Die Inflation soll 2027 noch 2,5 % und 2028 2,1 % betragen – gegenüber Juni eine Aufwärtsrevision um je 0,2 bzw. 0,1 Prozentpunkte. Eine klassische Lohn-Preis-Spirale ist bislang nicht erkennbar. Die Vergütung je Beschäftigten stieg im zweiten Quartal um 3,3 % nach 3,5 % im ersten. Die längerfristigen Inflationserwartungen liegen weiter bei rund 2 %. Dennoch bleiben die Inflationsrisiken nach oben gerichtet. Neben dem Nahost-Konflikt und höheren Energiepreisen nennt die EZB auch geopolitische Risiken und wetterbedingte Preisimpulse bei Nahrungsmitteln.</p>
<p>Für den weiteren Zinspfad hält sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde alle Optionen offen: „Wir legen uns nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest.“ Die Entscheidungen würden datenabhängig und von Sitzung zu Sitzung getroffen. Damit ist bei der nächsten Sitzung eine Pause möglich, aber mittelfristig rechnen die Marktteilnehmer mit weiteren Leitzinsanhebungen. Ein Indikator dafür: Laut econfoecasting.com steigen die aus den Futurespreisen abgeleiteten zukünftig erwarteten Zinssätze im 3-Monats-Euribor bis September 2027 auf 3,27 %.</p>
<p><strong>Anspannung am langen Zinsende</strong></p>
<p>Für Kreditnehmer bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Höhere Leitzinsen wirken mit Verzögerung auf variable Finanzierungen und Neuabschlüsse. Sparer können dagegen bei Termineinlagen mit besseren Konditionen rechnen, wobei sich Leitzinsänderungen erfahrungsgemäß nur teilweise und mit Verzögerung in den Einlagenzinsen niederschlagen.</p>
<p>Spannender ist derzeit das lange Ende der Zinskurve. Dort setzt sich der Renditeanstieg fort. Der 20-Jahres-EUR-Swapsatz ist seit Jahresbeginn von 3,24 auf rund 3,60 % gestiegen. Ein Grund ist der enorme Kapitalbedarf der kommenden Jahre: Staaten müssen zusätzliche Ausgaben für Verteidigung, Infrastruktur, Digitalisierung und Energiewende finanzieren. Gleichzeitig wächst der Finanzierungsbedarf für KI und Rechenzentren. Die EZB verweist darauf, dass große US-Technologiekonzerne zunehmend auch am Euro-Anleihemarkt langfristiges Kapital aufnehmen.</p>
<p>Das spricht dafür, dass langfristige Renditen selbst dann erhöht bleiben könnten, wenn die EZB später wieder senkt. Für Anleiheanleger bleibt das Laufzeitenrisiko hoch. Aktien dürften auf weitere Zinsschritte vor allem dann stärker reagieren, wenn diese nicht bereits eingepreist sind.</p>
<p><strong>Ausblick:</strong> Die September-Anhebung ist kein Startsignal für eine automatische Serie weiterer Zinsschritte. Bleiben Löhne und Inflationserwartungen ruhig, ist eine zwischenzeitliche Pause möglich. Verfestigt sich dagegen die Kerninflation, bleibt eine weitere Erhöhung auf dem Tisch. Mittelfristig gehen die Märkte eher von einer hartnäckigen Inflation und weiteren Leitzinsanhebungen aus.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bundeskanzler rechnet mit 8,8 Prozent</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/03/kommentar/bundeskanzler-rechnet-mit-88-prozent/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 07:32:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn wir schon über die Thematik berichtet haben, können wir Ihnen den Kommentar von Andreas Dolezal, Certified Sustainability Management Expert nicht vorenthalten. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) war am Montagabend zu Gast beim ORF Sommergespräch 2026. Das Themenspektrum war vielfältig. Besonders aufhorchen ließ er mit seinen Gewinnschätzungen, beispielsweise für einen Zukunftsfonds, der aus den Gewinnausschüttungen der staatlichen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn wir schon über die Thematik berichtet haben, können wir Ihnen den Kommentar von Andreas Dolezal, <em>Certified Sustainability Management Expert </em>nicht vorenthalten.</p>
<p>Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) war am Montagabend zu Gast beim ORF Sommergespräch 2026. Das Themenspektrum war vielfältig. Besonders aufhorchen ließ er mit seinen Gewinnschätzungen, beispielsweise für einen Zukunftsfonds, der aus den Gewinnausschüttungen der staatlichen Beteiligungen gespeist werden soll.</p>
<p><strong>8,8 Prozent p.a. Netto-Rendite</strong></p>
<p>Etwa die Hälfte der derzeitigen Gewinnausschüttungen von 700 Mio. Euro soll jährlich in den Zukunftsfonds für den Aufbau eines Pensionsvermögens fließen. „Dann könnte in 30 Jahren ungefähr 100 Milliarden Euro Vermögen vorhanden sein“, rechnet er vor. Um aus 700 Millionen Euro jährlich in 30 Jahren 100 Milliarden Euro zu machen, müssten die Veranlagungen 8,8 Prozent p.a. Netto-Rendite erzielen. Welcher seriöse Finanzberater würde sich trauen, solche Prognosen abzugeben?</p>
<p><strong>Prinzip Hoffnung</strong></p>
<p>Zum Risiko, das Bundeskanzler Stocker bei der Veranlagung in Anspruch nehmen möchte, äußerte er sich nicht. Er verwies lediglich auf Vorbilder wie den dänischen Staatsfonds mit einem Vermögen von derzeit 600 Milliarden Euro, dem es im Langzeitvergleich gelingt, stetig aufzubauen. „Wenn man es langfristig anlegt, wenn man es kontinuierlich und konsequent macht, wird es erfolgreich sein“, gibt er sich überzeugt. Also keine Anlagestrategie, sondern Prinzip Hoffnung.</p>
<p><strong>10,4 Prozent p.a. vor Steuern </strong></p>
<p>Private Kleinanleger müssen bekanntlich hohe Ertragssteuern bezahlen, wie zum Beispiel 27,5 Prozent Wertpapier-KESt. Damit Privatanleger nach dieser Steuer ein vergleichbares Anlageergebnis wie Bundeskanzler Stocker erzielen, müssten sie mit ihrer Veranlagung eine Brutto-Rendite von 10,4 Prozent p.a. erzielen – und zwar durchschnittlich während 30 Jahren Anlagedauer.</p>
<p>Politikwissenschafter Peter Filzmaier begehrte in der anschließenden ZIB2-Analyse zu Recht: „Ich hätte gerne die Telefonnummer vom Geldanlageberater von Christian Stocker.“</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Säule für die Pensionen?</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/31/kommentar/neue-saeule-fuer-die-pensionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 08:10:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=27634</guid>

					<description><![CDATA[Bundeskanzler Christian Stocker hat einen Staatsfonds zur langfristigen Absicherung des österreichischen Pensionssystems ins Spiel gebracht. Dafür soll ein Teil der Gewinne aus staatlichen Beteiligungen langfristig veranlagt werden. Stocker nannte als mögliche Größenordnung rund 700 Millionen Euro pro Jahr. Konkrete Pläne zur Ausgestaltung und Umsetzung liegen bislang nicht vor. Die Industriellenvereinigung bewertet eine stärkere Kapitaldeckung grundsätzlich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="341" data-end="722">Bundeskanzler Christian Stocker hat einen Staatsfonds zur langfristigen Absicherung des österreichischen Pensionssystems ins Spiel gebracht. Dafür soll ein Teil der Gewinne aus staatlichen Beteiligungen langfristig veranlagt werden. Stocker nannte als mögliche Größenordnung rund 700 Millionen Euro pro Jahr. Konkrete Pläne zur Ausgestaltung und Umsetzung liegen bislang nicht vor.</p>
<p data-start="724" data-end="989">Die Industriellenvereinigung bewertet eine stärkere Kapitaldeckung grundsätzlich positiv. Entscheidend seien eine professionelle, langfristige und von kurzfristigen budgetpolitischen Interessen unabhängige Veranlagung sowie klare und transparente Rahmenbedingungen.</p>
<p data-start="991" data-end="1364">Ein Staatsfonds könne jedoch nur ein Baustein einer umfassenden Pensionsreform sein, betont IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Die Kapitaldeckung ersetze keine strukturellen Maßnahmen. Die IV fordert daher unter anderem eine schrittweise Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters, Einschränkungen bei Frühpensionen und einen wirksamen Nachhaltigkeitsmechanismus.</p>
<p data-start="1366" data-end="1655" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Stocker orientiert sich bei seinem Vorschlag nach eigenen Angaben an skandinavischen Modellen. Österreichs gesetzliche Pensionsversicherung wird derzeit überwiegend im Umlageverfahren finanziert. Ob und in welcher Form eine kapitalgedeckte Ergänzung umgesetzt werden wird, ist derzeit noch offen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nachhaltigkeitspräferenzen: 159.000 Euro Strafe</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/27/kommentar/nachhaltigkeitspraeferenzen-159-000-euro-strafe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 07:58:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Die seit 2. August 2022 im Zuge der Eignungsbeurteilung verpflichtende Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen ist der missglückte Versuch der EU, Anlagegelder vermehrt in nachhaltige Investitionen umzulenken. Die Abfrage ist komplex und stützt sich auf EU-Taxonomie sowie EU-Offenlegungsverordnung SFDR, die keine einheitliche Definition von Nachhaltigkeit kennen. Was Kunden ganz persönlich unter Nachhaltigkeit verstehen, steht zusätzlich auf einem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die seit 2. August 2022 im Zuge der Eignungsbeurteilung verpflichtende Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen ist der missglückte Versuch der EU, Anlagegelder vermehrt in nachhaltige Investitionen umzulenken. Die Abfrage ist komplex und stützt sich auf EU-Taxonomie sowie EU-Offenlegungsverordnung SFDR, die keine einheitliche Definition von Nachhaltigkeit kennen. Was Kunden ganz persönlich unter Nachhaltigkeit verstehen, steht zusätzlich auf einem ganz anderen Blatt. Die Abfrage liefert daher in der Praxis nur selten verwertbare Ergebnisse. Und sie birgt auch Gefahren, wie eine aktuelle Bekanntmachung der Finanzmarktaufsicht FMA zeigt.</p>
<p><strong>159.000 Euro Geldstrafe für Raiffeisen Salzburg</strong></p>
<p>Am 21. August 2026 gab die FMA auf ihrer Internetseite bekannt, dass sie gegen die Raiffeisenverband Salzburg eGen eine (nicht rechtskräftige) Geldstrafe von 159.000 Euro verhängt hat. Raiffeisenverband Salzburg eGen hat laut FMA im Rahmen der Anlageberatung Empfehlungen ausgesprochen sowie bei der Portfolioverwaltung Handelsentscheidungen getroffen, die im Hinblick auf die Nachhaltigkeitspräferenzen nicht für die Kunden entsprechend geeignet waren. Sie hat weiters unterlassen, einem Teil ihrer Kunden angemessene Informationen zu sämtlichen Kosten und damit verbundenen Gebühren rechtzeitig zur Verfügung zu stellen (Ex-ante Kostenausweis).</p>
<p><strong>Rechtsunsicherheit bestätigt sich</strong></p>
<p>Compliance-Experten und Juristen bemängeln von Beginn an die unklaren und nicht miteinander korrespondierenden gesetzlichen Grundlagen zur Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen in EU-Taxonomie, SFDR, MiFID II und IDD. Die in selten Fällen tatsächlich geeigneten Finanzprodukte nach Artikel 8/9 haben zudem keine nennenswerte positive Wirkung für Klima und Umwelt.</p>
<p>Sogar große, namhafte Institute mit eigenen Rechtsabteilungen tun sich bei der Umsetzung schwer, wie der geschilderte Fall zeigt. Erst recht herausfordernd und gefährlich ist das Thema nachhaltige Geldanlage für kleine Wertpapier- und Versicherungsdienstleister. Verständlich, dass sie im Sinne der Vermeidung unnötiger Risiken „nachhaltigkeitsneutrale“ Kunden bevorzugen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>China-Schock 2.0: Neue Konkurrenz für Europas Industrie</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/26/kommentar/china-schock-2-0-neue-konkurrenz-fuer-europas-industrie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 07:58:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=27522</guid>

					<description><![CDATA[Chinas Exportmaschine läuft auf Hochtouren – und diesmal trifft sie Europas Industrie in besonders sensiblen Bereichen. In den ersten sieben Monaten 2026 stiegen Chinas Warenexporte laut nationalem Statistikamt um 14,0 Prozent auf 17,44 Billionen Yuan. Die Ausfuhren von Maschinen und Elektroprodukten legten um 21,2 Prozent zu. Laut Zollverwaltung wuchsen die Exporte von Elektroautos sogar um [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Chinas Exportmaschine läuft auf Hochtouren – und diesmal trifft sie Europas Industrie in besonders sensiblen Bereichen. In den ersten sieben Monaten 2026 stiegen Chinas Warenexporte laut nationalem Statistikamt um 14,0 Prozent auf 17,44 Billionen Yuan. Die Ausfuhren von Maschinen und Elektroprodukten legten um 21,2 Prozent zu. Laut Zollverwaltung wuchsen die Exporte von Elektroautos sogar um 71,2 Prozent und jene von Lithiumbatterien um 35,8 Prozent.</p>
<p>Dahinter steht allerdings keine simple Geschichte vom „Exportieren gegen die Krise“. Chinas Importe wuchsen von Jänner bis Juli sogar um 22,0 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Binnennachfrage ein Schwachpunkt: Die Einzelhandelsumsätze erhöhten sich in diesem Zeitraum nur um 1,2 Prozent, die Anlageinvestitionen sanken um 6,7 Prozent und die Investitionen in die Immobilienentwicklung um 19,2 Prozent. Das chinesische Statistikamt spricht selbst von einem weiterhin „akuten“ Ungleichgewicht zwischen starkem Angebot und schwacher Nachfrage.</p>
<p>Für Europa ist der neue China-Schock strukturell anders als jener nach dem WTO-Beitritt 2001. Die EZB zeigt, dass chinesische Importe heute stärker in Elektronik, Automobilindustrie und andere mittel- bis hochtechnologische Bereiche vordringen. Gleichzeitig importiert Europa mehr Vorprodukte aus China. Das erzeugt einen doppelten Effekt: Billigere chinesische Komponenten können die Kosten europäischer Hersteller senken, fertige chinesische Produkte erhöhen dagegen den Konkurrenzdruck. In einer EZB-Auswertung war eine stärkere Einfuhr chinesischer Vorprodukte mit einem Plus von 0,6 Prozentpunkten beim Wachstum der Industrieproduktion verbunden. Bei fertigen Erzeugnissen lag der Effekt bei rund minus einem Prozentpunkt.</p>
<p>Der Druck ist bereits in den Handelsdaten sichtbar. 2025 importierte die EU-Waren im Wert von 559,4 Milliarden Euro aus China, exportierte aber nur 199,6 Milliarden Euro dorthin. Das Defizit erreichte 359,8 Milliarden Euro. Gegenüber 2024 stiegen die Importe aus China um 6,4 Prozent, während die EU-Exporte dorthin um 6,5 Prozent zurückgingen.</p>
<p><strong>Preisdämpfende Wirkung</strong></p>
<p>Für die Inflation ist die Entwicklung dagegen zunächst entlastend. Die Preise von Importen aus China lagen im März 2026 um 3,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Laut EZB dämpften chinesische Importpreisschocks die Teuerung bei Industriegütern ohne Energie im April um rund 0,27 Prozentpunkte. Niedrigere Importpreise bedeuten also mehr Kaufkraft und günstigere Vorleistungen – zugleich aber zusätzlichen Margen- und Preisdruck für europäische Produzenten.</p>
<p>An der Börse dürfte deshalb weniger „Europa gegen China“ entscheidend sein als die Position einzelner Branchen in der Wertschöpfungskette. Besonders exponiert sind Autohersteller, Zulieferer, Elektronik und Teile des Maschinenbaus, wenn sie direkt mit chinesischen Endprodukten konkurrieren. Unternehmen, die günstige chinesische Vorprodukte nutzen oder technologisch klar differenziert sind, können dagegen profitieren. Der neue China-Schock ist damit wesentlich gefährlicher als ein bloßer Importboom. Entscheidend sind sinkende Preise, technologischer Wettbewerb und der Verlust industrieller Marktanteile.</p>
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		<title>Neue Euro-Banknoten: Beethoven oder Bienenfresser?</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/17/kommentar/neue-euro-banknoten-beethoven-oder-bienenfresser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 06:38:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Europäische Zentralbank EZB gestaltet nach 20 Jahren die Euro-Banknoten neu. Sie sollen sicherer, nachhaltiger, zugänglicher, inklusiver und für alle Europäer ansprechender werden. Aktuell lädt die EZB alle EU-Bürger ein, über die zehn Gestaltungsentwürfe abzustimmen. Gründliche Vorbereitung Bereits Ende November 2023 wählte der EZB-Rat zwei mögliche Themen für die neugestalteten Euro-Banknoten aus: „Europäische Kultur“ und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Zentralbank EZB gestaltet nach 20 Jahren die Euro-Banknoten neu. Sie sollen sicherer, nachhaltiger, zugänglicher, inklusiver und für alle Europäer ansprechender werden. Aktuell lädt die EZB alle EU-Bürger ein, über die zehn Gestaltungsentwürfe abzustimmen.</p>
<p><strong>Gründliche Vorbereitung</strong></p>
<p>Bereits Ende November 2023 wählte der EZB-Rat zwei mögliche Themen für die neugestalteten Euro-Banknoten aus: „Europäische Kultur“ und „Flüsse und Vögel“. Nach einem Design-Wettbewerb sowie den Berichten einer Themen- und Motivberatungsgruppe erfolgte im Januar 2025 die Auswahl der zugehörigen Motive.</p>
<p><strong>Europäische Kultur</strong></p>
<p>Europas reiches kulturelles Erbe und seine dynamische Kultur- und Kreativszene soll die gemeinsame europäische Identität stärken. In diesem Sinne finden wir in dieser Motivserie unter anderem Maria Callas und Straßenkünstler (5 Euro), Ludwig van Beethoven und einen Kinderchor (10 Euro) sowie Leonardo da Vinci und Streetart (100 Euro).</p>
<p><strong>Flüsse und Vögel</strong></p>
<p>Flüsse und Vögel kennen keine Grenzen. Sie stehen für die Freiheit und Einheit der Menschen in Europa und symbolisieren unsere Naturverbundenheit. Zugehörige Motive sind Gebirgsquelle und Mauerläufer mit dem EU-Parlament (5 Euro), Flusstal und Bienenfresser mit der EZB (20 Euro) sowie Meereslandschaft mit Basstölpel und EU-Rechnungshof.</p>
<p>Die endgültige Entscheidung über das Aussehen der neuen Banknotenserie dürfte gegen Ende 2026 fallen. Dann beginnen Entwicklung und Herstellung der Banknoten. Es werden allerdings noch mehrere Jahre vergehen, bis wir die ersten neuen Banknoten in unseren Händen halten können, schreibt die EZB. Gut Ding braucht eben Weile.</p>
<p>Falls Sie an der Online-Umfrage teilnehmen möchten, hier der Link zur Umfrage:</p>
<p><a href="https://surveys.ecb.europa.eu/10b/neweuro/">https://surveys.ecb.europa.eu/10b/neweuro/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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