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	<title>risControl</title>
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	<description>Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 13 Aug 2026 09:29:05 +0000</lastBuildDate>
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	<title>risControl</title>
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	<item>
		<title>Biometrie wird neu vermessen</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/13/kommentar/biometrie-wird-neu-vermessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2026 09:29:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Die aktuelle Ausgabe von risControl widmet sich im Hauptthema der biometrischen Absicherung. Berufsunfähigkeit, schwere Erkrankungen, Pflege, Ableben und Einkommensausfälle zählen zu den Risiken, die eine finanzielle Planung grundlegend verändern können. Gleichzeitig eröffnen medizinischer Fortschritt und eine genauere Datenauswertung neue Möglichkeiten – werfen aber auch Fragen nach Versicherbarkeit, Verantwortung und dem Schutz sensibler Informationen auf. In [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="isSelectedEnd">Die aktuelle Ausgabe von risControl widmet sich im Hauptthema der biometrischen Absicherung. Berufsunfähigkeit, schwere Erkrankungen, Pflege, Ableben und Einkommensausfälle zählen zu den Risiken, die eine finanzielle Planung grundlegend verändern können. Gleichzeitig eröffnen medizinischer Fortschritt und eine genauere Datenauswertung neue Möglichkeiten – werfen aber auch Fragen nach Versicherbarkeit, Verantwortung und dem Schutz sensibler Informationen auf.</p>
<p>In seinem Beitrag „Biometrie wird neu vermessen“ beleuchtet <a href="http://linkedin.com/in/rené-schachinger-537bba130">René Schachinger</a> das Spannungsfeld zwischen besserer Vorsorge und dem gläsernen Kunden. Er zeigt, warum Biometrie kein Randthema der Beratung sein darf und weshalb sich die Zukunft dieses Bereichs nicht allein an präziseren Risikomodellen entscheiden wird. Entscheidend ist, ob Daten tatsächlich zu besserer Absicherung führen – oder lediglich zu einer genaueren Selektion.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_08_ee4f0af95813e5">Lesen Sie hier mehr! </a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/13/interview/die-wahrheit-ist-den-menschen-zumutbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2026 08:44:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[In der aktuellen risControl Print Ausgabe (August 2026) sprechen wir mit DI Georg Daurer, Vorstand der BONUS Pensionskassen AG, über Reformbedarf in der zweiten Säule, mehr Transparenz in der Altersvorsorge und Nachhaltigkeit zwischen Verantwortung und Performance. Die Bundesregierung will die betriebliche Altersvorsorge stärken. Für Georg Daurer ist der politische Grundgedanke richtig, die Umsetzung aber noch nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der aktuellen risControl Print Ausgabe (August 2026) sprechen wir mit DI <a href="http://linkedin.com/in/georg-daurer-2b03449a">Georg Daurer,</a> Vorstand der BONUS Pensionskassen AG, über Reformbedarf in der zweiten Säule, mehr Transparenz in der Altersvorsorge und Nachhaltigkeit zwischen Verantwortung und Performance.</strong></p>
<p>Die Bundesregierung will die betriebliche Altersvorsorge stärken. Für Georg Daurer ist der politische Grundgedanke richtig, die Umsetzung aber noch nicht konsequent genug. Im Gespräch erklärt der Vorstand der BONUS Pensionskassen AG, warum die zweite Säule früher ansetzen muss, weshalb Transparenz über alle Vorsorgebausteine entscheidend ist und warum Nachhaltigkeit in der Veranlagung immer auch mit Performance vereinbar sein muss.</p>
<p><strong>risControl:</strong> Hat die Regierung erkannt, dass im Pensionssystem Handlungsbedarf besteht?</p>
<p><strong>Georg Daurer:</strong> Ja, grundsätzlich hat die Regierung erkannt, dass etwas getan werden muss. Der Gedanke ist richtig, die Umsetzung ist aus meiner Sicht aber noch nicht ausreichend. In der ersten Säule wird es langfristig um eine faktische Erhöhung des Pensionsalters gehen. Viele Menschen stellen sich ohnehin bereits darauf ein, länger arbeiten zu müssen.</p>
<p>Auch in der zweiten Säule gibt es Reformbedarf, insbesondere bei der Abfertigung neu beziehungsweise beim BMSVG. Dass man nach mehr als 20 Jahren feststellt, dass die ursprüngliche Konstruktion nicht optimal war, kommt spät. Entscheidend ist jetzt, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.</p>
<p><strong>risControl:</strong> Was müsste bei der zweiten Säule anders laufen?</p>
<p><strong>Daurer:</strong> Es geht darum, von Beginn an Kapital aufzubauen, aus dem später tatsächlich eine zusätzliche Pension entstehen kann. Kleine Beiträge brauchen lange Zeiträume, bis daraus ein Kapitalstock entsteht, der groß genug ist, um eine spürbare Pensionsleistung zu finanzieren. Das dauert 20 Jahre oder länger.</p>
<p>Deshalb müsste stärker in Richtung Vorsorge gedacht werden. Wenn Kapital erst spät pensionsorientiert veranlagt wird, ist viel Potenzial verloren. Je früher begonnen wird, desto eher kann daraus eine echte Zusatzpension entstehen.</p>
<p><strong>risControl:</strong> Wie kann man Arbeitnehmer stärker für die betriebliche Altersvorsorge sensibilisieren?</p>
<p><strong>Daurer:</strong> In Österreich ist die Haltung stark verbreitet, dass der Staat es schon richten wird. Diese Mentalität muss sich ändern. Der Bürger sollte mehr Freiheit bekommen, aber auch mehr Verantwortung übernehmen können.</p>
<p>Gleichzeitig braucht es konkrete Maßnahmen. Die Lohnnebenkosten sollten gesenkt werden, während die Beiträge zur betrieblichen Vorsorge schrittweise erhöht werden könnten. Die derzeitigen 1,53 Prozent stammen aus der Einführungsphase des Modells Anfang der 2000er-Jahre. Aus heutiger Sicht ist das zu wenig. Eine Möglichkeit wäre, bei Kollektivvertragserhöhungen einige Basispunkte zusätzlich für die Vorsorge vorzusehen.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_08_ee4f0af95813e5">Lesen Sie hier mehr dazu! </a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Finanzdienstleister brauchen Deregulierung</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/12/kolumne/finanzdienstleister-brauchen-deregulierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 14:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich war in der Tageszeitung Die Presse ein Interview mit OeNB-Direktor Thomas Steiner und Michael Theurer, Vorstand der deutschen Bundesbank zu lesen. Eine der Kernfragen lautete, ob Europa ein eigenes, vereinfachtes Regime für kleine Banken benötigt. Denn insbesondere kleine Institute beklagen, dass die Regulierung nicht mehr verhältnismäßig sei. Das lässt spontan folgende Frage aufkeimen: Wo [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich war in der Tageszeitung <em>Die Presse</em> ein Interview mit OeNB-Direktor Thomas Steiner und Michael Theurer, Vorstand der deutschen Bundesbank zu lesen. Eine der Kernfragen lautete, ob Europa ein eigenes, vereinfachtes Regime für kleine Banken benötigt. Denn insbesondere kleine Institute beklagen, dass die Regulierung nicht mehr verhältnismäßig sei. Das lässt spontan folgende Frage aufkeimen:</p>
<p><strong>Wo bleibt das Regime für kleine Finanzdienstleister?</strong></p>
<p>Die EU ist weithin bekannt als Regulierungs-Weltmeister. Nicht nur, aber insbesondere im Banken- und Finanzdienstleistungssektor bedroht ausufernde Regulatorik – wie beispielsweise IFR/IFD, DORA, SFDR, EU-Geldwäsche-Bestimmungen und Sanktionsregime – zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit, das Wachstum und damit den langfristigen Erfolg, um nicht zu sagen das wirtschaftliche Überleben. Regelwerke, die im Brüsseler Elfenbeinturm für international agierende Kredit- und Finanzkonzerne entworfen werden, kennen kaum Vereinfachungen für kleine, national tätige Finanzdienstleister wie beispielsweise österreichische Wertpapierfirmen und Wertpapierdienstleistungsunternehmen. Selbst kleinste Unternehmen bis hin zum Ein-Personen-WPDLU unterliegen vielfach Bestimmungen, die auch für Finanzkonzerne mit einer Hundertschaft an Mitarbeitern eine Herausforderung darstellen.</p>
<p><strong>Kein Finanz-Omnibus in Sicht</strong></p>
<p>Beim regulatorisch ebenso vollkommen ausgearteten Thema Nachhaltigkeit rudert die EU-Kommission zurück. Technokratische Regelwerke, die keine entsprechend große Wirksamkeit für Klima und Umwelt haben – wie CSRD, ESRS, EUDR, CSDDD usw. –, werden mit Omnibus-Verordnungen zusammengestutzt. Omnibusse, die MiFID II, IDD bzw. die kommende Retail Investment Strategy RIS oder die ab Juli 2027 geltenden Geldwäsche-Bestimmungen auf ein angemessenes, gesundes Maß zurückführen, sind jedoch nicht in Sicht.</p>
<p><strong>Deregulierung steht in den Sternen</strong></p>
<p>Kleine und kleinste Finanzdienstleister werden sich weiterhin durch hunderte Seiten umfassende Regelwerke kämpfen müssen, die auch die Großen der Finanzbranche zum Schwitzen bringen. Das mag zur Konsolidierung der Branche beitragen, zum Wachstum leider nicht.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Gewährleistungs- und Betriebsschutzversicherung</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/12/news/neue-gewaehrleistungs-und-betriebsschutzversicherung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 13:29:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit einer neuen Gewährleistungs- und Betriebsschutzversicherung will Höher Insurance Services eine Lücke zwischen klassischer Betriebshaftpflicht und Ansprüchen aus Gewährleistung beziehungsweise Vertragserfüllung schließen. Versichert werden sollen unvorhersehbare, außergewöhnliche oder besondere Ereignisse im Zusammenhang mit Gewährleistung und Vertragserfüllung. Dazu können etwa Planungs- und Vermessungsfehler, Material- oder Herstellungsfehler, Setzungen, Unterspülungen, Elementarschäden sowie Diebstahl oder Vandalismus zählen. Unter bestimmten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer neuen Gewährleistungs- und Betriebsschutzversicherung will <a href="https://www.linkedin.com/company/hoeherinsurance/about/">Höher Insurance Services</a> eine Lücke zwischen klassischer Betriebshaftpflicht und Ansprüchen aus Gewährleistung beziehungsweise Vertragserfüllung schließen.</p>
<p>Versichert werden sollen unvorhersehbare, außergewöhnliche oder besondere Ereignisse im Zusammenhang mit Gewährleistung und Vertragserfüllung. Dazu können etwa Planungs- und Vermessungsfehler, Material- oder Herstellungsfehler, Setzungen, Unterspülungen, Elementarschäden sowie Diebstahl oder Vandalismus zählen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch die Insolvenz eines Subunternehmers relevant sein.</p>
<p>Zusätzlich umfasst die Deckung Nachbesserungsbegleitkosten sowie Ansprüche, die erst nach Ablauf der Gewährleistungsfrist entstehen beziehungsweise geltend gemacht werden.</p>
<p>Risikoträger ist die Liberty Mutual Insurance Europe SE, Direktion für Deutschland, die Abwicklung erfolgt über Höher Insurance Services. Vorgesehen ist zunächst eine Deckungssumme von 250.000 Euro, höhere Summen sollen möglich sein.</p>
<p>Die Versicherung kann als eigenständiger Vertrag abgeschlossen werden, setzt jedoch eine bestehende Betriebshaftpflichtversicherung voraus. Damit versteht sich das Produkt als Ergänzung zur bisherigen betrieblichen Haftpflichtdeckung. Der Vertrieb soll auch über Versicherungsmakler und Versicherungsagenten erfolgen. Rene Hompasz beziffert das mögliche Kundenpotenzial mit rund 70.000 Betrieben.</p>
<p>Mit der Einführung des Produkts ist auch ein Schulungsangebot für Vertriebspartner geplant. Nach dem IDD-Tag sollen über die Höher Akademie kostenlose juristische Weiterbildungen angeboten werden, die als IDD-Weiterbildung angerechnet werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die rechtlichen und versicherungstechnischen Fragen rund um Gewährleistung und Vertragserfüllung.</p>
<p>Die vollständigen Bedingungen und Leistungsdetails werden am 16. September veröffentlichen. Beim IDD-Tag widmet sich auch Dr. Johannes Stögerer von Bauer Hartmann Stögerer Consulting den Deckungsmöglichkeiten nach Artikel 7 AHVB 2005. Weitere Programmpunkte beschäftigen sich unter anderem mit Cyberversicherung, Künstlicher Intelligenz, Wirtschaftskriminalität und der Konsolidierung des Versicherungsmarktes.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Halbjahresergebnis</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/11/news/halbjahresergebnis-7/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 15:55:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Generali Group hat im ersten Halbjahr 2026 Prämien und Ergebnis gesteigert. Die verrechneten Bruttoprämien erhöhten sich um 5,8 Prozent auf 53,4 Milliarden Euro. Sowohl die Schaden- und Unfallversicherung mit einem Plus von 6,3 Prozent als auch das Lebensversicherungsgeschäft mit einem Zuwachs von 5,5 Prozent trugen zur Entwicklung bei. In der Lebensversicherung verzeichnete der Konzern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Generali Group hat im ersten Halbjahr 2026 Prämien und Ergebnis gesteigert. Die verrechneten Bruttoprämien erhöhten sich um 5,8 Prozent auf 53,4 Milliarden Euro. Sowohl die Schaden- und Unfallversicherung mit einem Plus von 6,3 Prozent als auch das Lebensversicherungsgeschäft mit einem Zuwachs von 5,5 Prozent trugen zur Entwicklung bei.</p>
<p>In der Lebensversicherung verzeichnete der Konzern Nettomittelzuflüsse von 8,3 Milliarden Euro. Der New Business Value stieg um 21,1 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.</p>
<p>Das operative Ergebnis erhöhte sich um 11,2 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Besonders deutlich fiel der Zuwachs im Bereich Asset &amp; Wealth Management mit 31,3 Prozent aus. Das bereinigte Konzernergebnis erreichte 2,5 Milliarden Euro und lag damit um 13,7 Prozent über dem Vergleichswert. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 14,3 Prozent auf 1,68 Euro. In der Schaden- und Unfallversicherung lag die Combined Ratio bei 91,5 Prozent und damit um 0,5 Prozentpunkte über dem Vergleichswert. Die undiscounted Combined Ratio erhöhte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 93,8 Prozent. Nach Angaben der Generali belasteten Naturkatastrophen die Combined Ratio mit 1,9 Prozentpunkten. Das verwaltete Vermögen des Konzerns belief sich auf 944 Milliarden Euro und lag damit um 4,9 Prozent über dem Stand zum Jahresende 2025. Die Solvabilitätsquote betrug 216 Prozent nach 219 Prozent Ende 2025. Dabei wurde bereits das Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro berücksichtigt.</p>
<p>Generali-CEO Philippe Donnet sieht in den Halbjahreszahlen eine Bestätigung der bisherigen Umsetzung der Konzernstrategie „Lifetime Partner 27: Driving Excellence“. Der Konzern hält an seinen für den Strategiezeitraum gesetzten Zielen fest.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorsorge mit Substanz</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/11/kolumne/vorsorge-mit-substanz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 07:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach starken Kursanstiegen bei Technologie- und Halbleiteraktien ist Vorsorge wieder stärker eine Frage des Einstiegspreises. Substanz bedeutet dabei nicht, nur Aktien mit niedrigem Kurs-Gewinn-Verhältnis zu kaufen. Entscheidend sind robuste Bilanzen, verlässliche Cashflows, Preissetzungsmacht und zumindest moderates Wachstum. Erst diese Kombination schafft einen Puffer gegen enttäuschte Erwartungen. Bewertung statt Modetrend Der Nasdaq-100 Index lag zwar per [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach starken Kursanstiegen bei Technologie- und Halbleiteraktien ist Vorsorge wieder stärker eine Frage des Einstiegspreises. Substanz bedeutet dabei nicht, nur Aktien mit niedrigem Kurs-Gewinn-Verhältnis zu kaufen. Entscheidend sind robuste Bilanzen, verlässliche Cashflows, Preissetzungsmacht und zumindest moderates Wachstum. Erst diese Kombination schafft einen Puffer gegen enttäuschte Erwartungen.</p>
<p><strong>Bewertung statt Modetrend</strong></p>
<p>Der Nasdaq-100 Index lag zwar per 27. Juli auf Jahressicht noch 20 Prozent im Plus, doch seit Juni könnte sich charttechnisch bereits ein Scheitel gebildet haben. Eine längere Korrekturphase ist nicht mehr auszuschließen, zumal ein Vorläuferindikator, nämlich der Philadelphia Semiconductor Index für Halbleiteraktien, zwischen dem 22. Juni und 27. Juli um 21 Prozent korrigierte. Die restlichen Märkte hat dies aber noch wenig tangiert. Die Korrektur war überfällig, denn per 30. Juni wies der MSCI World Semiconductors and Semiconductor Equipment Index ein KGV von 49,36, ein erwartetes KGV von 23,52 und ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 17,09 auf. Einzelne Enttäuschungen bei Auftragseingang, Margen oder Investitionsbudgets können auf so einem Bewertungsniveau heftige Ausschläge auslösen. Das spricht nicht gegen Technologie, sondern gegen blinde Konzentration. Ein Wachstumsunternehmen kann attraktiv sein, wenn seine Gewinne schneller steigen als die Bewertung. Umgekehrt wird selbst ein hervorragendes Geschäftsmodell riskant, wenn der Kurs bereits ein nahezu perfektes Szenario vorwegnimmt. Für die Vorsorge ist daher eine Mischung aus breitem Markt, Value, Dividendenqualität und ausgewählten Zukunftsthemen belastbarer als die Jagd nach dem jeweils heißesten Trend.</p>
<p><strong>Value mit Wachstum</strong></p>
<p>Warren Buffett sucht keine statistisch billigen Problemfälle, sondern Unternehmen, deren wirtschaftlicher Wert langfristig wächst und deren Aktien mit Sicherheitsmarge erworben werden können. Der Ansatz ist ein Dauerbrenner, aber kein permanenter Outperformer. Laut Berkshire Hathaway legte der Marktwert der Berkshire-Aktie von 1965 bis Ende 2025 im Durchschnitt um 19,7 Prozent pro Jahr zu, der S&amp;P 500 einschließlich Dividenden um 10,5 Prozent. In einzelnen Jahren und längeren Phasen blieb Berkshire dennoch hinter dem Index zurück. Value verlangt Geduld und funktioniert gerade deshalb nicht wie ein kurzfristiges Handelssignal.</p>
<p>Auch auf Indexebene ist der Bewertungspuffer sichtbar. Der MSCI World Enhanced Value Index kam Ende Juni 2026 auf ein KGV von 15,67, ein erwartetes KGV von 10,97 und ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,67. Der breite MSCI ACWI war mit einem KGV von 23,64, einem erwarteten KGV von 17,78 und dem 3,86-Fachen des Buchwerts wesentlich teurer. Der Abschlag schützt nicht vor Verlusten, senkt aber die Fallhöhe, sofern Gewinne und Bilanzen stabil bleiben.</p>
<p>Für ein substanzorientiertes Aktienuniversum kommen neben Berkshire Hathaway auch etablierte europäische Dauerläufer infrage. Unilever erwirtschaftet bereits 59 Prozent seiner Umsätze in Emerging Markets. Die Top-5-Märkte sind die USA, Indien, Brasilien, China und UK. Im ersten Halbjahr konnte bei leichtem Umsatzanstieg der freie Cashflow von 1,08 Milliarden auf 1,55 Milliarden US-Dollar gesteigert werden. Analysten erwarten von 2025 bis 2028 ein Wachstum des Gewinnes je Aktie von 9,8 Prozent p.a. (Quelle: MarketScreener).</p>
<p>Nestlé steigerte im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz organisch um 3,6 Prozent und erwirtschaftete einen freien Cashflow von 3,38 Milliarden CHF (+46,3 %). Nestlé ist gerade dabei, die Kosten zu senken und mittelfristig ist eine höhere Rentabilität durchaus wahrscheinlich. Beide Konzerne verfügen über globale Marken, müssen aber beweisen, dass Preiserhöhungen nicht dauerhaft zulasten der Absatzmengen gehen.</p>
<p>Die Deutsche Telekom erhöhte 2025 das bereinigte EBITDA nach Leasing um 2,8 Prozent auf 44,2 Milliarden Euro und schlug eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor, was in etwa einer Dividendenrendite von 3,6 Prozent entspricht. Allianz steigerte 2025 das operative Ergebnis um 8,4 Prozent auf den Rekordwert von 17,4 Milliarden Euro und die Dividende um elf Prozent auf 17,10 Euro (rund 4 % Dividendenrendite). Telekommunikation und Versicherung sind nicht konjunkturfrei, liefern aber vergleichsweise gut planbare Zahlungsströme.</p>
<p>Lesen Sie mehr in der August Print Ausgabe von risControl.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>risControl 08/2026</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/11/news/riscontrol-08-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[riscontrol]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 04:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Lesen Sie hier schon vorab die August-Ausgabe von risControl!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Lesen Sie hier schon vorab die August-Ausgabe von risControl!</h3>
<p><iframe title="risControl 2026/08" src="https://e.issuu.com/embed.html?u=riscontrol&#038;d=riscontrol_2026_08_ee4f0af95813e5" style="border:none; width: 662px; height: 508px;" allow="clipboard-write,allow-top-navigation,allow-top-navigation-by-user-activation,allow-downloads,allow-scripts,allow-same-origin,allow-popups,allow-modals,allow-popups-to-escape-sandbox,allow-forms"  allowfullscreen="true"></iframe></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rekord-Dürreschäden in der Landwirtschaft</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/10/markt/rekord-duerreschaeden-in-der-landwirtschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[riscontrol]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 12:06:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Markt]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ausbleibende Niederschläge und eine Hitzewelle nach der anderen mit einem Temperaturrekord von 41,2 °C in Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) kennzeichnen das bisherige Dürrejahr. Die Konsequenz für die Landwirtschaft: Katastrophale Dürreschäden sorgen für massive Ernteeinbußen und Futterknappheit für die Tiere. Über alle Bundesländer hinweg verzeichnen wir in den vergangenen Wochen und Monaten massive Niederschlagsdefizite. In manchen Regionen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ausbleibende Niederschläge und eine Hitzewelle nach der anderen mit einem Temperaturrekord von 41,2 °C in Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) kennzeichnen das bisherige Dürrejahr. Die Konsequenz für die Landwirtschaft: Katastrophale Dürreschäden sorgen für massive Ernteeinbußen und Futterknappheit für die Tiere. Über alle Bundesländer hinweg verzeichnen wir in den vergangenen Wochen und Monaten massive Niederschlagsdefizite. In manchen Regionen fiel seit dem 15. Juni um mehr als 75 Prozent weniger Niederschlag als im 10-jährigen Niederschlagsmittel (2016–2025). Hinzu kommen Hitzetage (Tage mit Temperatur &gt; 30°C) wie noch nie: 42 Hitzetage bis zum Stichtag 10. August, gemessen in Wien, Innere Stadt. Aufgrund dieser Rekordwerte haben wir Dürreschäden wie noch nie: Der Gesamtschaden in der Landwirtschaft liegt bei 1 Milliarde Euro. Betroffen sind das gesamte Bundesgebiet und sämtliche Kulturen, insbesondere Grünland, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Kürbisse und Soja, aber auch regional Getreide. Traten früher Dürreschäden alle zehn Jahre auf, sind wir mittlerweile alle zwei bis drei Jahre mit großen Schäden konfrontiert – heuer mit einem traurigen Rekord. Das zeigt uns, dass die Landwirtschaft wie kein anderer Sektor vom Klimawandel betroffen ist. Die gute Nachricht ist: Die Risikovorsorge durch die Bäuerinnen und Bauern ist sehr hoch. 80 Prozent der Ackerflächen und 40 Prozent der Grünlandflächen sind gegen das Risiko Dürre versichert. Die versicherten Betriebe haben somit einen Rechtsanspruch auf eine Entschädigung“, so Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, in seinen einleitenden Worten zum gemeinsamen Pressegespräch mit Prof. Dr. Anders Levermann, Leiter der Abteilung Komplexitätsforschung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.</p>
<h3>Unberechenbares Wetter und Klima als Bedrohung für Gesellschaft und Wirtschaft</h3>
<p>„Die physikalischen Grundlagen sind seit Langem bekannt und durch unzählige Studien bestätigt: Der Klimawandel ist menschengemacht. Was dabei häufig unterschätzt wird, ist die Dynamik, die uns noch bevorsteht. Das Klimasystem reagiert nicht linear – Wetterextreme nehmen dramatisch zu, und zudem gibt es kritische Schwellenwerte. Wenn diese überschritten werden, werden Prozesse ausgelöst, die nicht mehr umkehrbar sind. Einige dieser Schwellen sind bereits überschritten. Das bedeutet, dass Hitzewellen, wie wir sie heuer erleben, in Zukunft immer häufiger auftreten. Dennoch heißt es nicht, dass betroffene Systeme, wie das Schmelzen der Gletscher oder das Auftauen der Permafrostböden, sofort kollabieren. Diese Prozesse ziehen sich über Jahrzehnte hin und das bedeutet, dass wir für mehrere Generationen in einer Phase zunehmender Instabilität leben werden, mit mehr Wetterextremen und größeren Schwankungen, als wir es bisher gewohnt sind. Daher müssen wir jetzt handeln und nicht erst, wenn weitere Kipppunkte überschritten sind. Beim Klimaschutz geht es direkt um Lebensmittelversorgungssicherheit, um Wettbewerbsfähigkeit und um geopolitische Unabhängigkeit. Die volkswirtschaftlichen Kosten des Nichthandelns sind enorm, sie übersteigen die Kosten einer konsequenten Transformation deutlich. Das müssen wir endlich ernst nehmen“, so der Experte Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.</p>
<h3>Dürre dominiert Schadensbilanz: Versicherte Betriebe haben Rechtsanspruch auf Entschädigung – Schäden führen zu sinkender Selbstversorgung</h3>
<p>„Der Gesamtschaden in der österreichischen Landwirtschaft liegt aufgrund der Dürre aus heutiger Sicht bei 1 Milliarde Euro, und weitere 80 Millionen Euro kommen durch Frost, Hagel, Sturm und Überschwemmung hinzu“, so Weinberger zur aktuellen Schadensbilanz und führt weiter aus: „Diese Zahlen führen uns drei Dinge deutlich vor Augen:</p>
<p><strong>Erstens: </strong>Kein anderer Wirtschaftssektor ist so verwundbar wie die standortgebundene Landwirtschaft mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel. Rund 80 Prozent des Ertrags hängen unmittelbar vom Wetter ab. Viele bäuerliche Betriebe sind durch den vom menschengemachten Klimawandel massiv gefährdet. Die ständige Sorge um die eigene Existenz bedeutet für die betroffenen Landwirtinnen und Landwirte eine enorme psychische Belastung.</p>
<p><strong>Zweitens:</strong> Die aktuelle Situation zeigt uns auf, dass nur mit einer Absicherung durch eine Dürreversicherung derartige Großschäden abgedeckt werden. Als agrarischer Spezialversicherer beweist die Österreichische Hagelversicherung, dass sie auch in besonders fordernden Zeiten ein verlässlicher Partner der Landwirtschaft ist: Durch Risikodiversifikation, eine Risikostreuung über unsere sechs Auslandsmärkte (CZ, HU, SK, SLO, RO, BG), eine starke Rückversicherung, der umfassendsten Produktpalette Europas sowie den Einsatz moderner Technologien bei der Schadenserhebung, wie beispielsweise die Verwendung von Satellitendaten. Wie der internationale Trend zeigt, braucht es aber auch ein umfassendes Public-Private-Partnership-Modell, damit die Versicherung für die Betriebe wirksam und leistbar bleibt.</p>
<p><strong>Drittens: </strong>Der Selbstversorgungsgrad bei heimischen Lebensmitteln wird aufgrund der aktuellen Dürresituation bedingt durch den Klimawandel weiter deutlich zurückgehen. Verschärft wird diese Situation in Österreich zusätzlich durch die fahrlässige und ungebremste Verbauung unserer Äcker und Wiesen. So haben wir bereits jetzt beim Getreide nur mehr einen Selbstversorgungsgrad von 87 Prozent, beim Mais 83 Prozent, Kartoffeln 78 Prozent, bei Gemüse sind es 55 Prozent und bei pflanzlichen Ölen 26 Prozent. Die Ernteausfälle aufgrund des Klimawandels und des Bodenverbrauchs machen uns in der Zukunft noch abhängiger von Importen aus dem Ausland. Lebensmittelversorgung ist daher ein Sicherheitsthema!“</p>
<p>Abschließend weist Weinberger auf die Notwendigkeit von mehr Klima- und Bodenschutz hin: „Nichtstun kommt uns sehr teuer, wie wir im heurigen Jahr sehen. Auch ein Verfehlen der österreichischen Klimaziele bis 2030 wird dem österreichischen Steuerzahler laut Rechnungshof Milliarden an Strafzahlungen bescheren. Zudem geht es beim Klimaschutz nicht nur um die Vermeidung von Schäden und Strafzahlungen in Milliardenhöhe, sondern es geht um die Zukunft der Menschheit und unserer Lebensräume.“</p>
<p><strong>Die meteorologischen Fakten:</strong></p>
<ul>
<li>In manchen Regionen fiel seit 15. Juni um mehr als 75 Prozent weniger Regen als im 10-jährigen Niederschlagsmittel (2016–2025).</li>
<li>Hitzetage wie noch nie: 42 Hitzetage mit Stichtag 10. August, gemessen in Wien innere Stadt. Zum Vergleich: In den 80er Jahren gab es im Durchschnitt neun Hitzetage.</li>
<li>Rekordtemperatur wie noch nie: 41,2°C in in Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) am 5. August.</li>
<li>Hitzewellen sind heute nicht nur häufiger, sondern vor allem deutlich länger als früher – die durchschnittliche Dauer hat sich von 1–8 Tagen (1940er bis 1980er) auf 5–25 Tage (2010er bis 2020er) etwa um das Drei- bis Fünffache erhöht.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Unternehmens&#173;insolvenzen</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/10/news/unternehmensinsolvenzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 07:26:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Österreich 3.443 Unternehmensinsolvenzen registriert. Das sind 1,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2025. Trotz dieses leichten Rückgangs bleibt das Insolvenzniveau historisch hoch – durchschnittlich mussten rund 29 Unternehmen pro Werktag Insolvenz anmelden. „Der leichte Rückgang ist zweifellos ein positives Signal. Von einer nachhaltigen Entspannung kann jedoch keine Rede sein“, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Österreich 3.443 Unternehmensinsolvenzen registriert. Das sind 1,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2025. Trotz dieses leichten Rückgangs bleibt das Insolvenzniveau historisch hoch – durchschnittlich mussten rund 29 Unternehmen pro Werktag Insolvenz anmelden.</p>
<p>„Der leichte Rückgang ist zweifellos ein positives Signal. Von einer nachhaltigen Entspannung kann jedoch keine Rede sein“, erklärt Gerhard M. Weinhofer, Geschäftsführer von Creditreform. Mit 1.313 Insolvenzen entfiel mehr als ein Drittel aller Firmenpleiten auf Wien. Die Bundeshauptstadt weist mit 15,9 Insolvenzen je 1.000 Unternehmen weiterhin die höchste Insolvenzquote Österreichs auf. Besonders stark stiegen die Insolvenzen in Vorarlberg (+37,5 %), Kärnten (+13,3 %), Niederösterreich (+5,8 %) und Oberösterreich (+3,9 %). Deutliche Rückgänge gab es hingegen in Tirol (-39,9 %) und Salzburg (-17,9 %).</p>
<p>Nach Branchen verzeichnete die Bauwirtschaft mit 458 Insolvenzen erneut die meisten Verfahren und eine hohe Insolvenzquote von 19 Insolvenzen je 1.000 Unternehmen. Auch das Beherbergungs- und Gaststättenwesen entwickelte sich mit einem Plus von 5,7 % negativ. Rückläufig waren die Insolvenzen dagegen in der Industrie (-9,9 %), im Handel (-11,2 %), bei unternehmensbezogenen Dienstleistungen (-4,7 %) sowie im Kredit- und Versicherungswesen (-23,4 %). Das höchste Insolvenzrisiko weist weiterhin der Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung mit 23,3 Insolvenzen je 1.000 Unternehmen auf. Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet Creditreform keine wesentliche Verbesserung. Die Konjunktur dürfte sich zwar langsam stabilisieren, hohe Finanzierungskosten, geringe Investitionsbereitschaft und geopolitische Unsicherheiten werden die Unternehmen jedoch weiterhin belasten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Man soll sich selber etwas zutrauen“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/08/06/interview/man-soll-sich-selber-etwas-zutrauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 08:13:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://riscontrol.at/?p=27432</guid>

					<description><![CDATA[Vom Front Office zur Unternehmerin: Michaela Schneeberger spricht über die Übernahme von EFM St. Kathrein, den Rückhalt im Netzwerk und den Mut, mit 43 Jahren noch einmal neu zu beginnen. Manchmal ist die mögliche Nachfolgerin längst im Unternehmen. Sie kennt die Kunden, die Abläufe und den Betrieb – nur sieht sie sich selbst noch nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom Front Office zur Unternehmerin: Michaela Schneeberger spricht über die Übernahme von EFM St. Kathrein, den Rückhalt im Netzwerk und den Mut, mit 43 Jahren noch einmal neu zu beginnen.</strong></p>
<p>Manchmal ist die mögliche Nachfolgerin längst im Unternehmen. Sie kennt die Kunden, die Abläufe und den Betrieb – nur sieht sie sich selbst noch nicht als Unternehmerin.</p>
<p>So war es auch bei Michaela Schneeberger. Seit 2009 arbeitete sie im Front Office von EFM St. Kathrein. Als Franz Ziegerhofer seine Pension plante, wurde ihr angeboten, den Betrieb zu übernehmen. EFM begleitete die Übergabe und war bereit, auch das wirtschaftliche Risiko mitzutragen: Sollte die Übernahme wider Erwarten nicht funktionieren, sollten für Schneeberger daraus keine Schulden entstehen.</p>
<p>Trotz dieses Rückhalts blieb die Entscheidung groß. Sie absolvierte mit 43 Jahren die Ausbildung zur akademischen Versicherungsmaklerin, übernahm 2021 den Standort und führt ihn heute gemeinsam mit zwei Mitarbeiterinnen. Fünf Jahre später sagt sie: „Ich würde es auf alle Fälle wieder tun.“</p>
<p><strong>Frau Schneeberger, was ging Ihnen durch den Kopf, als Ihnen angeboten wurde, den Betrieb zu übernehmen?</strong></p>
<p>Ich habe viele schlaflose Nächte gehabt, bis ich mich auch dank meines familiären Rückhalts wirklich dazu entschlossen habe. Es ging ja doch um eine große Summe. Ich musste mir genau überlegen, ob ich das finanziell stemmen kann und ob ich mir diesen Schritt zutraue.</p>
<p>Ich habe den Betrieb, die Kunden und die Abläufe sehr gut gekannt. Trotzdem ist es etwas anderes, ob man angestellt ist oder plötzlich selbst die gesamte Verantwortung übernimmt.</p>
<p><strong>EFM war bereit, auch das wirtschaftliche Risiko mitzutragen. Wie wichtig war dieser Rückhalt?</strong></p>
<p>Das war natürlich sehr wichtig. Ich bin nicht völlig allein dagestanden. Es hat Unterstützung gegeben, auch bei den ganzen Übergabeformalitäten und beim Zahlungsplan.</p>
<p>Gleichzeitig habe ich die Zahlen des Unternehmens gekannt. Es wäre also schon überraschend gewesen, wenn es nicht funktioniert hätte. Ich hatte die Kunden bereits viele Jahre betreut und kannte das EFM-System sehr gut. Dadurch war das Risiko für mich überschaubarer.</p>
<p><strong>Sie haben mit 43 Jahren noch einmal eine umfassende Ausbildung begonnen. Mussten Sie sich dazu überwinden?</strong></p>
<p>Je älter man ist, desto weniger leicht tut man sich beim Lernen als in jungen Jahren. Aber man kann wieder lernen zu lernen.</p>
<p>Ich glaube, wenn man es wirklich will, kann man es in jedem Alter schaffen. Das Alter ist definitiv kein Hindernis. Man muss einfach offen für neue Sachen sein.</p>
<p>Es gibt immer wieder Systemänderungen und Neuerungen. Jetzt kommt auch die künstliche Intelligenz zu uns ins Haus beziehungsweise ist schon da. Man darf sich vor dem Ganzen nicht verschließen, sondern muss mitgehen und für Neues offen sein.</p>
<p>Lesen Sie mehr in der risControl  August Print Ausgabe.</p>
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