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	<description>Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation</description>
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	<title>risControl</title>
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		<title>Finanzstress durch Klimawandel</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/24/kolumne/finanzstress-durch-klimawandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 14:22:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Die bisherigen Klimastresstests zeigen: Die Stabilität des Finanzsystems ist durch die Klimatransformation grundsätzlich nicht gefährdet. Doch ihre Folgen für die Realwirtschaft treffen zunehmend auch die Finanzinstitute. Das Ausmaß des Einbruchs des BIP durch die extreme Hitze und Dürre in diesem Jahr ist noch nicht abschätzbar. Jedoch kann man davon ausgehen, dass der Schaden für die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die bisherigen Klimastresstests zeigen: Die Stabilität des Finanzsystems ist durch die Klimatransformation grundsätzlich nicht gefährdet. Doch ihre Folgen für die Realwirtschaft treffen zunehmend auch die Finanzinstitute.</em></p>
<p>Das Ausmaß des Einbruchs des BIP durch die extreme Hitze und Dürre in diesem Jahr ist noch nicht abschätzbar. Jedoch kann man davon ausgehen, dass der Schaden für die Volkswirtschaft erheblich sein wird. Man denke nur an Ernteausfälle, Niedrigwasserstände in wichtigen Flüssen, die den Güterverkehr einschränken, geringe Pegelstände für die Kühlung von Kraftwerken, leere Speicherreserven bei der Wasserkraft und nicht zuletzt an die Arbeitsproduktivität, die unter der Hitze leidet. Ein Stressszenario des internationalen Netzwerks der Zentralbanken und Aufsichtsbehörden (NGFS) aus dem Jahr 2025 zeigt, dass Extremwetterereignisse das BIP in der EU innerhalb eines Jahres um fast fünf Prozent drücken könnten und schlussendlich auch auf das Finanzsystem übergreifen und beispielsweise das Kreditrisiko erhöhen. Besonders schwächer kapitalisierte Banken und Institute mit hoher Kreditexponierung wären davon betroffen.</p>
<p><strong>Fit-for-55</strong></p>
<p>Wie stark solche Klimarisiken auf den Finanzsektor durchschlagen können, zeigt die europaweite sektorübergreifende Fit-for-55-Klimaszenarioanalyse für Banken und Versicherungen aus dem Jahr 2024. Die Fit-for-55-Analyse – benannt nach dem EU-Ziel, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken – untersuchte, wie sich die geplante Transformation der europäischen Wirtschaft bis 2030 auf Banken und Versicherungen auswirkt.</p>
<p>Das Ergebnis fällt zunächst beruhigend aus: Die Umsetzung der europäischen Klimaziele gefährdet die Stabilität des Finanzsystems für sich genommen nicht. Im Basisszenario lagen die geschätzten Verluste der Banken bei 5,8 Prozent, jene der Versicherer bei 2,2 Prozent der jeweils betrachteten Exposures. Deutlich höher fallen die Belastungen jedoch aus, wenn die Transformation mit einem makroökonomischen Schock zusammentrifft. Dann steigen die geschätzten Verluste auf 10,9 Prozent bei Banken und 18,8 Prozent bei Versicherern. Mitberücksichtigte Zweitrundeneffekte – der erste Schock löst weitere wirtschaftliche Reaktionen aus, die den ursprünglichen Schaden verstärken – erhöhen die Verluste bei Versicherern sogar auf 23,3 Prozent der erfassten Exposures. Die ausgewiesenen Verluste beziehen sich auf die erfassten Vermögenspositionen und bilden nicht die Entwicklung des Versicherungsgeschäfts, etwa von Prämien und Schäden, ab. Besonders stark werden Versicherer im Extremszenario getroffen, weil der zusätzliche Finanzmarktschock die Swap-Sätze und Credit-Spreads steigen lässt und dadurch insbesondere die Marktwerte von Unternehmens- und Staatsanleihen belastet. Auf Staatsanleihen allein entfallen rund 40 Prozent dieses Effekts.</p>
<p><strong>Erhöhtes Kreditrisiko</strong></p>
<p>In einer weiteren Analyse hat die EZB die Ergebnisse des regulären EU-weiten Bankenstresstests 2025 nachträglich um Transitionsrisiken und akute physische Klimarisiken für den Bankensektor ergänzt. Das Ergebnis: Besonders betroffen sind Banken mit hohen Kreditengagements in energieintensiven Branchen. Die Transformation kann Unternehmen durch hohe Investitionen, steigende Finanzierungskosten und sinkende Profitabilität belasten. Dadurch steigt die Ausfallwahrscheinlichkeit – aus einem Klimarisiko wird ein klassisches Kreditrisiko.</p>
<p><a href="https://issuu.com/riscontrol/docs/riscontrol_2026_09">Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen risControl Print Ausgabe 09 2026.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lehrgang zur Ruhestandsplanung</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/24/veranstaltung/lehrgang-zur-ruhestandsplanung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 11:42:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Lehrgang der IDD-Akademie verbindet finanzielle Vorsorge mit rechtlichen, steuerlichen und gesundheitlichen Fragen rund um die Pension. Er ist von Austrian Standards zertifiziert und richtet sich an Versicherungs- und Vermögensberater ebenso wie an Rechtsanwälte und Steuerberater. „Der demografische Wandel sowie die steigende Komplexität von Pensions- und Vorsorgesystemen erfordern eine professionelle und vor allem interdisziplinäre Beratung“, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Lehrgang der IDD-Akademie verbindet finanzielle Vorsorge mit rechtlichen, steuerlichen und gesundheitlichen Fragen rund um die Pension. Er ist von Austrian Standards zertifiziert und richtet sich an Versicherungs- und Vermögensberater ebenso wie an Rechtsanwälte und Steuerberater. „Der demografische Wandel sowie die steigende Komplexität von Pensions- und Vorsorgesystemen erfordern eine professionelle und vor allem interdisziplinäre Beratung“, sagt Rudolf Mittendorfer, Projektinitiator und Gesellschafter der IDD-Akademie. Der Lehrgang soll dafür Wissen aus Finanzplanung, Recht, Steuern, Gesundheit und Vorsorge zusammenführen.</p>
<p>Die Wiener Städtische setzt die Ausbildung als erstes Versicherungsunternehmen in Österreich für eine Gruppe von 30 Beratern ein. „Wir freuen uns sehr, als First Mover in Österreich diesen Weg zu gehen. Mit der Ausbildung unserer zertifizierten Ruhestandsplaner erweitern wir unser Beratungsangebot deutlich über klassische Vorsorgethemen hinaus und unterstützen unsere Kunden dabei, ihre Pension finanziell selbstbestimmt zu gestalten“<em>, </em>sagt Sonja Brandtmayer, Generaldirektor-Stellvertreterin der Wiener Städtischen.</p>
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		<title>Abfertigung Neu: Mehr Wege zur Zusatzpension</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/24/news/abfertigung-neu-mehr-wege-zur-zusatzpension/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 11:26:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Reform der betrieblichen Altersvorsorge erweitert ab 2028 die Wahlmöglichkeiten bei der Abfertigung Neu. Angesparte Ansprüche sollen leichter in eine Pensionskasse oder Lebensversicherung übertragen werden können. Hinzu kommt eine neue Veranlagungsvariante innerhalb der Vorsorgekassen. Der Nationalrat hat am 23. September eine Reform der zweiten Säule beschlossen. Die klassische Abfertigung Neu mit ihrer gesetzlichen Kapitalgarantie bleibt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Reform der betrieblichen Altersvorsorge erweitert ab 2028 die Wahlmöglichkeiten bei der Abfertigung Neu. Angesparte Ansprüche sollen leichter in eine Pensionskasse oder Lebensversicherung übertragen werden können. Hinzu kommt eine neue Veranlagungsvariante innerhalb der Vorsorgekassen.</strong></p>
<p>Der Nationalrat hat am 23. September eine Reform der zweiten Säule beschlossen. Die klassische Abfertigung Neu mit ihrer gesetzlichen Kapitalgarantie bleibt bestehen. Beschäftigte sollen künftig aber mehr Möglichkeiten erhalten, ihr Guthaben für eine Zusatzpension zu nutzen – auch dann, wenn ihr Arbeitgeber keinen Pensionskassenvertrag abgeschlossen hat. Dafür wird ein gesetzliches Standardprodukt geschaffen, über das Abfertigungsguthaben freiwillig in eine Pensionskasse übertragen werden können. Ziel ist eine lebenslange Zusatzpension.</p>
<p>Auch die Übertragung von Abfertigungsansprüchen in eine Lebensversicherung wird ermöglicht. Erfolgt sie als Einmalerlag, fällt laut Versicherungsverband VVO keine Versicherungssteuer an. „Die gesetzliche Neugestaltung der betrieblichen Vorsorge ist ein wichtiger Meilenstein für die Menschen in Österreich. Die Novelle eröffnet Erwerbstätigen neue Wahlmöglichkeiten in der betrieblichen Altersvorsorge und dabei spielt auch die Lebensversicherung eine zentrale Rolle“, sagt VVO-Generalsekretär Christian Eltner.</p>
<p>Eine weitere Neuerung betrifft die Veranlagung innerhalb der Vorsorgekassen: Beschäftigte können sich freiwillig für eine Vorsorge-Veranlagungsgemeinschaft mit längerfristiger Ausrichtung und höheren Ertragschancen entscheiden. Bei dieser Variante bleibt das Geld grundsätzlich länger gebunden; die Kapitalgarantie der klassischen Abfertigung Neu gilt hier nicht. Die VBV-Gruppe sieht darin einen „wichtigen ersten Schritt zu einer Zusatzpension für alle“. Entscheidend sei nun, die unterschiedlichen Möglichkeiten und ihre Bedingungen verständlich zu erklären.</p>
<p>Zudem sollen beitragsfreie Abfertigungskonten unter bestimmten Voraussetzungen automatisch zusammengeführt werden; Betroffene können widersprechen. Die Obergrenze für vermögensbezogene Verwaltungskosten der Vorsorgekassen sinkt von 0,8 auf 0,6 Prozent pro Jahr.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Beitritt zu UN Global Compact</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/23/news/beitritt-zu-un-global-compact/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 13:13:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Generali Österreich ist dem UN Global Compact beigetreten. Die Initiative umfasst zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung. Das Unternehmen will seine Strategie und Geschäftspraktiken daran ausrichten und über seine Fortschritte berichten. CEO Gregor Pilgram bezeichnet die Prinzipien und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen als Orientierungsrahmen für das Unternehmen. Bei der Zeichnung von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Generali Österreich ist dem UN Global Compact beigetreten. Die Initiative umfasst zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung. Das Unternehmen will seine Strategie und Geschäftspraktiken daran ausrichten und über seine Fortschritte berichten.</p>
<p>CEO Gregor Pilgram bezeichnet die Prinzipien und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen als Orientierungsrahmen für das Unternehmen. Bei der Zeichnung von Risiken berücksichtigt die Generali nach eigenen Angaben neben wirtschaftlichen Faktoren auch Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien. Unternehmen, die mit Kohle- oder Waffenproduktion, Umweltvergehen, Menschenrechtsverletzungen oder Korruption in Verbindung stehen, erhalten im Rahmen konzernweiter Richtlinien keine Versicherungsdeckung.</p>
<p>Auch bei der Veranlagung fließen laut Generali Nachhaltigkeitskriterien ein. Weitere Schwerpunkte seien Prävention und Gesundheitsförderung, Diversität und Chancengleichheit sowie der Umgang mit Daten und Informationen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wechsel in der Medienarbeit</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/23/news/wechsel-in-der-medienarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 08:09:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Oberösterreichische Versicherung ordnet ihre externe Kommunikation neu: Julian Engelsberger übernimmt künftig die Presseagenden und wird zentraler Ansprechpartner für Medienanfragen. Der 32-jährige Linzer ist bereits seit mehreren Jahren im Bereich Marketing und Kommunikation des Unternehmens tätig. Dort betreute er Teile der Unternehmenskommunikation und leitete die Social-Media-Kanäle. Engelsberger begann seine Laufbahn bei einer regionalen Zeitung, wo [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Oberösterreichische Versicherung ordnet ihre externe Kommunikation neu: <a href="http://linkedin.com/in/julianengelsberger">Julian Engelsberger</a> übernimmt künftig die Presseagenden und wird zentraler Ansprechpartner für Medienanfragen. Der 32-jährige Linzer ist bereits seit mehreren Jahren im Bereich Marketing und Kommunikation des Unternehmens tätig. Dort betreute er Teile der Unternehmenskommunikation und leitete die Social-Media-Kanäle.</p>
<p>Engelsberger begann seine Laufbahn bei einer regionalen Zeitung, wo er über Politik und Wirtschaft in Oberösterreich berichtete. Danach arbeitete er als Pressesprecher in einem oberösterreichischen Regierungsbüro, bevor er zur Oberösterreichischen Versicherung wechselte. Generaldirektor Othmar Nagl verweist auf Engelsbergers Kenntnis des Unternehmens und seine Erfahrung in Journalismus und Pressearbeit.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>So wird die Privatvorsorge wieder fit</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/23/news/so-wird-die-privatvorsorge-wieder-fit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 07:43:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[In Österreich führt die private Pensionsvorsorge ein Schattendasein. Die 2003 eingeführte prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge wird im Neugeschäft kaum noch angeboten. Hauptgrund sind der Konstruktionsfehler aus verpflichtender Aktienquote und Kapitalgarantie. Deutschland hatte ebenfalls Probleme mit der privaten Riester-Rente, schafft aber ab 2027 mit dem neuen Altersvorsorge-Depot ein attraktives Angebot. Eric Samuiloff, Obmann der Fachgruppe Wien der Finanzdienstleister, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>In Österreich führt die private Pensionsvorsorge ein Schattendasein. Die 2003 eingeführte prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge wird im Neugeschäft kaum noch angeboten. Hauptgrund sind der Konstruktionsfehler aus verpflichtender Aktienquote und Kapitalgarantie. Deutschland hatte ebenfalls Probleme mit der privaten Riester-Rente, schafft aber ab 2027 mit dem neuen Altersvorsorge-Depot ein attraktives Angebot. Eric Samuiloff, Obmann der Fachgruppe Wien der Finanzdienstleister, fordert jetzt auch für Österreich rasche Reformen. </em></p>
<p><em> </em>In Österreich stammen von den gesamten Pensionszahlungen im Jahr 2024 von 83,2 Milliarden Euro 91,5 Prozent aus dem staatlichen System. Nur 4,9 Prozent stammen aus privaten Lebensversicherungen, 3,6 Prozent aus Betriebspensionen. Es stammt also fast alles aus dem staatlichen Bereich. Allerdings kann dies nur durch stark steigende Zuschüsse aus dem Budget finanziert werden. Im Jahr 2027 muss der Finanzminister bereits 33,4 Milliarden Euro überweisen. Das Problem des demographischen Wandels wird dadurch verschärft, dass in Zukunft auch die Budgetkosten für Gesundheit und Pflege stark ansteigen. Zwar hatte die damalige ÖVP-FPÖ-Koalition als Ausgleich für die Kürzungen der Pensionsreform 2003 die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge als Produkt für die private Altersvorsorge eingeführt. Der Absatz war anfangs sehr erfolgreich und erreichte am Höhepunkt 1,6 Millionen Verträge. In der globalen Finanzkrise 2008/2009 ließ aber die Kapitalgarantie die Erträge oft bis auf null senken. Ende 2025 existierten bloß 729.000 Verträge, neue Verträge werden kaum noch angeboten.</p>
<p>Deutschland hatte mit der geförderten Riester-Rente ein vergleichbares Produkt für die private Vorsorge eingeführt. Hohe Kosten und die verpflichtende Kapitalgarantie entpuppten die einst versprochenen Renditen als Luftschlösser sorgte für enttäuschende Erträge. Während Österreichs Politiker die Probleme der Zukunftsvorsorge seit Jahren ignorieren, hat jetzt Deutschland endlich gehandelt. Ab dem 1. 1. 2027 startet das neue Altersvorsorgedepot. Dort ist die Kapitalgarantie nicht mehr verpflichtend, selbst reine Aktienfonds sind erlaubt. Die Garantie kann aber, zum Beispiel in Versicherungsprodukten, weiter als Option angeboten werden. Der deutsche Staat fördert Einzahlungen bis zu 1.800 Euro im Jahr mit maximal 540 Euro Grundzulage und zusätzlich 300 Euro pro Kind. Die Auszahlung ist entweder als lebenslange Rente vorgesehen oder als Auszahlungsplan bis zum 85. Lebensjahr.</p>
<p>Für Eric Samuiloff, Obmann der Fachgruppe Wien der Finanzdienstleister, besteht auch in Österreich dringender Handlungsbedarf, um die private Pensionsvorsorge zu beleben. Samuiloff: „Wichtig sind einfache, transparente Lösungen, die attraktive Renditen ermöglichen.“ So hat Samuiloff zwei Vorschläge für sofort umsetzbare Maßnahmen: Erstens muss es bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge eine Wahlmöglichkeit geben, auf die Kapitalgarantie zu verzichten. Die Veranlagung könnte gemäß § 25 Pensionskassengesetz erfolgen. Diese Regeln erlauben ein sehr breites Anlagespektrum ohne fixe Obergrenzen für Aktien, es muss aber auch möglichst stabile Erträge geachtet werden. Zweitens müsste ein steuerfreies Vorsorgedepot zur Pensionsvorsorge eingerichtet werden, in dem jährliche Einzahlungen bis zu 5.000 Euro möglich sind. Auch hier sollte die Veranlagung wie im Pensionskassengesetz geregelt sein. Finanzdienstleister-Obmann Samuiloff: „Es macht keinen Sinn, wie vorgeschlagen nur Kinderdepots zu fördern, mit denen dann mit 18 ein neues Auto gekauft werden kann. Die Förderung muss für alle Altersklassen offen sein.“</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„So viel persönlich wie möglich“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/22/interview/so-viel-persoenlich-wie-moeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 14:10:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserer Serie stellen wir die Mitarbeiter des ÖBV-Partnervertriebs vor. Sie erzählen von ihrer Tätigkeit, der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihrem persönlichen Zugang zum Maklervertrieb. Diesmal im Gespräch: Manuel Felber, Partnerbetreuer für Wien, Niederösterreich Süd und das Burgenland Was bedeutet es für Sie, bei der ÖBV dabei zu sein? Für mich bedeutet es, ein aktiver [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer Serie stellen wir die Mitarbeiter des ÖBV-Partnervertriebs vor. Sie erzählen von ihrer Tätigkeit, der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern und ihrem persönlichen Zugang zum Maklervertrieb. Diesmal im Gespräch: <a href="http://linkedin.com/in/manuel-felber-30a9ab1a0"><strong>Manuel Felber, Partnerbetreuer für Wien, Niederösterreich Süd und das Burgenland</strong></a></p>
<p><strong>Was bedeutet es für Sie, bei der ÖBV dabei zu sein?</strong><br />
Für mich bedeutet es, ein aktiver Werbeträger unseres Vereins und unserer Werte zu sein. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit tragen wir eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern. Es ist meine Aufgabe, die ÖBV im „Versicherungsdschungel“ klar zu positionieren, sichtbar zu machen und unsere Philosophie authentisch nach außen zu vertreten.</p>
<p><strong>Was ist Ihnen in Ihrer Tätigkeit besonders wichtig und wie unterstützen Sie Ihre Vertriebspartner<br />
</strong>Das Persönliche steht für mich klar im Mittelpunkt. Mein Leitsatz lautet: so viel persönlich wie möglich, so viel digital wie nötig. Vertrauen ist die Grundlage jeder erfolgreichen Zusammenarbeit – und dieses entsteht vor allem im direkten Austausch.</p>
<p>Genau diesen Ansatz lebe ich auch in der Unterstützung meiner Vertriebspartner. Ich begleite sie individuell, bin möglichst oft vor Ort und stehe als verlässlicher Ansprechpartner zur Verfügung. Mir ist wichtig, schnell erreichbar zu sein, praxisnahe Lösungen zu bieten und gemeinsam Strategien zu entwickeln. Digitale Tools nutze ich gezielt als Ergänzung, aber der persönliche Kontakt bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor.</p>
<p><strong>Wie würden Sie Ihre Tätigkeit beschreiben und welche Aspekte sind Ihnen besonders wichtig? </strong><br />
Meine Tätigkeit lässt sich schwer in eine klassische Rollenbeschreibung pressen – und genau das macht sie so spannend. Im Kern verstehe ich mich als ganzheitlicher Begleiter unserer Vertriebspartner: nah an der Praxis, mitten im Geschehen und gleichzeitig mit Blick auf übergreifende Themen und Entwicklungen.</p>
<p>Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit besteht darin, präsent zu sein – bei unseren Partnern vor Ort, im persönlichen Austausch und in konkreten Vertriebssituationen. Dabei geht es nicht nur um Produkte oder Zahlen, sondern vor allem um Menschen, Beziehungen und nachhaltigen Erfolg. Gleichzeitig bin ich auch in viele koordinierende und unterstützende Prozesse eingebunden, die im Hintergrund laufen, aber entscheidend für den gemeinsamen Erfolg sind.</p>
<p>Wichtig sind mir dabei vor allem Verlässlichkeit, Handschlagqualität und ein ehrlicher, offener Umgang. Ich sehe mich als Bindeglied zwischen Vertriebspartnern und Unternehmen – jemand, der zuhört, versteht und Lösungen schafft.</p>
<p>Wenn man es mit einem Augenzwinkern sagen möchte: Ich bin eine Art „Rundum-Betreuer“. Oder, wie ich es manchmal nenne – der „ÖBV Scatman“: flexibel, schnell und immer dort, wo ich gerade gebraucht werde.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gerhard Heine für langjährige Zusammenarbeit geehrt</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/22/veranstaltung/gerhard-heine-fuer-langjaehrige-zusammenarbeit-geehrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 14:05:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[KommR Gerhard Heine erhielt beim Expertentreffen in Rust die Goldene Ehrennadel des Fachverbandes der Versicherungsmakler. Heine war 45 Jahre bei der Wiener Städtischen tätig und leitete über viele Jahre deren Partnervertrieb. Fachverbandsobmann Christoph Berghammer hob hervor, dass sich Gerhard Heine in guten ebenso wie in schwierigen Zeiten für die Anliegen der Versicherungsmakler eingesetzt habe. Die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>KommR Gerhard Heine erhielt beim Expertentreffen in Rust die Goldene Ehrennadel des Fachverbandes der Versicherungsmakler. Heine war 45 Jahre bei der Wiener Städtischen tätig und leitete über viele Jahre deren Partnervertrieb. Fachverbandsobmann Christoph Berghammer hob hervor, dass sich Gerhard Heine in guten ebenso wie in schwierigen Zeiten für die Anliegen der Versicherungsmakler eingesetzt habe. Die Ehrung würdigte seinen langjährigen Einsatz und die verlässliche Zusammenarbeit.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cyber-Powertag und Geschäftsführer-Treffen</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/22/veranstaltung/cyber-powertag-und-geschaeftsfuehrer-treffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 13:13:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[g&#38;o brokernet stellt Ende September Cyber, KI, digitale Prozesse und Weiterbildung in den Mittelpunkt. Am 24. September findet ein Cyber-Powertag statt, am 25. September folgt das halbjährliche Geschäftsführer-Treffen der Versicherungsmakler-Gruppierung. Beim Geschäftsführer-Treffen stehen unter anderem der Bericht des Beirats, Produktentwicklung, IT/EDV sowie Akademie und Weiterbildung auf der Agenda. Zusätzlich werden die Ergebnisse einer Umfrage zur [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>g&amp;o brokernet stellt Ende September Cyber, KI, digitale Prozesse und Weiterbildung in den Mittelpunkt. Am 24. September findet ein Cyber-Powertag statt, am 25. September folgt das halbjährliche Geschäftsführer-Treffen der Versicherungsmakler-Gruppierung.</p>
<p>Beim Geschäftsführer-Treffen stehen unter anderem der Bericht des Beirats, Produktentwicklung, IT/EDV sowie Akademie und Weiterbildung auf der Agenda. Zusätzlich werden die Ergebnisse einer Umfrage zur Zufriedenheit mit zentralen Leistungsbereichen vorgestellt und im Plenum diskutiert. Daraus sollen konkrete Optimierungsschritte abgeleitet werden.</p>
<p>Ein Schwerpunkt liegt auf der digitalen Unterstützung der Mitgliedsbetriebe. Plattform, App, Intranet und Maklerforum sollen Abläufe erleichtern, Informationen schneller verfügbar machen und den Austausch innerhalb der Gruppe stärken. Auch KI wird als Werkzeug gesehen, um Informationen zu strukturieren, Unterlagen nutzbar zu machen und Prozesse vorzubereiten. Die fachliche Verantwortung bleibt beim Makler.</p>
<p>Der Cyber-Powertag widmet sich einem Thema, das längst auch kleine und mittlere Unternehmen betrifft. Für Maklerbetriebe geht es darum, Cyberrisiken verständlich einzuordnen, Prävention mitzudenken und passende Absicherungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Wir berichten mit einer ausführlichen Nachlese.</p>
<p>Auch die brokernet Akademie ist Teil des Programms. Im Fokus stehen Weiterbildungsangebote, die sich an der Praxis der Maklerbetriebe orientieren und aktuelle Fragen aus Beratung, Produktwelt, Regulierung und Digitalisierung aufgreifen. Für Oktober und November sind weitere Schulungen geplant.</p>
<p>„Aus Überzeugung dabei heißt für uns, genau hinzuhören: Was brauchen Maklerbetriebe wirklich? Wo verlieren sie Zeit? Wo braucht es bessere Lösungen, mehr Wissen oder digitale Unterstützung? Bei g&amp;o brokernet entstehen Antworten gemeinsam mit den Mitgliedern, dem Beirat, unserem Team und unseren Versicherungspartnern“, sagt Doris Antoni, Marketing und Vertrieb bei g&amp;o brokernet.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verschärfte Regeln für „grün“ und „nachhaltig“</title>
		<link>https://riscontrol.at/2026/09/21/kommentar/verschaerfte-regeln-fuer-gruen-und-nachhaltig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Wrumen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 17:18:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[Ab 27. September 2026 sind die neuen, von der EU drastisch verschärften Regeln für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbrauchern anzuwenden. Allgemeine Umweltaussagen, wie „grün“, „nachhaltig“ und „umweltfreundlich“, sind verboten, wenn ihnen keine anerkannte hervorragende Umweltleistung zugrunde liegt. Nachhaltigkeitssiegel dürfen nur mehr verwendet werden, wenn sie auf einem unabhängigen Zertifizierungssystem beruhen (wie z.B. das FNG-Siegel) oder [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab 27. September 2026 sind die neuen, von der EU drastisch verschärften Regeln für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbrauchern anzuwenden. Allgemeine Umweltaussagen, wie „grün“, „nachhaltig“ und „umweltfreundlich“, sind verboten, wenn ihnen keine anerkannte hervorragende Umweltleistung zugrunde liegt. Nachhaltigkeitssiegel dürfen nur mehr verwendet werden, wenn sie auf einem unabhängigen Zertifizierungssystem beruhen (wie z.B. das FNG-Siegel) oder von staatlichen Stellen vergeben werden (wie z.B. das Österreichische Umweltzeichen).</p>
<p><strong>Auch Finanzberater betroffen</strong></p>
<p>Umfasst von den neuen Bestimmungen der Empowering Consumers-Richtlinie EmpCo, die im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb UWG national umgesetzt wurden, sind sämtliche Wirtschaftsbereiche – also auch die Finanzdienstleistung. Ziel ist es, Verbraucher vor unzutreffenden Umweltaussagen, sprich Greenwashing, zu schützen, sodass diese verantwortungs- und umweltbewusste Kaufentscheidungen treffen können.</p>
<p><strong>Fremde und eigene Aussagen prüfen!</strong></p>
<p>Für Finanzberater sind einerseits jene Umweltaussagen relevant, die Produktpartner über ihre Versicherungsprodukte, Investmentfonds, ETFs usw. treffen. Werden solche Aussagen z.B. für Beratungsgespräche oder die eigene Werbung übernommen, sollte vorher geprüft werden, ob die Produktinformationen den neuen Bestimmungen entsprechen.</p>
<p>Die neuen Regeln gelten andererseits auch für eigene, selbst formulierte oder von Dritten übernommene Aussagen, die Finanzberatern an ihre Privatkunden kommunizieren. Betroffen sind alle Arten der Kommunikation wie z.B. Internetseiten und Newsletter, Social Media-Beiträge, gedruckte Broschüren und Präsentationen sowie die Beratungsdokumentation.</p>
<p><strong>Aus für fragwürdiges „grünes“ Marketing</strong></p>
<p>Die EmpCo-Bestimmungen werden zahlreiche, rein aus Marketinggründen erfundene grüne und nachhaltige „Gütesiegel“ vom Markt verschwinden lassen, nicht nur in der Finanzdienstleistung, sondern insbesondere auch bei Lebensmitteln und Textilien. Finanzberatern sollten ihre eigene Kommunikation (Internetseite usw.) nach „grünen“ Aussagen durchforsten und sie an die neuen Regeln anpassen – oder entfernen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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