Die Vienna Insurance Group (VIG) hat im Geschäftsjahr 2025 die verrechneten Prämien um 7,1 Prozent auf 16,31 Milliarden Euro erhöht. Das Wachstum kam aus allen Segmenten und Sparten, besonders stark entwickelten sich Polen mit einem Plus von 10,7 Prozent, das Segment Erweiterte CEE mit 9,2 Prozent, die Tschechische Republik mit 8,2 Prozent und Österreich mit 4,6 Prozent. Innerhalb der CEE-Region verzeichneten vor allem Kroatien mit 12,9 Prozent, Rumänien mit 9,3 Prozent, Ungarn mit 8,4 Prozent, das Baltikum mit 7,8 Prozent und die Slowakei mit 7,4 Prozent deutliche Zuwächse. Nach Sparten legte insbesondere die Krankenversicherung mit 11,4 Prozent zu, gefolgt von der Lebensversicherung mit 8,9 Prozent und der Kfz-Haftpflichtversicherung mit 7,6 Prozent.
Die Versicherungserlöse stiegen um 8,7 Prozent auf 13,20 Milliarden Euro. Auch hier meldet die VIG Zuwächse in allen Sparten. Die stärksten Impulse kamen aus der Krankenversicherung mit einem Plus von 15,5 Prozent, der Lebensversicherung mit 12,5 Prozent sowie der Kfz-Haftpflichtversicherung mit 10,4 Prozent. Besonders beigetragen hätten dazu die Segmente Erweiterte CEE und Spezialmärkte.
Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 31,7 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro und überschritt damit erstmals die Marke von einer Milliarde Euro. Das Konzernergebnis, stieg um 33,3 Prozent auf 834,9 Millionen Euro. Die stärksten Ergebniszuwächse kamen laut VIG aus Polen mit 62,5 Prozent, aus dem Segment Erweiterte CEE mit 48,1 Prozent, aus der Tschechischen Republik mit 35,3 Prozent und aus Österreich mit 29,3 Prozent. Die Netto-Combined-Ratio verbesserte sich 2025 auf 90,1 Prozent. Aufgrund von einem Schadensarmen Jahr 2025 und den guten Länderergebnissen.
Der Vorstand will eine Dividende von 1,73 Euro je Aktie für 2025 nach 1,55 Euro im Vorjahr vorschlagen. Die Solvenzquote lag Ende 2025 bei 296 Prozent.
Mit Blick auf die weitere Entwicklung verweist die VIG auch auf die geplante Übernahme der Nürnberger Beteiligungs-AG. Nach eigenen Angaben hat sich der Konzern bereits 99,2 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte gesichert. Das Closing wird vorbehaltlich regulatorischer Freigaben für den Beginn des zweiten Halbjahres 2026 erwartet.
Für 2026 gibt sich die VIG zuversichtlich und stellt ohne Berücksichtigung der geplanten Nürnberger-Übernahme ein Ergebnis vor Steuern von 1,25 bis 1,3 Milliarden Euro in Aussicht. Darüber hinaus hat die Gruppe mit „evolve28“ neue Ziele bis 2028 formuliert. Angepeilt werden verrechnete Prämien von mindestens 20 Milliarden Euro, ein Ergebnis vor Steuern von mindestens 1,5 Milliarden Euro, eine Netto-Combined-Ratio von höchstens 91 Prozent sowie ein operativer Return on Equity von mindestens 17 Prozent.




