Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) ist jetzt offiziell ein „Trusted Flagger“. Damit kann sie Online-Plattformen gezielt auf illegale oder betrügerische Finanzangebote hinweisen. Die Plattformen müssen diese Meldungen mit Vorrang prüfen und rasch darüber entscheiden.
Das betrifft zum Beispiel Fake-Broker, betrügerische Geldanlagen, unerlaubte Krypto-Plattformen oder Betrug über soziale Medien und Messenger. Das Problem wächst: 2025 erhielt die FMA 842 Meldungen zu Anlagebetrug mit einem gemeldeten Schaden von rund 20 Millionen Euro.
Betrüger nutzen zunehmend neue Technologien wie Deepfakes, KI-Chatbots und gefälschte Identitäten. Online-Plattformen spielen dabei eine wichtige Rolle, weil solche Angebote dort viele Menschen erreichen können.
FMA-Vorständin Mariana Kühnel betont: „Betrüger sind oft die ersten, die neue Technologien für sich nutzen – und sie schaden damit dem Vertrauen der Menschen in den Finanzmarkt.“
Die FMA kann betrügerische Inhalte weiterhin nicht selbst löschen oder sperren. Das müssen die jeweiligen Plattformen tun. Durch den neuen Status sollen Hinweise der FMA aber schneller bearbeitet werden.


