Gewinner 2026©TRIGOS
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Auszeichnung für Nachhaltigkeits­projekte

TRIGOS

Gebrauchte Seile als Rohstoff, industrielle Abwärme zur Dampferzeugung und Arbeitsplätze für Beschäftigte über 60: Die Gewinner des TRIGOS 2026 zeigen, wie unterschiedlich Unternehmen Nachhaltigkeit in der Praxis umsetzen. Sechs Betriebe wurden bei der 23. Verleihung im Kuppelsaal der TU Wien ausgezeichnet. Aus 180 Einreichungen – der höchsten Zahl seit 13 Jahren – hatte die Fachjury 19 Projekte für das Finale ausgewählt.

Getragen wird der österreichische Nachhaltigkeitspreis gemeinsam von Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer Österreich, Caritas, Österreichischem Roten Kreuz, respACT und Umweltdachverband. Er zeichnet Unternehmen für verantwortungsvolles Wirtschaften und ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung aus.

Zwei der prämierten Projekte beschäftigen sich mit der Nutzung von Ressourcen: Teufelberger Fiber Rope aus Oberösterreich erhielt den Preis in der Kategorie „Vorbildliche Projekte“ für das Recycling gebrauchter Synthetikseile zu neuen Fasern. GIG Karasek aus Niederösterreich gewann in der Kategorie „Klimaschutz“. Die Großwärmepumpe „CompriVap“ macht industrielle Abwärme für die Dampferzeugung nutzbar.

Im Straßenbau setzt PORR auf Pflanzenkohle im Asphalt. Der damit errichtete Radweg speichert laut Projektangaben mehr als 60 Tonnen CO₂ pro Kilometer. Dafür wurde das Wiener Bauunternehmen in der Kategorie „Social Innovation & Future Challenges“ ausgezeichnet. Auf Zusammenarbeit setzt hingegen der Vetterhof aus Vorarlberg, Gewinner in der Kategorie „Regionale Wertschaffung“: Vier landwirtschaftliche Betriebe stimmen Anbau und Fruchtfolgen ab, teilen Flächen und Maschinen und kooperieren bei Verarbeitung und Vermarktung.

Die beiden Tiroler Preisträger rückten soziale Fragen in den Mittelpunkt. Pohl Metall unterstützt mit „Golden Oldies“ den längeren Verbleib älterer Beschäftigter im Berufsleben – durch flexible Arbeitszeiten, angepasste Arbeitsplätze und Gesundheitsangebote. Das Unternehmen gewann in der Kategorie Mitarbeiterinitiativen. MED-EL wurde für sein internationales Engagement ausgezeichnet. Gemeinsam mit der Austrian Development Agency verbessert der Medizintechnikhersteller die Hörversorgung in Ländern Subsahara-Afrikas und Südasiens. Mehr als 97.000 Babys und Kinder wurden im Rahmen des Projekts untersucht, außerdem Fachkräfte und Betreuungspersonen geschult.

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