Die ukrainische VIG-Sachversicherungsgesellschaft USG beteiligt sich an der „Ukraine Recovery and Reconstruction Guarantee Facility“ (URGF) von Aon und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). Damit erhält sie zusätzliche Rückversicherungskapazität für kriegsbedingte Risiken.
Die von Aon strukturierte Fazilität wird von 110 auf 150 Millionen Euro aufgestockt. Bislang ermöglichte sie Rückversicherungsschutz von mehr als 500 Millionen Euro für Waren und Fahrzeuge in rund 10.000 Policen. Neben Binnenfracht, Kfz-Schäden und Schienenfahrzeugen umfasst sie nun auch den Transport und die Lagerung gasbezogener Vermögenswerte sowie Warenbestände in Zwischenlagern. Internationale Geldgeber tragen die Fazilität; die zusätzliche Kapazität wird von der EU über das „Ukraine Investment Framework“ unterstützt.
„Unternehmen müssen in der Lage sein, ihre Vermögenswerte zu schützen und ihren Betrieb auch unter diesen extrem schwierigen Umständen aufrechtzuerhalten“, sagt Peter Höfinger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der VIG.
Liane Hirner, CFRO und im VIG-Vorstand für die Ukraine zuständig, erklärt: „Die zusätzliche Rückversicherungskapazität gibt der USG mehr Spielraum, um Risiken abzudecken, die unter den aktuellen Bedingungen besonders herausfordernd sind.“ Aon-Präsident und CEO Greg Case sieht in der Zusammenarbeit einen Beitrag zu Investitionen während des Krieges und zum späteren Wiederaufbau.
Die VIG hat ihre Präsenz in der Ukraine während des Krieges aufrechterhalten. Bereits im Februar 2026 vereinbarte ihre Tochtergesellschaft Kniazha gemeinsam mit Aon eine Rückversicherungsfazilität über 25 Millionen US-Dollar mit der US-amerikanischen International Development Finance Corporation (DFC). Sie ermöglicht Kriegsrisikoversicherungen für KMU und Privatpersonen in der gesamten Ukraine.


