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Bergwandern: Risiken erkennen, Unfälle vermeiden

KFV

Fast jeder vierte Wanderunfall ereignet sich im September oder Oktober. Nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) wurden in Österreich im Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025 jährlich rund 11.300 Menschen nach Wanderunfällen im Krankenhaus behandelt. Feuchtes Laub, nasse Wurzeln, Nebel und die früher einsetzende Dunkelheit erschweren Touren im Herbst.

Mit 94 Prozent sind Stürze die häufigste Unfallursache. Rund 28 Prozent der Unfälle passieren gegen Ende einer Tour, wenn Müdigkeit zunimmt und die Konzentration nachlässt. Neben passendem Schuhwerk und wetterfester Ausrüstung ist deshalb eine realistische Einschätzung der eigenen Kräfte entscheidend.

Auch in Gruppen sollten Zweifel und Erschöpfung offen angesprochen werden. „Kaum jemand möchte in der Gruppe Schwäche zeigen. Ein einmal gesetztes Ziel wird nur ungern aufgegeben und vermeintlich erfahrenen Personen wird mitunter zu schnell vertraut“, erklärt Dr. Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV. Klare Abmachungen vor dem Start können helfen, eine rechtzeitige Umkehr zu erleichtern.

Prävention über Ländergrenzen hinweg

Wie sich Anforderungen einer Tour und persönliche Voraussetzungen besser aufeinander abstimmen lassen, war auch Thema der D-A-CH-Fachtagung Sport im September beim KFV in Wien. Die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) stellte dazu ihre Kampagne „Tour statt Tortour“ vor.

An der Tagung nahmen neben KFV und BFU die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), die Stiftung Sicherheit im Sport und der Verein Sicheres Vorarlberg teil. Sie tauschten sich über Präventionsprojekte und die weitere Zusammenarbeit aus.

Die Beiträge reichten von einem Virtual-Reality-Training der Suva für achtsames Skifahren bis zur Prävention sportbezogener Gehirnerschütterungen. Das KFV präsentierte unter anderem eine geplante Gehirnerschütterungsapp und stellte das Thema Alkohol auf der Piste zur Diskussion. Dazu wurde auch eine mögliche Zusammenarbeit innerhalb der D-A-CH-Region besprochen.

„Über Vergütung wird offener gesprochen werden“