Der Neobroker Trade Republic baut seine Aktivitäten im Versicherungsgeschäft aus. Die Justinian Versicherungs AG mit Sitz in Vaduz darf künftig auch in Deutschland Lebensversicherungen und fondsgebundene Lebensversicherungen anbieten. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin veröffentlichte Ende Oktober die entsprechende Anmeldung zum grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr. Bereits Mitte Oktober hatte die Finanzmarktaufssicht Liechtenstein dem Unternehmen die Zulassung erteilt.
Die Gesellschaft firmierte zuvor unter Trade Republic Assurance AG. Im Vorstand stehen Andreas Torner, Co-Geschäftsführer von Trade Republic, und der Versicherungsexperte Francis Blumberg. Dem Verwaltungsrat gehören unter anderem Trade-Republic-Mitgründer Thomas Pischke und der frühere VHV-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Lütke-Bornefeld an.
Welche Versicherungsprodukte konkret auf den Markt kommen sollen, ist noch nicht bekannt. Branchenbeobachter vermuten einen Zusammenhang mit der Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge in Deutschland. Trade Republic hat bereits ein gebührenfreies Altersvorsorgedepot angekündigt. Mit einem eigenen Lebensversicherer könnte der Neobroker sein Angebot künftig um versicherungsbasierte Vorsorgelösungen mit Garantien erweitern. Eine konkrete Produktankündigung liegt bislang nicht vor. Ob das Unternehmen auch den österreichischen Markt tätig werden will, wurde uns auf Nachfrage noch nicht beantwortet.



