Rund 120 europäische Branchenvertreter kamen zum BIPAR mid-term meeting 2026 in Wien zusammen. Gastgeber war die europäische Interessenvertretung der Versicherungsvermittler BIPAR (European Federation of Insurance Intermediaries), die 47 nationale Verbände aus 31 Ländern vereint und damit Versicherungsagenten, Versicherungsmakler und Finanzvermittler auf EU-Ebene vertritt. Ziel sind faire regulatorische Rahmenbedingungen, Wettbewerb, Verbraucherschutz und ein leistungsfähiger Versicherungsmarkt.
Die Wahl Wiens wird auch als Anerkennung für das Engagement des österreichischen Fachverbands der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten gewertet. Fachverbandsobmann KommR Christoph Berghammer, MAS, betont: „Dass Wien als Austragungsort des BIPAR mid-term meetings ausgewählt wurde, ist auch ein Zeichen der Anerkennung für die konsequente europäische Arbeit unseres Fachverbands. Österreich bringt sich auf Augenhöhe in zentrale Zukunftsfragen der Branche ein.“ BIPAR-Präsident Yorck Hillegaart würdigte Berghammers Beitrag: „Sein fachliches Engagement im Management Board von BIPAR und die vertrauensvolle, über die Jahre gewachsene freundschaftliche Zusammenarbeit haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Anliegen der österreichischen Makler in Europa gehört werden.“
Inhaltlicher Höhepunkt war der vom Fachverband gestaltete „Österreich Vormittag“: Dr. Nadine Wiedermann Ondrej (BMF) sprach über betriebliche und private Vorsorge (dritte Säule) sowie Finanzbildung als Grundlage eigenverantwortlicher Entscheidungen. Ministerialrat MMag. Stefan Trojer (BMWET) ordnete die regulatorischen Rahmenbedingungen ein – von IDD/IMD bis zur bevorstehenden Implementierung der RIS in die Gewerbeordnung. Prof. Mag. Erwin Gisch, MBA, skizzierte den österreichischen Markt mit über 50 Millionen Verträgen und rund 21,4 Milliarden Euro Prämienvolumen, das Maklergesetz (seit 1996) mit Best-Advice-Prinzip sowie die Rechtsservice- und Schlichtungsstelle (RSS) als Best-Practice-Modell der außergerichtlichen Konfliktlösung.


