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Staffelübergabe

Wiener Städtische Versicherung / risControl Print 04 2026

Christoph Bachlechner hat mit 1. April die Verantwortung für den Partnervertrieb der Wiener Städtischen von Gerhard Heine übernommen. Im Gespräch blicken beide auf Veränderungen im Vertrieb, die gewachsene Bedeutung regulatorischer Vorgaben und die Frage, was im Maklergeschäft trotz Digitalisierung, KI und neuer Prozesse unverändert geblieben ist: persönlicher Kontakt, Verlässlichkeit und Nähe zum Markt.

Herr Heine, was hat sich in Ihrer Zeit als Vertriebschef mit Blick auf Makler und Vermittler verändert, und was ist erstaunlich stabil geblieben?

Gerhard Heine:
Erstaunlich stabil geblieben ist zunächst einmal die Vermittlerschaft selbst. Viele, mit denen ich vor 35, eigentlich fast 38 Jahren zu tun hatte, sind bis heute in der Branche tätig. Insofern hat sich im Kern gar nicht so viel verändert. Was man aber schon sagen muss: Es ist sehr wenig Nachwuchs nachgekommen. Das ist mit ein Grund, warum die Szene heute insgesamt älter geworden ist.

Deutlich verändert haben sich hingegen die Rahmenbedingungen. In meinen Anfängen hatte ein Lebensantrag eine Vorder- und eine Rückseite. Heute ist die dazugehörige Dokumentation deutlich umfangreicher. Das ist Ausdruck der veränderten Regulatorik. Sie hat sicher zur Transparenz beigetragen, ist in manchen Bereichen aber auch sehr umfangreich geworden.

Was trotz aller Digitalisierung, KI und Chatbots unverändert geblieben ist, ist der persönliche Kontakt. Versicherung ist und bleibt ein Geschäft, in dem das gesprochene Wort, Vertrauen und Nähe eine große Rolle spielen. Deshalb ist es für uns auch so wichtig, mit unseren Landesdirektionen und unseren Partnerbetreuern in jedem Bundesland vor Ort vertreten zu sein.

Welche Entscheidungen würden Sie heute wieder genauso treffen – und welche anders?

Gerhard Heine:
Definitiv dieselbe Entscheidung wie im Jahr 1988, in den Partnervertrieb zu wechseln. Dieser Job fordert und fördert einen gleichermaßen. Ich habe keinen Tag bereut, im Vertrieb tätig zu sein. Gravierende Fehlentscheidungen sehe ich rückblickend nicht – natürlich entscheidet man mit 30 Jahren Erfahrung anders als zu Beginn, aber im Großen und Ganzen stehe ich zu diesem Weg.

Herr Bachlechner, Sie haben den Partnervertrieb von Gerhard Heine übernommen. Was ist Ihr Anspruch an die ersten 100 Tage?

Christoph Bachlechner:
Mein Ziel ist Kontinuität mit eigener Handschrift. Ich möchte den erfolgreichen Weg von Gerhard Heine weiterführen, aber klare Akzente setzen. Mein großes Anliegen ist die Partnerschaft auf Augenhöhe – intern wie extern. Ich werde in den ersten 100 Tagen intensiv das Gespräch mit unseren Partnern suchen, um strategische Initiativen auszubauen und auch neue Partner für uns zu gewinnen.

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