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KI-Risiken verstehen und versichern

Bitkom Leitfaden

Ein neuer Bitkom-Leitfaden beschäftigt sich mit dem verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz und den Möglichkeiten ihrer Absicherung.

Wenn Unternehmen künstliche Intelligenz in ihre Abläufe integrieren, verändern sich auch ihre Risiken. Der Leitfaden „Verantwortungsvoller KI-Einsatz: Risiken verstehen, steuern und versichern“ des deutschen Digitalverbands Bitkom betrachtet diese Entwicklung aus Sicht von Risikomanagement, Unternehmenssteuerung und Versicherung. Er richtet sich insbesondere an Versicherer, Versicherungsmakler und Verantwortliche für Underwriting, IT-Sicherheit und Governance.

Das Schadenbild entscheidet

Eine zentrale Aussage der Publikation: KI schafft vielfach keine völlig neuen Schadenarten, kann bekannte Risiken aber verstärken. Fehlerhafte Ergebnisse können rasch in zahlreiche Prozesse einfließen und dadurch größere Auswirkungen entfalten. Für die versicherungstechnische Beurteilung sind deshalb das konkrete Schadenbild, seine Ursache und die Möglichkeiten zur Kontrolle entscheidend. Bestehende Versicherungen können einzelne Risiken bereits erfassen – abhängig vom jeweiligen Deckungsumfang.

Verantwortung und Kontrolle

Der Leitfaden unterscheidet zwischen Eigen- und Drittschäden und behandelt auch Governance- und Reputationsrisiken. Besondere Herausforderungen sieht er bei reinen Vermögensschäden des Unternehmens sowie bei KI-Agenten, die selbstständig Handlungsschritte ausführen. Klare Zuständigkeiten, dokumentierte Freigaben und menschliche Eingriffsmöglichkeiten gewinnen damit an Bedeutung. Risikomanagement und Versicherbarkeit werden eng miteinander verknüpft.

Am Leitfaden wirkten Bastian Bahnemann (Microsoft), Dr. Peter Bärnreuther (Munich Re), Christian Freudner (Finlex), Martin Hake (R+V Versicherung), Kerstin Keltner (Aon Austria), Sima Krause (ERGO Group), Klemens Lemke (Hiscox Deutschland), Sabine Pawig-Sander (Finlex), Hanno Pingsmann (CyberDirekt), Axel Saß (Red Hat), Stefan Schmutterer (R+V Versicherung), Matthias Schneider (Markel) und Bogdan Werth (Microsoft) mit.

Die 62-seitige Publikation steht auf der Website von Bitkom zum Download bereit.

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