V.l.n.r.: Andreas Schmitt, Vorstand Risiko & Versicherungstechnik, GrECo International AG | Jonas Artmeier, Vice President Sales, Prewave GmbH | Christoph Repolust, Vorstand Sales & Account Management, GrECo International AG | Christina Glocknitzer, Mitglied der Geschäftsführung, Seal Maker Produktions- und Vertriebs GmbH | Holger Hassenpflug, Enterprise Risk Management, Energie Steiermark | Annemarie Büttner, Lead Climate Risk Solutions, Swiss Re Corporate Solutions | Christian Holub, Group Insurance Director, ANDRITZ HYDRO GmbH | Georg Winter, CEO, GrECo International Holding AG
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3. Risikotag „HORIZON“

GrECo

„Zukunftsorientiertes Risikomanagement: Antizipation & Agilität als Schlüssel zum Erfolg“ war der Titel des diesjährigen Risikotages „HORIZON“, organisiert von GrECo. Ziel der Veranstaltung war, den Gästen aufzuzeigen, wie wichtig es ist, das eigene Risikomanagement stetig anzupassen, um auf die zahlreichen Krisen und gesellschaftlichen Veränderungen stets rechtzeitig und flexibel reagieren zu können. Denn nur wenn ein Unternehmen sein Risikoumfeld im Griff hat, können Krisen als Chancen für Wachstum und Weiterentwicklung wahrgenommen werden.

Die diesjährige Blitzumfrage unter den Teilnehmern verdeutlichte, dass sich die Gewichtung von Risiken im Gegensatz zum Vorjahr verlagert hat. Während 2022 das Top-Risikothema kurzfristig, also in den nächsten zwölf bis 24 Monaten, gesehen Verfügbarkeit von Rohstoffen und Energie war, stand heuer an Platz Nummer Eins geopolitische Instabilität (20,5 Prozent), geholt von Fachkräftemangel (16,3 Prozent), Cyber (12,7 Prozent) und Störung der Lieferkette (10,2 Prozent).

Mittelfristig, also für die nächsten drei bis fünf Jahre, reihte sich die Klimakrise (22,2 Prozent), wie auch letztes Jahr, vor geopolitischer Instabilität (16,8 Prozent), Fachkräftemangel (13,8 Prozent) und Cyber (12,6 Prozent). Trotz des steigenden Risikobewusstseins gaben knapp 38 Prozent der Befragten an, keine oder nur teilweise (ca. 19 Prozent) kontinuierliche und quantitative Risikobewertung durchzuführen. Risikoabteilungen haben auf strategische Entscheidungen nur wenig (24 Prozent) bis keinen (35,2 Prozent) Einfluss.

„Die Unternehmenslandschaft befindet sich im größten Wandel seit der industriellen Revolution. Dafür braucht es ein etabliertes und funktionsübergreifendes Risikomanagement. Nur so kann auch in der Zukunft der Risikotransfer sichergestellt werden“, erklärte GrECo Vorstand Andreas Schmitt, der seine Gäste durch die Veranstaltung führte.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion waren sich die Experten Jonas Artmeier, Prewave GmbH, Annemarie Büttner, Swiss Re Corporate Solutions, Christina Glocknitzer, Seal Maker Produktions- und Vertriebs-GmbH, Christian Holub, Andritz Hydro GmbH und Georg Winter, GrECo International Holding, einig, dass die Risikolandschaft einen aktuellen Wandel durchlebt, der von ganz besonderen Herausforderungen geprägt ist. Hierbei wurden vor allem die Geschwindigkeit der aktuell stattfindenden Transformation hervorgehoben, wie auch andere Einflussfaktoren wie beispielsweise KI oder Sichtbarkeit im Cyberbereich. Unternehmen müssen vor allem an ihrer Risikobewertung arbeiten und den Klimawandel als Risiko in den Fokus stellen. Es bedarf hierbei vor allem Maßnahmen, die nicht erst in Jahren greifen, sondern bereits heute deutliche Auswirkungen zeigen.

Christoph Repolust, GrECo Vorstand, betonte, dass Einzelereignisse und Naturkatastrophen immer häufiger und intensiver auftreten. Annemarie Büttner plädierte diese Thematik aufgreifend für die Notwendigkeit, Online-Tools zur Berechnung und zum Management von Klimakrisen miteinzubeziehen. Holger Hassenpflug, Energie Steiermark, zeigte anhand von Praxisbeispielen, wie wichtig die integrative Vernetzung von Risikomanagement und Versicherungsmanagement ist.

„Um zukunftsfit zu werden, müssen Unternehmen den derzeit stattfindenden Wandel erkennen und den Weg der Transformation einschalen. Das bedeutet etwa auch, Künstliche Intelligenz als Chance wahrzunehmen, um mehr Transparenz zu schaffen“, fasst Andreas Schmitt die wichtigsten Punkte der Veranstaltung zusammen.

Zweite Fachtagung

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