Die zunehmenden geopolitischen Spannungen, steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie anhaltender Inflationsdruck dämpfen das Wachstum der Weltwirtschaft. Der Kreditversicherer Coface erwartet, dass allein der Nahostkonflikt das globale Wachstum 2026 und 2027 um insgesamt 0,5 Prozentpunkte mindern wird. Für 2026 prognostiziert Coface ein weltweites Wachstum von 2,5 Prozent nach 2,8 Prozent im Vorjahr.
Besonders betroffen sind die Golfstaaten: Coface hat die Länderrisikobewertungen Saudi-Arabiens von A3 auf A4, der Vereinigten Arabischen Emirate von A2 auf A3 und Katars von A3 auf A4 herabgestuft. Ausschlaggebend sind insbesondere die Anfälligkeit der Energieinfrastruktur sowie die Abhängigkeit von wichtigen Exportwegen und dem Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus.
Auch die Agrar- und Ernährungswirtschaft steht unter Druck. Coface hat die Risikobewertungen des Sektors in insgesamt sechs Ländern herabgestuft, darunter Österreich. Hier belaufen sich die dürrebedingten Schäden in der Landwirtschaft auf rund eine Milliarde Euro.
„Die Dürreschäden in der österreichischen Landwirtschaft belaufen sich auf rund eine Milliarde Euro. Die staatliche Dürrehilfe deckt nur einen Teil ab. Deswegen bleiben die Risiken für den Agrifood-Sektor weiterhin erhöht“, kommentiert Markus Kuger, Head of Economic Research DACH bei Coface.
Trotz der wirtschaftlichen Belastungen zeigt sich die Weltwirtschaft bislang widerstandsfähig. Vor allem Investitionen in Künstliche Intelligenz und positive Entwicklungen an den Finanzmärkten stützen die Konjunktur.



