Eine Folge des Iran-Konflikts sind deutlich gestiegene Preise für Benzin und Diesel. Die Kosten für eine Tankfüllung sind sprunghaft um einen zweistelligen Eurobetrag gestiegen. Um Sprit zu sparen, wurde in Österreich über ein gesetzlich verordnetes Tempolimit diskutiert. Denn Tempo 100 statt 130 auf Autobahnen kann zwischen 20 und 30 Prozent Treibstoff sparen, wie der ÖAMTC in Vergleichsfahrten festgestellt hat.
Neue Tempolimits
Die hohen Preise an der Tankstelle sind insbesondere für jene, die auf das Auto angewiesen sind, ein Problem und belasten das Haushaltsbudget. Mit reduziertem Tempo auf Autobahnen und Schnellstraßen lässt sich Sprit sparen und damit die hohen Preise teilweise kompensieren. Die Frage ist nur, ob es dafür ein Gesetz braucht. Minister Peter Hanke (SPÖ) betonte, dass es aktuell seitens des Mobilitätsministeriums keine konkreten Schritte für verordnete Tempolimits gibt.
Wer 100 fahren will, soll das tun
Die Straßenverkehrsordnung zwingt keinen Autofahrer dazu, auf der Autobahn 130 km/h zu fahren (StVO: „… nicht schneller als 130 km/h“). Die Geschwindigkeit freiwillig auf 100 km/h zu reduzieren, um damit teuren Sprit zu sparen, steht jedem frei. Das gesetzliche Verordnen geringerer Tempolimits entledigt autofahrende Bürger jeglicher Eigenverantwortung für den eigenen Geldbeutel.
Adieu Eigenverantwortung
Wie viel Eigenverantwortung will die Politik noch abschaffen? Ab 1. April gibt es – kein Aprilscherz! – ein Anti-Mogelpackungs-Gesetz, das zum Kennzeichnen von „Shrinkflation“ (versteckten Preiserhöhungen) verpflichtet. Als ob am Supermarktregal nicht ohnehin schon genug Informationen stehen, die Konsumenten einfach nur lesen müssten. Wie weit treibt die Politik den bevormundenden Nanny-Staat noch? Was kommt als nächstes? Ein verpflichtender autofreier Tag wie 1974? Auch dafür reicht mündigen Bürgern der Hausverstand.



