Doris Wendler, Vorstandsdirektorin ©Ludwig Schedl
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KFZ Studie

Wiener Städtische Versicherung

Die Kfz-Studie 2026 der Wiener Städtischen Versicherung, durchgeführt vom Gallup Institut, zeichnet ein differenziertes Bild der Mobilität in Österreich. Das Auto bleibt für rund zwei Drittel der Befragten unverzichtbar und hat sowohl im beruflichen als auch im privaten Alltag einen hohen Stellenwert. Besonders im ländlichen Raum ist die Abhängigkeit mit rund drei Viertel der Befragten überdurchschnittlich hoch.

Bei den Antriebsarten dominieren weiterhin klassische Verbrennungsmotoren. Benzin liegt mit rund 58 Prozent klar vorne, gefolgt von Diesel mit 37 Prozent. Alternativantriebe spielen aktuell noch eine untergeordnete Rolle: Nur rund 14 Prozent fahren ein Hybrid- oder Elektrofahrzeug. Für zukünftige Kaufentscheidungen zeigt sich jedoch ein Wandel: Ein Drittel tendiert zu Benzin, 28 Prozent zu Diesel, rund ein Viertel zu Hybrid und 14 Prozent zu Elektro.

Die Selbsteinschätzung als Autofahrer ist überwiegend positiv: Etwa acht von zehn sehen sich als gute Fahrer. Gleichzeitig geben jüngere Altersgruppen eine kritischere Selbsteinschätzung ab. Auch beim Fahrverhalten zeigt sich ein gemischtes Bild: Während die Mehrheit Tempolimits auf Autobahnen einhält, fahren rund 20 Prozent im Schnitt schneller als 130 km/h, besonders die Generation Y.

Neue Entwicklungen im Mobilitätsbereich werden unterschiedlich bewertet, insgesamt aber zunehmend akzeptiert. Dazu zählen die digitale Autobahnvignette, die ab 2026 die Klebevignette ersetzt, verlängerte §57a-Intervalle, automatisiertes Fahren sowie technische Sicherheitslösungen wie Alkohol-Startverhinderer. Rund 60 Prozent können sich den Kauf eines autonomen Fahrzeugs grundsätzlich vorstellen, gleichzeitig bestehen insbesondere bei Frauen stärkere Vorbehalte.

Auch beim Versicherungsschutz zeigt sich ein gemischtes Bild: 42 Prozent verfügen über eine Vollkaskoversicherung, rund ein Drittel bleibt bei der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflicht. Teilkasko ist vor allem bei jüngeren Fahreren verbreitet. Insgesamt deutet die Studie auf ein wachsendes Bewusstsein für umfassenderen Versicherungsschutz hin.

„Das Auto ist für viele Menschen weit mehr als ein Fortbewegungsmittel – es steht nach wie vor für Unabhängigkeit und persönliche Freiheit. Gerade in ländlichen Regionen ist das Auto – auch aufgrund der mangelnden Alternativen – unabdingbar“, so Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung AG.

risControl 04/2026

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