Trotz bewaffneter Konflikte, geopolitischer Spannungen und steigender Kosten bleibt die Reiselust der Österreicher ungebrochen. Das zeigt die 25. Ausgabe des Europ Assistance Urlaubsbarometers. 80 Prozent der Österreicher bezeichnen sich weiterhin als reisebegeistert, 43 Prozent sogar als „sehr begeistert“. Sicherheit und Kosten zählen 2026 zu den zentralen Entscheidungskriterien bei der Urlaubsplanung.
Besonders gefragt bleibt der Urlaub im Inland: 36 Prozent der reisefreudigen Österreicher planen Ferien in Österreich. Bei Auslandsreisen liegen Italien mit 23 Prozent, Kroatien mit 15 Prozent und Griechenland mit 12 Prozent vorne. Das Meer bleibt mit 63 Prozent das bevorzugte Urlaubsziel, gefolgt von Städtereisen, Urlaub am Land und Reisen in die Berge.
Das geplante Urlaubsbudget liegt in Österreich 2026 bei durchschnittlich 2.489 Euro und damit weiterhin klar über dem europäischen Schnitt von 2.089 Euro. Gleichzeitig rechnen 51 Prozent der Befragten mit höheren Urlaubsausgaben. Finanzielle Gründe sind auch der Hauptfaktor dafür, den Sommerurlaub auszulassen.
Sicherheitsaspekte gewinnen deutlich an Bedeutung. 29 Prozent der Österreicher nennen Sicherheit als wichtigen Faktor bei der Wahl des Reiseziels. Bestimmte Länder und Regionen werden aufgrund geopolitischer Risiken zunehmend gemieden.
Auch Künstliche Intelligenz spielt in der Reiseplanung eine größere Rolle. 27 Prozent der Österreicher haben KI bereits für die Urlaubsplanung genutzt, nach 13 Prozent im Vorjahr. Vor allem als Recherchetool für Routen, Aktivitäten oder Reiseideen wird KI eingesetzt.
Der Wunsch nach Absicherung bleibt hoch: 72 Prozent der Österreicher schließen eine Reiseversicherung ab. Besonders häufig werden Krankheitsfälle, Unfälle, Pannen oder der Verlust persönlicher Gegenstände abgesichert.
„Aufbauend auf den Rekordwerten des Vorjahres ist die Reiselust trotz schwieriger Abwägungen und der weiterhin hohen Lebenshaltungskosten ungebrochen. Was sich jedoch verändert, ist die Reiselandschaft selbst. Sicherheitsaspekte beeinflussen die Wahl des Reiseziels immer stärker und Risikobewertungen bestimmen zunehmend die Entscheidungen“, sagt Virginie Babinet, CEO Travel Insurance & Assistance bei Europ Assistance.



