Die Generalversammlung des Österreichischen Versicherungstreuhand Verbandes (ÖVT) tagte am 10. Juni 2026 im ÖFB-Campus in Wien. Unter dem Titel „ÖVT 3.0“ wurde die nächste Entwicklungsphase eingeleitet. Ziel ist es, die in den vergangenen Jahren aufgebaute fachliche Positionierung weiterzuführen und zugleich den anstehenden Generationswechsel strukturiert vorzubereiten.
Ein Schwerpunkt liegt auf der neuen Berufsordnung. Treuhändische Beratungsdienstleistungen auf Honorarbasis sollen darin klarer definiert und rechtssicher abgegrenzt werden. Einheitliche Begriffe und Definitionen sollen künftig in allen zentralen Dokumenten verwendet werden. Auch die neue Website, die ab Herbst 2026 online gehen soll, wird diese Linie aufnehmen.
Im Zentrum stand jedoch vor allem die personelle Zukunft. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden beziehungsweise kürzlich erreichten Altersgrenze von 65 Jahren hatten Hannes Unger und Anna Maria Taudes bereits vor längerer Zeit beschlossen, sich schrittweise aus der ersten Vorstandsreihe zurückzuziehen.
Mit Melanie Nemetz und Stefan Ludwig Groß wurden bereits im vergangenen Herbst zwei neue Vorstandsmitglieder aufgenommen. Beide absolvierten den jüngsten Diplom-Lehrgang mit ausgezeichnetem Erfolg. Thomas Schmaranzer wird den Vorstand weiterhin fachlich und als Vizepräsident unterstützen.
Um Erfahrung und Wissen der bisherigen Verantwortungsträger auch für kommende Generationen nutzbar zu machen, wurde bereits 2025 die Einrichtung eines Beirats angeregt. Eine Projektgruppe erarbeitete dafür die Geschäftsordnung für einen sogenannten Senat. Der Entwurf wurde anwaltlich geprüft, überarbeitet und nun der Generalversammlung zur Beratung vorgelegt.
Ein weiterer Punkt, der hervorgehoben wurde, war die Unabhängigkeit des ÖVT. Diese wurde als unantastbare Grundlage der Organisation bezeichnet. Damit soll auch künftig sichergestellt werden, dass die Weiterentwicklung von den Mitgliedern getragen und nicht von externen Interessen bestimmt wird.



