Beim ersten Komposit Kompass von Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) diskutierten rund 150 Führungskräfte und Expert aus der Versicherungswirtschaft in Deutschland und Österreich über aktuelle Herausforderungen der Schaden- und Unfallversicherung. Im Fokus standen Themen wie Wohngebäudeversicherung, Naturgefahren, Klimarisiken, Elementarschutz, Rückversicherung sowie modernes Pricing und regulatorische Anforderungen.
Ein zentrales Thema war die anhaltend angespannte Profitabilität der Wohngebäudeversicherung. Steigende Bau- und Reparaturkosten, zunehmende Naturgefahren sowie höhere Kapitalkosten setzen die Sparte weiterhin unter Druck. Die Referenten waren sich einig, dass eine konsequent risikogerechte Kalkulation und ein professionelles Risikomanagement entscheidend für die langfristige Tragfähigkeit des Geschäfts sind.
Intensiv diskutiert wurde zudem die politische Debatte über eine verpflichtende Elementarschadenversicherung. Dabei wurde betont, dass mögliche Lösungen wirtschaftlich tragfähig gestaltet und die Folgen von Prämienbegrenzungen transparent dargestellt werden müssen.
Breiten Raum nahm auch das Thema Pricing Excellence ein. Erfolgreiches Pricing gehe heute weit über mathematische Modelle hinaus und erfordere schnelle Entscheidungsprozesse, effiziente Governance-Strukturen sowie eine enge Verzahnung von Aktuariat, Management und Vertrieb. Gleichzeitig gewinnen regulatorische Anforderungen und Fragen der Wohlverhaltensaufsicht zunehmend an Bedeutung.
MSK-Geschäftsführer Andreas Meyerthole fasste die Herausforderungen der Branche zusammen: „Die Kompositversicherung steht vor einer Phase grundlegender Weichenstellungen.“ Naturgefahren, Inflation, regulatorische Vorgaben und steigende Anforderungen an Datenqualität, Pricing und Governance würden die Steuerung von Risiken nachhaltig verändern.



