Das Auto ist für viele Österreicher weit mehr als ein reines Fortbewegungsmittel. Laut einer aktuellen Marketagent-Umfrage im Auftrag von Helvetia sind 69 Prozent stolz auf ihr Fahrzeug. Für 40 Prozent spiegelt das Auto sogar die eigene Persönlichkeit wider.
Entsprechend sensibel reagieren viele auf den Umgang anderer mit ihrem Fahrzeug. 80 Prozent stört es, wenn Türen zu fest zugeschlagen werden, jemand mit schmutzigen Schuhen einsteigt oder Müll im Auto zurückbleibt. Fast die Hälfte möchte nicht, dass andere Personen das eigene Auto lenken. Essen und Trinken im Fahrzeug ist für 48 Prozent ebenfalls unerwünscht.
„Die Ergebnisse unserer aktuellen Studie zeigen, wie emotional Österreicher mit ihrem Auto verbunden sind. Für viele ist es ein Statussymbol, Alltagsbegleiter und ein persönlicher Raum“, sagt Werner Panhauser, Vorstand Vertrieb und Marketing von Helvetia Österreich.
Auch das Vertrauen in die eigenen Fahrkünste ist hoch: 92 Prozent der befragten Autofahrer bezeichnen sich selbst als sichere Lenker. 57 Prozent sind zudem überzeugt, besser zu fahren als die eigene Partnerin oder der eigene Partner. 64 Prozent haben im Auto bereits ein ernstes Gespräch geführt, einen Konflikt ausgetragen oder Kritik am Fahrstil geäußert.
Für mehr als ein Viertel der Befragten dient das Auto auch als Rückzugsort. 28 Prozent nutzen es bewusst, um kurz allein zu sein oder Ruhe zu finden. Gleichzeitig ist das Fahrzeug für viele ein privater Raum, der auch für persönliche Gespräche und Zweisamkeit genutzt wird.
Beim Thema Sicherheit geben 93 Prozent an, im Auto immer den Sicherheitsgurt anzulegen. Unterschiede zeigen sich zwischen den Generationen: Während sich 98 Prozent der Babyboomer regelmäßig anschnallen, sind es bei der Generation Z 82 Prozent.
Auch beim Schuhwerk gibt es Abweichungen. Insgesamt fahren 22 Prozent im Sommer zumindest gelegentlich mit Flip-Flops oder barfuß. Bei der Generation Z liegt der Anteil bei 38 Prozent, bei den Babyboomern bei fünf Prozent. „Das ist nicht automatisch verboten, kann im Schadenfall aber relevant werden, wenn ungeeignetes Schuhwerk nachweislich zum Unfall beigetragen hat“, erklärt Panhauser.
Für die Studie wurden im Mai 2026 österreichweit 1.000 Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren befragt. Darunter waren 859 Autofahrer sowie 923 Personen, die zumindest gelegentlich als Beifahrer unterwegs sind.


