Trotz geopolitischer Spannungen, hoher Energiepreise und anhaltender Handelskonflikte bleibt die Weltwirtschaft auf Wachstumskurs. Laut dem aktuellen Global Economic Outlook der ACREDIA Group und Allianz Trade wird die globale Wirtschaftsleistung 2026 um 2,5 Prozent wachsen, 2027 soll sich das Wachstum auf 2,9 Prozent beschleunigen. Treiber sind vor allem die weltweit hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz.
„Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zum wichtigsten Wachstumsmotor der Weltwirtschaft. Sie federt derzeit einen großen Teil der Belastungen aus Energiekrise und Handelskonflikten ab. Gleichzeitig entstehen neue Abhängigkeiten von wenigen Technologien, Lieferketten und Regionen. Unternehmen sollten KI daher nicht nur als Chance, sondern auch als strategischen Risikofaktor verstehen“, sagt Michael Kolb, Vorstand der ACREDIA Group.
Während die USA 2026 voraussichtlich um 2,1 Prozent und China um 4,7 Prozent wachsen, bleibt die Eurozone mit 0,9 Prozent deutlich zurück. Für Österreich belasten vor allem höhere Handelsbarrieren, Energiepreise und die schwächere Konjunktur in Europa das wirtschaftliche Umfeld.
Trotz geopolitischer Unsicherheiten soll auch der Welthandel 2026 um 2,9 Prozent zulegen. Investitionen in Halbleiter, Rechenzentren und digitale Infrastruktur wirken stabilisierend, gleichzeitig bleibt der Anpassungsdruck für Unternehmen hoch.
Mit der Entspannung bei den Energiepreisen dürfte auch der Inflationsdruck bis 2027 nachlassen. Dennoch erwartet die ACREDIA Group 2026 weltweit einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um vier Prozent, bevor sich die Entwicklung 2027 stabilisieren dürfte.
Für Unternehmen bleibt das Umfeld trotz des globalen Wachstums anspruchsvoll: Höhere Finanzierungskosten, geopolitische Unsicherheiten und steigende Insolvenzen machen ein vorausschauendes Risikomanagement und widerstandsfähige Lieferketten wichtiger denn je.



