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Mehr Frauen in Vorständen – Mehrheit bleibt männlich

EY Österreich

Der Frauenanteil in den Vorständen österreichischer WBI-Unternehmen hat mit 15,3 Prozent einen neuen Höchststand erreicht. Dennoch sind 30 der 55 untersuchten Vorstandsgremien weiterhin ausschließlich männlich besetzt. Das zeigt das aktuelle EY Mixed Leadership Barometer mit Stichtag 1. September 2026. Von insgesamt 190 Vorstandsmandaten entfallen 29 auf Frauen – zwei mehr als zu Jahresbeginn.

Mit Emma Delaney bei der OMV steht seit September zudem wieder eine Frau an der Spitze eines WBI-Unternehmens. Sie übernahm den Vorstandsvorsitz von Alfred Stern. Die Irin war zuvor rund 30 Jahre bei bp tätig, zuletzt als Executive Vice President für den Bereich Customers and Products. Ihr OMV-Mandat läuft zunächst drei Jahre. Für die Versicherungs- und Finanzbranche ist ein weiteres Ergebnis relevant: Nur drei untersuchte Unternehmen haben mehr als eine Frau im Vorstand – Vienna Insurance Group, Oberbank und Raiffeisen Bank International. Die Finanzbranche erreicht insgesamt einen Frauenanteil von 20,8 Prozent in den Vorständen und liegt damit hinter dem Energiegeschäft mit 25 Prozent.

In den Aufsichtsräten ist die Entwicklung weiter fortgeschritten: 174 von 526 Mandaten sind weiblich besetzt, das entspricht 33,1 Prozent. Die Finanzbranche liegt hier mit 38,6 Prozent an der Spitze. Nur fünf der 55 untersuchten Unternehmen haben noch ein rein männliches Kontrollgremium. EY-Law-Partnerin Helen Pelzmann bewertet die Entwicklung als positives Signal, sieht aber noch keinen strukturellen Durchbruch. Für mehr Frauen in der operativen Führung brauche es transparente Nachfolgeprozesse und einen frühzeitigen Aufbau geeigneter Kandidatinnen.

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