Die Nachhaltigkeitsberichterstattung österreichischer Unternehmen nach den ESRS-Standards entwickelt sich weiter. Das zeigt die aktuelle KPMG-Studie „Real-time ESRS 2026: Austria 40“, für die 40 Nachhaltigkeitsberichte aus der Berichtssaison 2025/26 ausgewertet wurden.
Mit dem Inkrafttreten des österreichischen Nachhaltigkeitsberichtsgesetzes (NaBeG) im Februar 2026 wurde erstmals ein verbindlicher regulatorischer Rahmen geschaffen. Zu den wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen zählen weiterhin Klimawandel, Arbeitskräfte und Unternehmensführung, die von mehr als drei Vierteln der Unternehmen als wesentlich eingestuft werden. Auch Kreislaufwirtschaft und Biodiversität gewinnen an Bedeutung.
Der durchschnittliche Umfang der Berichte sank von 168 auf 143 Seiten. Gleichzeitig bleibt die Datenqualität eine zentrale Herausforderung: 95 Prozent der Unternehmen greifen bei ihren Angaben zumindest teilweise auf Schätzungen zurück.
„Die ESRS-Berichterstattung entwickelt sich vom freiwilligen Vorreiterinstrument zum verpflichtenden Standard“, sagt Studienautor Werner Gedlicka, Partner im Bereich ESG Assurance bei KPMG. Zugleich zeige sich, dass Unternehmen die Qualität ihrer Berichte laufend verbessern.


