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Zwischen Wachstum, Transformation und Human Touch

Europäische Reiseversicherung/ Europ Assistance

Jochen Zöschg führt seit Oktober 2025 die Europäische Reiseversicherung und Europ Assistance in Österreich. Im Gespräch mit risControl spricht er über Wachstum in einem reifen Markt, die stärkere Verzahnung von Versicherung und Assistance, den Ausbau des Vermittlergeschäfts und darüber, warum im Notfall trotz aller Digitalisierung der Mensch den Unterschied macht.

Sie verantworten sowohl die Europäische Reiseversicherung als auch Europ Assistance in Österreich. Was macht dieses Zusammenspiel aus Versicherung und Assistance so besonders?
Für mich sind das zwei Säulen, die gemeinsam eine Einheit bilden. Auf der einen Seite steht der Versicherer, der das finanzielle Risiko einer Reise abdeckt. Auf der anderen Seite steht der Assisteur, der hilft, wenn tatsächlich etwas passiert. Genau dieses Zusammenspiel macht unser Leistungsversprechen aus.
In der Assistance gilt im Notfall ganz klar: Helfen geht vor. Natürlich wird auch geprüft, was gedeckt ist und was nicht. Aber zuerst geht es darum, einem Menschen in einer Ausnahmesituation zu helfen. Dafür haben wir ein weltweites Netzwerk, auf das wir zurückgreifen können. Dazu kommen Leistungen wie Telemedizin, die rasch Orientierung und Zugang zu medizinischer Versorgung schaffen. Gemeinsam mit der Versicherungssäule ist das für mich die Stärke dieses Modells.

Was waren Ihre wichtigsten Prioritäten in den ersten 100 Tagen?
Mein erster Zugang war, die Menschen und damit das Unternehmen kennenzulernen. Ich habe mit allen rund 200 Mitarbeitern persönlich gesprochen, weil ich ein Gefühl dafür bekommen wollte, wie es dem Unternehmen geht und was uns in diesen beiden Säulen ausmacht.
Der zweite Schwerpunkt war für mich die Touristik. Die Versicherungswirtschaft kannte ich, dort bringe ich Erfahrung und Netzwerk mit. Die Touristik war für mich neu, deshalb wollte ich die Entscheidungsträger dieser Branche kennenlernen.
Und drittens ging es darum, mein Netzwerk in der Gruppe aufzubauen. Österreich ist Teil einer internationalen Organisation. Wenn man darin erfolgreich sein will, muss man die Dynamiken verstehen und sich entsprechend positionieren.

Welche Prioritäten haben sich daraus abgeleitet?
Im Kern sind es drei Themen: Business, Transformation und People.
Erstens geht es ums Geschäft. Wir sind Marktführer und wollen auf dieser Basis weiterwachsen und unser Geschäftsmodell in Österreich konsequent weiterentwickeln.
Zweitens sind wir in einer Transformation – technisch, strukturell und auch kulturell. Wir wachsen in Österreich stärker zusammen und rücken zugleich näher an die internationale Gruppe heran. Das betrifft Prozesse, Systeme und Plattformen, bringt uns aber auch Zugang zu internationalem Know-how.
Und drittens geht es um die Menschen.

Lesen Sie mehr in der risControl Print Ausgabe 05 2026.

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