Trotz geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und rascher technologischer Veränderungen präsentiert sich der österreichische Finanzsektor weiterhin stabil, profitabel und solide kapitalisiert. Bei der Vorstellung des FMA-Jahresberichts 2025 betonte FMA-Vorstand Helmut Ettl: „Die österreichische Finanzwirtschaft ist weiterhin Teil der Lösung und nicht Teil des Problems.“
Die Finanzmarktaufsicht sieht die heimischen Banken und Versicherungen gut aufgestellt. Solide Kapital-, Liquiditäts- und Solvenzausstattungen bilden laut Vorständin Mariana Kühnel die Grundlage für Stabilität und ermöglichen es den Instituten, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen. Angesichts internationaler Risiken und nationaler Herausforderungen – etwa im Immobiliensektor – empfiehlt die FMA jedoch weiterhin einen vorsichtigen Kurs mit zusätzlichem Kapitalaufbau, ausreichenden Risikovorsorgen und Investitionen in Digitalisierung, Effizienz sowie Cybersicherheit.
2025 stand zudem im Zeichen neuer europäischer Regulierungen. Mit der EU-Verordnung MiCAR übernahm die FMA erstmals die Aufsicht über den Kryptomarkt und veröffentlichte erstmals Daten zu lizenzierten Kryptowerte-Dienstleistern. Auch die neue EU-Verordnung DORA brachte mehr Transparenz bei digitaler Resilienz und Cybersicherheit. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Nutzung Künstlicher Intelligenz, die in österreichischen Finanzunternehmen bereits etwa bei Betrugsbekämpfung, Geldwäscheprävention oder der Bearbeitung von Schadensfällen eingesetzt wird.
Erfolge verzeichnet die FMA auch im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung: Die internationale Prüforganisation FATF bescheinigte Österreich mit einem „substantial“-Rating die zweithöchste mögliche Bewertung. Zudem wurden im Berichtsjahr sämtliche Entscheidungen der FMA vor den österreichischen Höchstgerichten bestätigt.


