Freizeitunfälle können den Sommerurlaub rasch beenden – und erhebliche gesundheitliche sowie finanzielle Folgen nach sich ziehen. Besonders häufig passieren Unfälle bei sportlichen Aktivitäten: Laut KFV mussten im vergangenen Sommer rund 69.200 Menschen nach Freizeitunfällen in den Monaten Juni bis August im Krankenhaus behandelt werden. Rund 44 Prozent dieser Unfälle ereigneten sich beim Sport. Am häufigsten betroffen waren Fußballer (8.700 Verletzte), gefolgt von Wanderern und Kletterern (5.300), Tennis- und Tischtennisspielern (2.200) sowie Mountainbikern (2.000).
Während Arbeitnehmer bei Arbeitsunfällen gesetzlich abgesichert sind, besteht dieser Schutz bei Freizeitunfällen nicht. Eine private Unfallversicherung kann hier Leistungen etwa bei Invalidität, im Todesfall, für Bergungskosten oder medizinisch notwendige Rücktransporte aus dem Ausland übernehmen. Allein 2024 zahlten Österreichs private Versicherer erstmals mehr als eine Milliarde Euro an Leistungen aus der Unfallversicherung aus.
„Ein Unfall kann das Leben schlagartig verändern, wobei eine private Unfallversicherung die finanziellen Folgen zumindest teilweise abfedern kann“, betont Dr. Ralph Müller, Vizepräsident des Verbands der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO).
Neben klassischen Unfallrisiken gewinnt auch die Hitze zunehmend an Bedeutung. Steigende Temperaturen führen schneller zu Erschöpfung und Konzentrationsproblemen, wodurch das Unfallrisiko steigt. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen sowie sportlich Aktive. Laut Sportmediziner Wolfgang Schobersberger kann die Körperkerntemperatur bei intensiver Belastung sogar auf über 41 Grad ansteigen – ein lebensgefährlicher Zustand. Experten fordern daher verstärkte Hitzepräventionsmaßnahmen.
Zur Unfallvermeidung empfehlen Fachleute eine gute Vorbereitung und passende Ausrüstung beim Sport, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Aktivitäten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen sowie Warnsignale wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit ernst zu nehmen. Vor Reisen sollten zudem die jeweiligen Sicherheitsvorschriften im Urlaubsland geprüft werden.



