Die Vienna Insurance Group (VIG) hat im ersten Halbjahr 2026 ihr Ergebnis vor Steuern um 20,7 Prozent auf 641,5 Millionen Euro gesteigert. Die verrechneten Prämien erhöhten sich um 5,4 Prozent auf rund 9 Milliarden Euro. Wachstumstreiber war insbesondere der Kernmarkt Zentral- und Osteuropa.
„Mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2026 setzt die Vienna Insurance Group ihren profitablen Erfolgskurs sowie ihr dynamisches Wachstum im Kernmarkt CEE fort. Es ist gelungen, alle wesentlichen Kennzahlen zu steigern und auch nach dem Erwerb der NÜRNBERGER Versicherung eine hohe Kapitalausstattung auszuweisen“, erklärt Hartwig Löger, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Vienna Insurance Group. Für das Gesamtjahr bestätigt er die Prognose eines Ergebnisses vor Steuern zwischen 1,25 und 1,30 Milliarden Euro – exklusive NÜRNBERGER.
Die versicherungstechnischen Erträge stiegen um 7,1 Prozent auf 6,85 Milliarden Euro. Zuwächse verzeichnete die VIG in allen Sparten und Segmenten. Besonders dynamisch entwickelten sich die Segmente Spezialmärkte mit einem Plus von 10,9 Prozent, Erweiterte CEE mit 9,2 Prozent und Tschechien mit 8,7 Prozent. Österreich steigerte das Prämienvolumen um 3,6 Prozent.
Die Netto Combined Ratio verbesserte sich aufgrund geringerer Schadenbelastungen von 91,9 auf 91,4 Prozent. Das Kapitalanlageportfolio erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2025 um 4,1 Prozent auf 49,1 Milliarden Euro.
Die Solvenzquote blieb mit 272 Prozent inklusive Übergangsmaßnahmen auf einem hohen Niveau, lag allerdings unter dem Wert von 296 Prozent zum Jahresende 2025. Der Rückgang ist laut VIG im Wesentlichen auf die vereinfachte Berücksichtigung der zum Halbjahresende noch nicht konsolidierten NÜRNBERGER Beteiligungs-AG zurückzuführen. Die vollständige Einbeziehung der NÜRNBERGER erfolgt erstmals im Konzernabschluss 2026.


