Im Rahmen einer Studie des GrECo Health & Benefits Teams zeigen die betrieblichen Vorsorgekassen in Österreich auch 2025 trotz volatiler Kapitalmärkte eine stabile Entwicklung. Die Jahresperformance lag zwischen 1,62 und 4,78 Prozent. Auch wenn die Unterschiede zwischen den Anbietern auf den ersten Blick gering erscheinen, können sie sich über längere Zeiträume deutlich auf das spätere Pensionskapital auswirken. Das verwaltete Vermögen der Branche stieg bis Ende 2025 auf 23,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 21,3 Milliarden Euro).
Strukturell setzte sich die Marktkonsolidierung fort: Nach der Integration von fair-finance in die BONUS Vorsorgekasse sind nun sieben Anbieter aktiv. Marktführer bleibt die VBV mit 34,17 Prozent Marktanteil, gefolgt von Valida (24,16 Prozent) und BONUS (13,33 Prozent).
„Jahr für Jahr scheinen die Unterschiede zwischen den Anbietern marginal. Doch über Jahrzehnte hinweg addieren sie sich zu einem echten Mehrwert beim Ruhestandsvermögen. Wichtig ist dabei: Wer einen Wechsel plant, sollte bis 30. Juni 2026 aktiv werden, damit der neue Anbieter mit 1. Januar 2027 wirksam wird“, erklärt Joachim Schuller, Health & Benefits-Experte und Studienautor.
Unterstützt durch robuste Kapitalmärkte und sinkende Zinsen erzielten die Vorsorgekassen solide Ergebnisse. Während einige Anbieter über der Inflationsrate lagen, blieben andere knapp darunter. Diese Differenzen wirken sich langfristig spürbar auf das Endkapital der Mitarbeitenden aus.
Auch politisch rückte die „Abfertigung neu“ wieder stärker in den Fokus. Diskutiert werden unter anderem flexiblere Übertragungsmöglichkeiten von Abfertigungsguthaben in Pensionslösungen sowie Modelle ohne Kapitalgarantie, die höhere Renditechancen ermöglichen könnten. Gesetzliche Änderungen gab es 2025 zwar nicht, die Reformdebatte gewinnt jedoch an Dynamik.


