Im myhive Wien fand der 3. Schadendialog statt, organisiert von CarVita Holding GmbH, DEKRA Austria, CARTV und Schadenmeister. Rund 70 Fachpersonen aus Versicherungswirtschaft, Werkstätten und Sachverständigenwesen tauschten sich über aktuelle Entwicklungen im Kfz-Schadenmanagement aus, mit Schwerpunkt auf nachhaltigen Reparaturprozessen und dem Einsatz von Gebrauchtteilen.
Im Zentrum stand der branchenübergreifende Dialog entlang des gesamten Schadenprozesses. Unter dem Leitgedanken „Miteinander reden statt einander vorbeireden“ ging es darum, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzuführen und gemeinsame Ansätze für bestehende Herausforderungen zu diskutieren.
Fachlich lag der Fokus auf der Rolle von Gebraucht- und wiederverwendeten Originalteilen in der Fahrzeugreparatur. Diese gewinnen sowohl aus ökologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht an Bedeutung. Gleichzeitig bleiben Fragen zu Qualität, Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und regulatorischen Rahmenbedingungen offen.
„Der Schadendialog zeigt, wie wichtig der offene Austausch zwischen allen Beteiligten ist. Innovation im Schadenmanagement entsteht nicht allein durch Technologie, sondern vor allem durch Zusammenarbeit und gemeinsames Verständnis“, betonten die Veranstalter unisono.
Den inhaltlichen Einstieg bildeten drei Impulse aus der Branche: Guido Kalter (EUROGARANT AutoService AG) beleuchtete den Einsatz von Gebrauchtteilen aus Werkstattsicht, Thomas Behl (Head of Repair Technology) stellte die Integration wiederverwendeter Originalteile in bestehende Reparaturprozesse dar und Sven Trostel (Mercedes-Benz Used Parts & Services GmbH) erläuterte unter dem Leitsatz „Wertschöpfung statt Wegwerfen“ die praktische Umsetzung der Wiederverwendung in operativen Abläufen.
Im Anschluss diskutierten Sven Rabe, (Vorstandsvorsitzender VAV Versicherung), Alexander Bayer, (Chefsachverständiger VVO), Reinhart Clark (Vorsitzender des Lack- und Karosseriebeirats), Anette Chassée LL.M. (COO CHARTV_Gruppe) sowie Martin Neuwirth (Rechtsanwalt) über Chancen, Herausforderungen und notwendige Rahmenbedingungen nachhaltiger Reparaturmodelle. Ergänzend boten Thementische vertiefende Gespräche, unter anderem zu Digitalisierung und KI im Schadenprozess, Restwertermittlung, der Rolle von Sachverständigen sowie praktischen Werkstattfragen.
Einigkeit bestand darin, dass nachhaltige Lösungen im Schadenmanagement vor allem durch Zusammenarbeit und kontinuierlichen Austausch entstehen.



