Hitze, Dürre und steigende Unfallrisiken rücken bei den österreichischen Länderversicherern stärker in den Fokus. Bei der Vorständetagung der Vereinigung Österreichischer Länderversicherer in Villach standen daher Prävention und der Umgang mit zunehmenden Sommer- und Naturgefahren im Mittelpunkt.
Die Entwicklung zeigt sich besonders im Straßenverkehr. Laut Verkehrsclub Österreich kamen im Sommer 2025 auf Österreichs Straßen 144 Menschen ums Leben, 16.298 wurden verletzt. Hohe Temperaturen belasten den Körper, beeinträchtigen die Konzentration und können damit auch das Unfallrisiko erhöhen.
Auch in der Freizeit steigen die Risiken. Beim Baden, in Schwimmbädern oder beim Bergsport kommt es in den Sommermonaten vermehrt zu Unfällen. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit ertrinken in Österreich jährlich rund 42 Menschen, etwa 4.100 Personen müssen nach Schwimmbadunfällen im Spital behandelt werden.
Neben den Unfallrisiken beschäftigten sich die Länderversicherer auch mit längeren Hitzeperioden, Trockenheit und wachsender Waldbrandgefahr. Diese Entwicklungen werden zunehmend zu relevanten Naturgefahren mit Auswirkungen auf Landwirtschaft, Infrastruktur und Wirtschaft.
Klaus Scheitegel, Vorsitzender der Vereinigung Österreichischer Länderversicherer, verweist darauf, dass hohe Temperaturen Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen können. Franz Mair, Vorstandsvorsitzender der TIROLER VERSICHERUNG, sieht die Länderversicherer gefordert, nicht nur im Schadenfall zu helfen, sondern auch das Bewusstsein für Risiken zu stärken.


