Die Financal Action Task Force FATF hat 2024/2025 Österreichs Systeme im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung geprüft. Die Nervosität der beteiligten Ministerien und Behörden war lange Zeit spürbar hoch. Österreich drohte auf der „Grey List“ der FATF zu landen und sich zu Ländern wie Syrien, Libanon und Südsudan zu gesellen – was alles andere als ein Renommee gewesen wäre.
Prüfbericht veröffentlicht
Am 30. April 2026 veröffentlichte die FATF ihren 316-seitigen Länderbericht (Mutual Evaluation of Austria). Was schon im Vorfeld durchgesickert ist, bestätigt sich: Österreich hat die Länderprüfung bestanden und kommt nicht auf die Graue Liste. Über die Leaks im Vorfeld zeigte sich die FATF übrigens ganz und gar nicht begeistert, denn die inoffiziellen Vorberichte gelten als geheim.
Gemischtes Ergebnis
Die Ergebnisse haben sich im Vergleich zur letzten FATF-Länderprüfung 2015/2016 in vier (von elf) Bereichen verbessert, wie etwa (Dank unseres WiEReG-Registers) bei der Transparenz wirtschaftlicher Eigentümer und im Finanzsektor, sind in fünf Bereichen unverändert und verschlechterten sich in zwei Teilbereichen (internationale Kooperation sowie Proliferationsfinanzierung).
FMA sieht sich „eindrucksvoll bestätigt“
Der Bericht bescheinigt dem heimischen Finanzsektor ein „substantial“-Rating – die zweithöchste erreichbare Bewertung – und damit das beste Ergebnis in dem von der FMA beaufsichtigten Bereich für Österreich seit Beginn der Länderprüfungen. „In der aktuell laufenden fünften FATF-Prüfrunde setzt Österreich damit auch im europäischen Vergleich einen Maßstab.“, schreibt sich die FMA stolz auf die Fahnen. Das gute Ergebnis ist jedenfalls auch den aktiven Marktteilnehmern wie u.a. Banken, Krypto- und Wertpapierdienstleistern zu verdanken, denn sie sind es, die unermüdlich die operative Präventionsarbeit leisten.
Weiterhin Verbesserungsbedarf
Wie auch die FMA erkennt, ist die gute Bewertung durch die FATF kein Anlass zur Selbstzufriedenheit. Denn die FATF erkennt weiterhin einige Mängel und gibt unter anderem auch der Behörde Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg. Mehr dazu in einem ausführlichen Bericht in der Juni-Ausgabe von risControl.



