Die aktuellen Ergebnisse der Zahlungsmittelumfrage 2025 der Österreichischen Nationalbank OeNB zeigen, dass das digitale Bezahlen bei kleinen Beträgen weiter an Bedeutung gewinnt, aber 94 % der Befragten trotzdem nicht auf Bargeld verzichten wollen.
Stationär vs. online
In Geschäften geht die Bargeldnutzung langsam zurück, macht aber weiterhin 55 % aller Zahlungen (2022: 63 %) und 45 % des Umsatzes (2022: 48 %) aus. Trotz vieler digitaler Bezahlmethoden trägt Bargeld fast die Hälfte des gesamten Umsatzes im stationären Handel. Insbesondere kleine Beträge unter 10 Euro werden mittlerweile häufiger mit Wallets wie ApplePay, GooglePay usw. bezahlt (von 4 % 2022 auf 8 % 2025).
67 % aller Befragten kaufen auch im Internet ein. Hier wird meist mit Karten (35 %) und Wallets (30 %) bezahlt, wobei zwei Drittel der elektronischen Zahlungen in Europa über US-Anbieter laufen. 13 von 21 Euro-Ländern sind im Handel vollständig von nicht-europäischen Zahlungssystemen abhängig, darunter auch Österreich. Diese Abhängigkeit hofft die EU mit dem digitalen Euro zu beenden.
Umso jünger, desto digitaler
Personen unter 50 Jahren zahlen lieber elektronisch (59 % aller Zahlungen). 16- bis 29-Jährige bezahlen nur mehr 38 % ihrer Zahlungen im stationären Handel bar und bereits 62 % digital. Doch auch 76 % der Jungen nutzen Bargeld zumindest einmal pro Woche. Alle Altersgruppen schätzen Wahlfreiheit zwischen bar und digital (81 %).
Liebling Bargeld
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil jener Befragten, für die Bargeld „seine derzeitige Bedeutung behalten“ soll, sogar auf 66 % gestiegen (2024: 61 %). Immerhin 28 % geben an, dass sie nicht „ganz ohne Bargeld“ leben möchten. Bargeld ist und bleibt bei den Österreichern also beliebt. „In einer Zeit, in der Flexibilität und Sicherheit gefragt sind, ist Bargeld einfach eine kluge Wahl, weil es immer funktioniert“, betont OeNB-Direktor Thomas Steiner.



